Denke ich an 2017, denke ich an ein super Spielejahr

(Kolumne)

von Matthias Kreienbrink (04. Dezember 2017)

Momentan erweckt 2017 den Eindruck, ein mieses Jahr gewesen zu sein. Wir reden gerade über Mikrotransaktionen, Lootboxen und aussterbende Einzelspieler-Spiele. Doch eigentlich war 2017 echt ein super Spielejahr.

Nicht jedes Jahr hat so interessante Spiele wie Nier - Automata

Momentan scheint das Jahr mit einem "Puh" zuende zu gehen. Wir reden hier freilich nur vom Spiele-Jahr. Das Jahr 2017 insgesamt war sehr viel problematischer. Dieses "Puh" hat noch den Geschmack von Spielefirmen im Mund, die euch mit Mikrotransaktionen mehr und mehr Geld aus der Tasche ziehen wollen. Ebenso drückt das "Puh" die Sorge aus, dass Einzelspieler-Spiele bald ganz aussterben könnten, da sie den Studios nicht genug Geld einbringen.

Doch solltet ihr euch 2017 nicht von diesem "Puh" madig machen lassen. Denn eigentlich war es ein super Jahr. Denkt nur an die ersten drei Monate des Jahres. Denn in dieser kleinen Zeitspanne kamen gleich einige der besten Spiele des Jahres raus:

Alle dieser Spiele habe ich unglaublich gerne gemocht. Resident Evil 7 brachte die Reihe zurück zu den Wurzeln und fühlte sich dennoch frisch an. Zelda - Breath of the Wild war ein riesiger Sandkasten und stellte eine Konsole - die Nintendo Switch - vor, die das gesamte Jahr prägte. Und Horizon - Zero Dawn ist ein ganz besonderes Spiel mit einer genialen Welt, umwerfender Grafik und einer sehr interessanten Protagonistin. Mit diesen Spielen alleine wärt ihr in diesem Jahr eigentlich schon wunderbar versorgt gewesen, dauern die meisten dieser Titel doch weit über 40 Stunden.

Doch dann ging es weiter, der Spielestrom nahm kaum einen Abriss:

Ein Spiel, das euch ganz neue Erlebnisse bietet: What Remains of Edith Finch

2017 erschienen richtig viele Spiele mit ganz neuen Spielideen und -mechaniken. Spiele, die euch nicht für unendlich viele Stunden an den Controller locken, aber euch dafür Spielerlebnisse bieten, die ihr in den großen Blockbustern einfach verpasst. Psychische Erkrankungen, das Durchspielen des Todes, lernende KI. Dieses Jahr hatte wirklich viele schöne Einfälle, hervorragende Spiele, die es zu entdecken galt. Und dann begann der Herbst:

Ihr seht, im letzten Quartal erschienen so viele Spiele, dass ihr selbst bis Mitte 2018 noch beschäftigt sein dürftet. Freilich, nicht alle der hier genannten Spiele werden genau euer Fall sein. Dennoch handelt es sich bei jedem Spiel um ein gutes, wenn nicht sogar sehr gutes Spiel.

Bei aller Kritik die also gut und wichtig ist - denn 2017 hat wirklich einige sehr störende Trends hervorgebracht - sollten wir nicht vergessen, wie viele grandios Spiele dieses Jahr doch hervorgebracht hat. Oder?

Und doch gibt es diesen Trend, der 2017 echt genervt hat: Mikrotransaktionen aller Art. Doch gibt es auch immer noch genügend Spiele, die ohne auskommen. Einige dieser Spiele findet ihr in der Bilderstrecke.

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