So geht es auf dem Pokémon-Schwarzmarkt her

von Chiara Bruno (06. Dezember 2017)

Die Pokémon-Spiele sind so bunt und kinderfreundlich, dass die wenigsten etwas wie einen Schwarzmarkt erwarten würden. Doch genau das ist der Fall. Das englischsprachige Magazin Eurogamer zeigt nun tiefe Einblicke in die Welt der Pokémon, die selbst viele Fans nicht kennen.

Seit jeher streben wir Menschen Perfektion an. Gen-Tuning und -Manipulation ist schon lange ein brisantes Thema in Kreisen der Wissenschaft. Genau dieses Streben nach Perfektion leben viele Züchter und Hacker in sogenannten Pokémon-Schwarzmärkten aus. Die dort agierende Gemeinschaft besteht aus Hackern, die Programme für den Schwarzmarkt entwickeln und den sogenannten "Gennern". Diese Programme produzieren die gewünschten Pokémon, welche dann von den Händlern in die weite Welt geschickt werden. Die wohl größte und fragwürdigste Rolle spielen dabei die "Genner". Die stellen nämlich Pokémon nach den Vorlieben der Community her, die sich schwer zufrieden gibt. In einem Gespräch mit Eurogamer, spricht ein Händler über diese wichtige Rolle:

"Im Grunde genommen ist ein Pokémon-'Genner' nur ein Produzent von Pokémon. Dies ist jedoch nicht wirklich der Fall: Pokémon-Gennern werden von der Community als Leute betrachtet, die Quellen außerhalb des normalen Spielverlaufs verwenden, um Pokémon zu erstellen oder zu bearbeiten. Das geschieht normalerweise durch Anwendungen wie PokeGen oder PKHeX."

Das Pokémon mit dem größten Wert ist Ditto. Denn dieses kann sich mit fast jedem Pokémon vermehren. Hat dieses perfekte IVs, ist die Wahrscheinlichkeit umso höher, dass das gezüchtete Pokémon ebenfalls perfekte IVs bekommt. IVs könnt ihr euch als Gene der Pokémon vorstellen. Diese generiert das Spiel allerdings zufällig. Attacken und die Natur der Pokémon spielen ebenfalls eine große Rolle. Da dieser Prozess sehr zeitintensiv und extrem kompliziert ist, bedienen sich viele Spieler schlichtweg am Schwarzmarkt.

Und hier kommen die Hacker ins Spiel, die die nötigen Softwares entwickeln.

Hier seht ihr ein Programm, mit dem ihr Pokémon ändern könnt. Quelle: EurogamerHier seht ihr ein Programm, mit dem ihr Pokémon ändern könnt. Quelle: Eurogamer

Während einige Hacker und Händler ihre Arbeit frei zur Verfügung stellen, verlangen andere eine Entlohnung. Bis zu zwei Euro zahlt ihr für euer perfektes Pokémon. Auch im kompetetiven Spiel scheinen gehackte Pokémon Einzug gefunden zu haben. Allerdings liefe der gesamte Prozess im ethisch vertretbaren Rahmen ab. So sei das Ziel nicht, lächerlich starke Pokémon zu entwickeln, die den kompetetiven Modus zerstören. Die Nutzung dieser Pokémon in Turnieren sei sowieso durch Game Freak nicht erlaubt. Trotzdem finden einige Trainer immer wieder Möglichkeiten, Game Freaks Legality Checker auszutricksen.

Tags: Multiplayer  

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