Videospiele sind laut Experten ein Mittel "gegen globale Kriege"

von Chiara Bruno (07. Dezember 2017)

Oft überwiegen die Studien, die negativ über Videospiele berichten. So behaupten Wissenschaftler beispielsweise, Ego-Shooter würden eurem Gehirn schaden und World of Warcraft lasse es schrumpfen. Allerdings lässt sich klar sagen, dass sich der Großteil der Studien mit eurem Körper, vor allem eurem Gehirn beschäftigt. Wie nun der Stern berichtet, sehen einige Experten nun auch einen positiven Einfluss von Videospielen auf globale Kriege.

Hier sehr ihr eine Studie zur übertriebenen Sexualität in Videospielen

Im Interview des Autors Christopher Piltz mit dem kanadischen Lehrer und Forscher Paul Darvasi wird schnell klar: Darvasi sieht sehr viel Potential in Videospielen. Denn er nutzt Spiele der GTA-Reihe "in der Highschool zum Unterrichten". So könne er seinen Schülern mehr "über Rassismus, Gender, Gewalt und politische Ideologie" beibringen. Die Schüler würden allerdings zuhause spielen. Einige Eltern seien allerdings nicht sehr von diesem Konzept überzeugt.

"Wir lesen am darauffolgenden Tag wissenschaftliche Artikel zu den Themen und besprechen, welche Parallelen die Schüler zu dem Spiel sehen. Wie Frauen und Männer dargestellt werden, wie Ironie funktioniert. Allein "GTA V" hat weltweit mehr als 80 Millionen Exemplare verkauft, es ist eines der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten und somit ein Teil der Jugendkultur."

Das Interview thematisiert ebenfalls die Eröffnungsrede Angela Merkels auf der diesjährigen gamescom, die laut Darvasi "ein wunderbares Zeichen" sei.

Doch der kanadische Forscher sieht nicht nur im Bereich der Bildung Potential. Für ihn seien Videospiele ein Mittel, das stärker bei "Konfliktlösungen, globalen Kriegen und Friedenserziehung" genutzt werden solle. Klingt garnicht so abwegig. Erst kürzlich entschied sich Berichten zu folge, ein Soldat dafür, "seine Waffen" niederzulegen, "dem Krieg zu entsagen" und Rettungssanitäter zu werden. Der Grund: Das Antikriegs-Adventure This War of Mine. Außerdem habe eine Studie gezeigt, das das Spiel Peacemaker dafür sorgte, dass Probanden durch das Spielen eine andere Sicht auf diverse Kriegskonflikte entwickeln würden. Der Aspekt der Kommunikation, den viele Videospiele fordern, wirke sich ebenfalls positiv aus. Ebenfalls würden Videospiele die Empathie fördern. Von der Behauptung vieler Wissenschaftler, Videospiele würden aggressiv machen, hält Darvasi ebenfalls nichts."Ich glaube eher, dass die meisten Menschen friedlicher werden, wenn sie am PC rumballern können. Denn endlich haben sie eine Chance, ihre Gewaltfantasien auszuleben."

Paul Darvasi führte die Studie übrigens im Namen der Unesco durch. In der Flut der Studien, die euch gerade überschwemmt, solltet ihr diese ebenfalls kritisch betrachten. Was haltet ihr von Darvasis Ansichten? Klingen seine Argumente plausibel? Schreibt es uns in die Kommentare!

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