Playerunknown's Battlegrounds: Der Erfolg zieht die Nachahmer an

von Sören Wetterau (07. Dezember 2017)

Über zwanzig Millionen verkaufte Exemplare und eine Nominierung zum Spiel des Jahres: Playerunknown's Battlegrounds ist der Überflieger des Jahres. Der Erfolg lockt jedoch auch Nachahmer an, die ein wenig von der Torte abhaben möchten. Der Trick dabei? Ein Name, der dem Original zum Verwechseln ähnlich ist, und möglichst mithilfe von Stichwörtern die Suchmaschinen durcheinander bringen.

Das Original von Entwickler Bluehole erscheint bald für die Xbox One.

Mit Nachahmern ist übrigens nicht Fortnite - Battle Royale gemeint. Der Ableger des Koop-Spiels Fortnite bedient sich lediglich am Spielprinzip und versucht dort auf eigenen Beinen zu stehen. Stattdessen zielt der Begriff auf Spiele wie Playerunkn1wn: Friendly Fire oder Playerunkn4wn: Zombie ab, die aktuell oder schon bald auf Steam ihr Unwesen treiben. Alternativ existiert ein Battle Pixel's Survival.

Drei Spiele, die sich bewusst am Namen von Playerunknown's Battlegrounds orientieren und im besten Falle ein paar unwissende Spieler erreichen. Playerunknw4n: Zombie kostet beispielsweise auf Steam aktuell knapp einen Euro, wirbt unter anderem mit 5.000 freischaltbaren Erfolgen und lässt nahezu jede Kreativität vermissen. Das Spiel, so heißt es in den überwiegend negativen Benutzerwertungen, besteht vorrangig aus zusammengebastelten Grafiken und Elementen der Unity-Engine. Eigenleistung? Nahezu Fehlanzeige.

Nicht das Original, aber am Namen deutlich angelehnt, um Kunden zu verwirren.Nicht das Original, aber am Namen deutlich angelehnt, um Kunden zu verwirren.

Etwas teurer wird es bei Gamers Unknown Survival, dass im "Early Access"-Status gut 9 Euro kostet und auch vorrangig aus Elementen des Unity-Assets "Ultimate Survival" bestehen soll. Hier sind ebenfalls die Nutzerwertungen überwiegend negativ.

Auf Steam lassen sich noch weitere solcher Spiele finden. Während der Großteil der Nutzer wahrscheinlich auf solch billige Versuche nicht reinfällt, wirft das Angebot dennoch kein allzu gutes Licht auf Valve als Plattformbetreiber. Schließlich hat der ehemalige Half-Life-Entwickler erst vor wenigen Monaten angekündigt, fortan strenger gegen sogennante "Fake Spiele" vorzugehen. Passiert ist diesbezüglich recht wenig.

Derweil gilt es als Käufer vorsichtig zu sein, die Informationsboxen lesen und vor allem auf die Benutzerwertungen bei Steam und anderen Anbietern zu achten. Von selbst werden die Nachahmer vermutlich nicht so schnell verschwinden.

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Tags: Steam  

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