Animal Crossing - Pocket Camp: Director von Nier will sein Camp niederbrennen

von Sören Wetterau (13. Dezember 2017)

"Ich werde dieses Spiel genießen, bis ich den dunklen Wald niederbrenne", so beschreibt Yoko Taro, seines Zeichen Game Director von Nier - Automata, seine Meinung zu Animal Crossing - Pocket Camp. Seit wenigen Wochen ist Nintendos neues Mobile-Spiel erhältlich und die englischsprachige Webseite Gamasutra hat verschiedene Entwickler gefragt, was sie von der Umsetzung halten.

Der etwas eigene Yoko Taro ist an und für sich ein Kenner der "Animal Crossing"-Reihe und hat über Jahre hinweg Tom Nook als seinen persönlichen Feind auserkoren. Schließlich hätte der Waschbär im 3DS-Ableger Animal Crossing - New Leaf dafür gesorgt, dass er dem Spieler einfach eine Hypothek auferlegt, obwohl dieser nie zugestimmt wurde. Er sei vergleichbar mit der ehemaligen US-Investmentbank Lehman Brothers.

Für Animal Crossing - Pocket Camp habe Taro darauf gehofft, dass er es endlich Tom Nook heimzahlen kann. Daraus ist jedoch bislang nichts geworden. Stattdessen ist er davon enttäuscht, dass die spielerische Freiheit in der Mobile-Version sehr eingeschränkt ausfällt und keinen Vergleich zu New Leaf darstellt. Dabei wird er sogar richtig philosophisch und hinterfragt das Ökosystem der Spielewelt.

Die Charaktere, die echten Tieren wie Schweinen und Kühen ähneln, genießen zusammen ein Barbecue und hier und dort wird auch gerne mal ein Fisch verspeist. "Wenn ihnen das Essen ausgeht, greifen sie dann zum Kannibalismus? Gibt es so viel Unterschied in der Intelligenz von Vögeln und Fischen? Wenn du auf zwei Beinen gehst und redest, heißt das, dass du nicht gejagt wirst? Wird der Wert des Lebens durch die Intelligenz bestimmt? Es gibt so viele interessante Themen, die in diesem Spiel versteckt sind", so Taro ausufernd.

Ähnlich tiefgreifend sind seine Fragen bezüglich der Aufgaben im Spiel, die oftmals lauten, dass der Spieler dem jeweiligen Charakter einen Gegenstand bringen muss. Taro hinterfragt, warum er das machen muss, wenn der benötige Gegenstand doch quasi direkt neben dem Charakter liegt. "Warum musst du Dinge sammeln, die sich direkt neben den Monstern befinden, um sie wie Sklaven glücklich zu stellen? Ich glaube, dass dies die Spaltung zwischen den Menschen in der Klassengesellschaft darstellt"

Die vermutlich ironisch gemeinten Beobachtungen unterstreicht Taro noch einmal damit, dass es in seinem virtuellen Camp nur einen Kerosin-Tank gibt. "Ich habe dieses Spiel begonnen, um mich an diesem Waschbären zu rächen, aber jetzt habe ich einen anderen Plan", so das Fazit des japanischen Spieleentwicklers.

Jetzt eigene Meinung abgeben

Tags: Fun   Singleplayer  

Erkennt ihr die Sprites der Pokémon der 1. Generation?

Pokémon: Erkennt ihr die Sprites der Pokémon der 1. Generation?

Im Gegensatz zu den Vorgängern haben heutige Pokémon-Spiele eine solide Grafik. Kinder und Gamer, die nur (...) mehr

Weitere Artikel

Neue Bannwelle von Valve losgetreten

Steam: Neue Bannwelle von Valve losgetreten

In den letzten Tagen kam es vermehrt zu gesperrten Accounts auf Steam. Grund dafür ist Valves eigenes Anti-Cheat-P (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Animal Crossing - Pocket Camp (Übersicht)
* gesponsorter Link