PUBG - So spielt sich das "Battle Royale"-Spiel auf der Xbox One

(Kolumne)

von Robert Kohlick (14. Dezember 2017)

Playerunknown‘s Battlegrounds – Seit dem 12. Dezember 2017 ist das Spielephänomen des Jahres nun auch für die Xbox One erhältlich. Doch wie spielt sich das "Battle Royale"-Spiel nun auf der Konsole mit Controller, anstelle von Tastatur und Maus auf einem PC? Was hat sich im Vergleich zur Original-Version geändert? Kann das Spielprinzip auch auf der Konsole überzeugen? Um diese Fragen beantworten zu können, habe ich mir kurzerhand die redaktionseigene Xbox One X unter den Nagel gerissen und ein paar Runden zu Hause gezockt.

Seit dem 12. Dezember 2017 auch für die Xbox One erhältlich - PUBG

Konsole anschließen, Spiel starten, Match suchen – auf geht es! Auf der Xbox One X läuft das Spiel aktuell mit einer Auflösung von 3840x2160 Pixeln, also Ultra HD, und bietet euch eine Grafik, die in etwa mit den mittleren Einstellungen auf dem PC zu vergleichen ist. Auf der normalen Xbox One müsst ihr hingegen mit einer Auflösung von Full-HD und minimalen Grafikeinstellungen vorliebnehmen.

Doch selbst auf der Xbox One X läuft PUBG alles andere als rund. Bereits in der Lobby werdet ihr mit ersten technischen Problemen konfrontiert. Schon in der Vorbereitungsphase stößt die Konsole an ihr Limit. Bei einer Bildrate zwischen 15 bis 20 FPS fühlt sich das Spiel an wie ein kleines Daumenkino. Erst nachdem ihr gelandet seid und etwa zehn bis 15 Sekunden vergangen sind, fängt die Bildrate an, sich bei 30 FPS einzupendeln.

Jetzt heißt es keine Zeit verlieren! Die Konkurrenz schläft nicht. In einem Haus suche ich nach Ausrüstung und werde direkt positiv überrascht. Obwohl ich auch nach einigen Runden noch nicht so schnell Gegenstände sortieren und ausrüsten kann wie auf dem PC, geht das Inventar-Management mit dem Controller gut von der Hand. Die Tastenbelegungen sind eingängig und sorgen dafür, dass ihr euch schnell daran gewöhnt.

Fehlende Zielhilfe und ihre Folgen

Nachdem ich in einem Nebenzimmer eine M16 gefunden und nachgeladen habe, kann ich vor meinem Haus Schritte hören. Zügig gebe ich meine Position auf, flankiere meinen Gegner von der Seite und nehme ihn ganz langsam ins Visier. Das tue ich nicht, weil ich die Dramatik künstlich erhöhen will, sondern schlichtweg deswegen, da es auf der Konsole aktuell keine Zielhilfe gibt.

Auf der Konsole spielt sich PUBG etwas langsamer als auf dem PC.Auf der Konsole spielt sich PUBG etwas langsamer als auf dem PC.

Diese Tatsache wirkt sich auch stark auf das Gameplay aus. Während sich PUBG auf dem PC durch die präzise Steuerung mit Maus und Tastatur eine ganze Ecke schneller spielt, laufen die Runden auf der Xbox etwas ruhiger ab. Feuergefechte auf große Distanzen finden kaum statt, weil jeder Spieler weiß, dass es ab einer Entfernung von 100 Metern beinahe unmöglich ist, vier aufeinanderfolgende Treffer mit einem Sturmgewehr mit dem Controller zu landen. Stattdessen lässt man Gegner lieber vorbeiziehen, folgt ihnen unbemerkt, schleicht sich immer weiter an sie heran, um sie am Ende von hinten im Nahkampf niederzuschießen.

Alternativ steigt ihr einfach in ein Fahrzeug und heizt damit kreuz und quer über die Karte, immer auf der Suche nach Gegnern, die sich gerade über eine offene Fläche bewegen. Das Autofahren geht mit dem Controller nämlich um einiges besser von der Hand als mit Maus und Tastatur. Und dank des fehlenden Aim-Assists sind euch andere Spieler meist hilflos ausgeliefert, wenn ihr sie überfahren wollt.

Das Potenzial ist da! Jetzt liegt es an den Entwicklern

Obwohl das Spiel in vielen Bereichen inhaltsgleich zur PC-Version ist, fühlt sich PUBG auf der Konsole irgendwie anders an. Alles spielt sich eine Ecke langsamer, dauert ein bisschen länger und dennoch schafft es das Spiel vor allem zum Ende einer Runde einen ähnlichen Spannungs-Level in mir aufzubauen wie auf dem PC. Und am Ende des Tages ist es genau das, was ich an PUBG liebe.

Für knapp 30 Euro könnt ihr euch die aktuelle "Game Preview"-Version von PUBG im Xbox Store kaufen. Wie die PC-Version wird PUBG auch auf der Xbox One noch weiterentwickelt – und das hat das Spiel auch dringend nötig. Durch die geringe Leistung der CPU der Xbox One im Vergleich zu aktuellen PCs, müssen die Entwickler hier einiges an Arbeit reinstecken, um die Performance im Spiel zu verbessern. Wenn sie das irgendwie hinkriegen sollten, dann erwartet PUBG auch auf der Konsole eine rosige Zukunft. Denn auch mit dem Controller und 30 FPS-Limit macht das "Battle Royale"-Spiel immer noch einen Heidenspaß.

Was sagt ihr zur "Xbox One"-Version von PUBG? Zockt ihr das Spiel bereits auf dem PC? Oder habt ihr schon ungeduldig auf die Konsolen-Fassung gewartet? Schreibt es uns in die Kommentare!

Tags: Multiplayer  

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