Vorschau Code Vein: Knallhart wie Dark Souls

von Thomas Stuchlik (19. Dezember 2017)

Selbst die Macher von Code Vein geben es offen zu: Ihr knackiges Action-Abenteuer hat sich vieles von Dark Souls geklaut, bringt jedoch eigene Spielelemente mit ein. Kann das funktionieren? Das erste Probespiel beim Hersteller gibt Klarheit.

Der Bildschirmtod als ständiger Begleiter: Genau wie in Dark Souls lauert auch in diesem japanischen Action-Rollenspiel der Exitus an jeder Ecke. Code Vein besitzt einen ähnlich knackigen Schwierigkeitsgrad und spielt sich fast genauso. Auch hier kämpft ihr um jeden Meter und wandelt zwischen Lust und Frust. Allerdings ist das Abenteuer, das 2018 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen soll, weit mehr als eine dreiste Kopie.

Nach einer globalen Apokalypse liegt die Welt in Trümmern. Die Menschheit wurde vernichtet, die wenigen Überlebenden haben sich in vampirähnliche Revenants verwandelt. Diese wackeren Krieger sind die Einzigen, die sich den allgegenwärtigen Monsterhorden stellen können. Doch dazu benötigen sie vor allem eines: Blut.

Der Sensenmann wartet

Code Vein erinnert schon in den ersten Spielsekunden an Dark Souls: Euch erwartet gleichermaßen eine düstere Level-Architektur mit verschachtelten Wegen. Hinter jeder Ecke wartet die nächste fiese Kreatur auf euch. Doch die Gegner sind alles andere als Kanonenfutter.

Eine Gratwanderung: Holt zur mächtigen Attacke aus, ohne vom Gegner getroffen zu werden.Eine Gratwanderung: Holt zur mächtigen Attacke aus, ohne vom Gegner getroffen zu werden.

Bereits die ersten Kampfduelle machen klar: Hier zählt jeder Schwerthieb und jedes Ausweichmanöver. Die übergroßen Monstrositäten, denen ihr begegnet, haben es in sich. Attacke, Block, Rolle und das Ganze von vorn – hier ist gutes Timing gefragt, um den durchschlagenden Hieben des Feindes zu entgehen. Mit leichter Attacke oder schwerem aufladbaren Angriff malträtiert ihr den Gegenüber mit Waffen vom Schwert über Hellebarde bis Hammer. Denn auch hier gilt: Die Lebensenergie regeneriert sich nicht!

Statt Lagerfeuern wie in Dark Souls dienen leuchtende Mistelzweige als sichere Basis. Hier frischt ihr die Gesundheit auf und sichert eure Errungenschaften. Dummerweise tauchen dann jedoch alle besiegten Gegner wieder auf. So wird jeder Ausflug zu einem Wagnis: Traut ihr euch weiter vor oder tretet ihr besser den Rückzug an? Obendrein ist gute Orientierung gefragt, denn auch hier hilft euch keine Mini-Karte weiter. Nur mit fleißigem Erkunden findet ihr Abkürzungen, versteckte Gänge und Ausrüstungskisten.

Die Macht der Blutsauger

Allerdings müsst ihr nicht nur auf eure Schwertkünste bauen. Denn per Schultertasten greift ihr auf acht praktische Vampir-Fähigkeiten zurück, die sich aus dem gewonnenen Blut besiegter Feinde speisen.

Bei größeren Brocken solltet ihr zusätzlich Magie und Fokus-Attacken einsetzen. Euer Begleiter agiert dagegen eigenständig.Bei größeren Brocken solltet ihr zusätzlich Magie und Fokus-Attacken einsetzen. Euer Begleiter agiert dagegen eigenständig.

Mit euren Talenten setzt ihr magische Projektile und Schutzzauber ein oder verstärkt eure Waffe fürs kommende Duell. Doch selbst simple Schüsse aus dem eigenen Gewehr kosten wertvolles Blut. Die Leiste ist schneller geleert als euch lieb ist, nur getötete Gegner füllen diese wieder. Mit einer als "Drain" bezeichneten Spezialattacke könnt ihr sogar noch lebenden Feinden ebenso deren Lebenssaft entziehen und euer Blut-Maximum steigern. Ein taktisches Element, das vor allem bei anstehenden Bosskämpfen nützlich ist. Vorbereitung ist alles!

Anders als bei Dark Souls seid ihr nicht allein unterwegs. Verschiedene Mitstreiter begleiten euch durch die dunklen Dungeons. Die Kameraden agieren eigenständig und halten euch den Rücken frei. Beim Probespiel war die taffe Kämpferin Mia mit dabei, die uns per Heilzauber und Muskete immer passend aushalf. Ebenso kann der Kollege euch einmalig vor dem Tod retten. Code Vein baut daneben auf ein wechselbares Klassensystem – je nach Spielsituation. Damit seid ihr nicht strikt auf einen bestimmten Spielstil wie in Dark Souls beschränkt.

Meinung von Thomas Stuchlik

In Code Vein heißt es: Kühlen Kopf bewahren! Denn das düstere Action-Abenteuer verlangt den selben Geduldsfaden wie die "Dark Souls"-Reihe. Der knackig hohe Schwierigkeitsgrad fordert volles Können und Lernfähigkeit. Nur mit Übung bahnt ihr euch den Weg durch die fiesen Abschnitte. Hilfe erhaltet ihr jedoch von eurem treuen Begleiter, der euch nicht selten den Hintern rettet.

So erhalten Kenner von Dark Souls und Bloodborne eine standesgemäße Alternative, die mit durchdachten Details besticht. Denn eure Fähigkeiten fordern ständigen Bluteinsatz, das ihr euch von Gegnern wieder zurückholt. Auch das flexible Klassensystem und der Kampffokus bringen taktische Würze ins Geschehen. Dennoch ist Code Vein nichts für Weicheier, denn jede Nachlässigkeit wird umgehend bestraft. Der Tod ist allgegenwärtig. So gefällt mir das!

Tags: Anime   Singleplayer  

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