Vorschau Soul Calibur 6: Rückkehr der glanzvollen Schwertduelle

von Thomas Stuchlik (21. Dezember 2017)

Endlich! Nach langer Wartezeit könnt ihr Schwert und Schild wieder aus der Mottenkiste holen. Denn die Arenaduelle im neuen Soul Calibur verlangen nach schnellen Hieben und fiesen Kombos.

Fünf Jahre lang war es still um diese traditionsreiche Serie. Zu Unrecht, denn die "Soul Calibur"-Spiele zeichnen sich vor allem durch die flüssige Spielmechanik und die bewaffneten Auseinandersetzungen aus. Hier kann jedermann schnell einsteigen und effektreiche Kämpfe bestreiten. Daran rüttelt auch der kommende Teil SoulCalibur 6 nichts, denn die neueste Episode baut auf alte Serienstärken.

Ergo geht es abermals zurück ins 16. Jahrhundert, wo sich die alte Garde an Kämpfern wieder bekriegt. Für die erste Anspiel-Session bei Hersteller Bandai Namco standen allerdings nur eine Arena sowie zwei Kämpfer zur Wahl. Doch dabei handelt es sich um zwei alte Bekannte: Samurai Mitsurugi und Kriegerin Sophitia lassen uns bereits wehmütig auf die ersten Teile zurückblicken.

Altes Kampfsystem, neue Elemente

Serienkenner finden sich umgehend zurecht. Denn horizontale und vertikale Angriffe funktionieren genauso flott wie Kicks und Ausweichmanöver. In Kombination mit den Richtungstasten gelingen umgehend sehenswerte Attacken. Ergo bleibt das Geschehen weiterhin schnell erlernbar und einsteigerfreundlich.

Die Duelle sind gut ausbalanciert. Die Computergegner orientieren sich an eurem Können.Die Duelle sind gut ausbalanciert. Die Computergegner orientieren sich an eurem Können.

Kämpfer Mitsurugi beispielsweise setzt auf wuchtige Hiebe seines Katanas, ist aber nicht so agil. Kontrahentin Sophitia erweist sich dagegen als deutlich schneller, verfügt mit ihrem Kurzschwert jedoch über weniger Kraft und Reichweite. Serientypisch teilen beide ihre spezifischen Kombo-Attacken aus, die den Gegner kaum Zeit zum Verschnaufen lassen. Allerdings bieten die Entwickler nun neue Kampfmanöver für noch mehr Wendungen und Spannung auf.

Der Konter-Angriff namens "Reversal Edge" rettet euch nicht nur vor einer fatalen Kombo. Obendrein schaltet dieser auch in einen Zeitlupen-Modus. Die Kamera fährt näher heran und beide Rivalen haben die nun Chance auf eine durchschlagende Attacke, die beide gleichzeitig ausführen. Außerdem dürft ihr einen "Critical Edge" aufladen, der den wehrlosen Gegner in die Luft schleudert. Dort dürft ihr ihn mit weiteren Attacken malträtieren.

Simpel, aber effektiv

Zu den weiteren Neuerungen zählt die "Break Attack", mit der ihr jegliche gegnerische Abwehr durchbrecht. Damit sollen vor allem defensiv kämpfende Kontrahenten bedrängt werden. Vereinfacht wurde außerdem das Greifen des Gegners. Dazu benötigt ihr nur noch eine Taste und nicht mehr zwei.

Mit einem geladenen "Critical Edge" schwingt Mitsurugi sein brennendes Katana.Mit einem geladenen "Critical Edge" schwingt Mitsurugi sein brennendes Katana.

Beim ersten Probespiel war leider nur die Stage "Cloud Sanctuary" spielbar. Diese quadratische Arena spielt offensichtlich vor der Kulisse des antiken Griechenland. Vorsicht: Wie bisher ist ein Absturz von der offenen Plattform tödlich. Die Fliesen im Arenaboden lassen sich zwar demolieren, allerdings würde eine interaktivere Umgebung der Prügelei gut stehen.

Leider ist noch unklar, welche Charaktere ihren Auftritt haben werden. Im Auswahlbildschirm zählen wir 20 Kämpfer-Slots, doch laut Macher sollen das nur Platzhalter sein. Das Spiel soll noch mehr Helden beinhalten. Hoffentlich gibt es auch wieder Gastauftritte bekannter Charaktere wie vormals bereits Link oder Darth Vader.

Die Unreal Engine 4 inszeniert das Geschehen flüssig bei 60 Bildern pro Sekunde. Jedoch ist die Kantenglättung noch verbesserungswürdig. Auch die Schatten erscheinen teils mit einem unschönen Raster-Effekt (auch "Dithering" genannt). Das wird hoffentlich noch ausgebessert.

Meinung von Thomas Stuchlik

Soul Calibur 6 zu spielen ist wie einen alten Freund zu treffen – man kennt sich bereits! Schon nach kurzer Spielzeit gelingen fantastische Kombo-Attacken, für die zum Beispiel in Street Fighter weit mehr Übung nötig sind. Soul Calibur ist und bleibt eine Prügelei für jedermann, bietet aber dennoch genug Finessen für Profis. Interessant sind vor allem die neuen Moves "Reversal Edge" und "Break Attack", die schnell das Blatt in einseitigen Duellen wenden können.

Die Kämpfe wirken damit noch agiler und kurzweiliger. Bleibt die Frage, wie viel Abwechslung im fertigen Spiel geboten wird. Wie viele Helden sind an Bord? Welche Geschichte um die sagenumwobenen Soul-Schwerter wird erzählt? Schade, dass die Entwickler nicht auf dynamischere Arenen setzen (vielleicht auch mit mehreren Plattformen). Ein wenig mehr Mut zu Neuerungen hätte ich begrüßt.

Tags: Multiplayer  

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