Mein Gaming-PC ist viel mehr als nur das

(Kolumne)

von Maximilian Stulle (05. Januar 2018)

Ein Gaming-PC muss längst nicht mehr nur zum Zocken verwendet werden. Konsolen werben mit Youtube- oder Netflix-Kompatibilität oder einem Musik-Streaming-Dienst, aber euer PC kann das und noch viel mehr! Ich erzähle euch, wie ich zu meinem PC gekommen bin und wie ich ihn für all meine Medien-Bedürfnisse verwende.

Meinen ersten Laptop habe ich mit zwölf Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen. Meine Erfahrung mit Computern hatte sich bis dahin auf einen Mac und die Playstation meiner Eltern beschränkt. Ich bin mit einem beinahe gleichaltrigen Bruder aufgewachsen und genoss es sehr, jetzt endlich spielen zu können, ohne mich mit ihm absprechen zu müssen. Plötzlich hatte ich mein ganz eigenes Gerät um Videospiele zu spielen und durch das Internet zu surfen. Eine Welt tat sich für mein zwölfjähriges Ich auf. Anfangs installierte ich mir einige Spiele, die ich bereits bei anderen Leuten gesehen oder ausprobiert hatte. Spore und Minecraft waren die ersten Schätze meiner Neuanschaffung.

Mit dieser Grafikkarte würde ich gerne meinen PC aufrüsten

Einige Jahre verbrachte ich mit diesem Laptop, spielte technisch weniger anspruchsvolle Spiele und browste durch obskure Internet-Foren. Was ich nicht wusste: Ein günstiger Laptop hat nicht die Leistung, die man für die neuesten und besten Spiele braucht. Es dauerte nicht lang und ich wurde immer vertrauter mit der Videospiel- und PC-Szene. Langsam begriff ich, dass dieser PC auf dauer nicht ausreichen würde um meine Lust auf Spiele zu befriedigen.
An meinem 16. Geburtstag beschloss ich dann, dass ein richtiger Tower-PC her musste. Von einem Freund hatte ich in der Schule gehört, dass man sich diesen am besten selber zusammenbaut. So sparte man angeblich Geld und konnte obendrein genau das kriegen, was man brauchte. Also wünschte ich mir einen Beitrag von all meinen Verwandten und sparte genug zusammen, um einen (damals) ziemlich leistungsstarken PC zu bauen. Die Einzelteile suchte ich mir im Internet zusammen, erkundigte mich in Foren und bei Hardware-Tests. Nach viel mühsamer Recherche und dem Zusammenbauen hatte ich dann endlich mein neues Baby.

Und dieser selbe PC steht auch heute noch bei mir im Zimmer. Über die Jahre konnte ich ganz einfach defekte oder veraltete Einzelteile austauschen, statt gleich einen ganzen neuen PC kaufen zu müssen. Doch mein damaliger Gaming-PC ist längst nicht mehr nur das. Ich habe mein Zimmer so eingerichtet, dass mein PC zwischen Bett und Schreibtisch positioniert ist. An der Wand vor meinem Bett hängt ein großer Fernseher, auf meinem Schreibtisch stehen zwei kleinere Computer-Bilschirme. Wenn ich ganz normal und klassisch am PC ein Spiel zocken will, kann ich mich an den Schreibtisch setzen, die Maus und die Tastatur verwenden und an meinen Bildschirmen spielen, so wie viele von euch es sicherlich auch tun. Wenn ich im Internet surfe oder für meine kreativen Projekte zeichnen oder Bilder oder Videos bearbeiten muss, kann ich das jetzt ebenfalls.
Doch was, wenn ich die gemütlichere, geselligere Athmosphäre einer Heimkonsole genießen möchte? Ich habe alle Spiele, die ich mag auf Steam und hänge an der Grafik und einfachen Bedienung meines PCs, daher kaufe ich mir sicher keine Xbox oder Playstation. Stattdessen verbinde ich den PC einfach über ein HDMI-Kabel mit meinem Fernseher und benutze diesen als Bildschirm. Jetzt können Freunde vorbei kommen und mit Steams Big-Picture Modus und einigen angeschlossenen Controllern geht die Action los. So spielen wir häufig Couch-Coop-Spiele zusammen und können dabei gemütlich im Bett oder auf Sesseln sitzen. Fühlt sich ganz genauso an, als wenn wir auf einer Konsole spielen würden.

Wenn die Freunde dann nach Hause gegangen sind, oder wenn meine Freundin bei mir übernachtet, kann ich über Netflix, Amazon oder Youtube einfach auf dem Fernseher meine Lieblings-Filme, -Serien und -Videos gucken. Einfach und unkompliziert. Doch das selbe Gerät kann noch mehr: Wenn ich mein Zimmer nach dem Zocker-Abend aufräumen will, mache ich mir einfach Musik über Spotify auf dem PC an. Die läuft dann über meine Boxen oder den Lautsprecher des Fernsehers, ich brauche also keine Musikanlage oder ein Radio.
Das sind die hauptsächlichen Funktionen die ich persönlich nutze, doch mit dem richtigen Wissen und ein bisschen Kniffeln könntet ihr sogar noch viele weitere Tricks aus eurem PC zaubern.

Ich brauche keine Konsole, keine Musikanlage, kein Kabelfernsehen und kein kompliziertes Set-Up, um alle meine Medien mit Leichtigkeit zu genießen. Und so wurde mein PC von damals zur multifunktionalen Media-Station.

Was ist mit euch? Spielt ihr überhaupt auf dem PC, oder ist euch die Einfachheit einer Konsole lieber? Denkt ihr, es lohnt sich in einen PC zu investieren, wenn man damit so viel kann, oder ist euch die Versatilität dieser Option sowieso relativ egal?

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