Das Ding aus einer anderen Welt: Wo ist ein zweiter Teil?

(Kolumne)

von Daniel Kirschey (16. Januar 2018)

Vor 16 Jahren erschien ein Spiel auf dem Markt, über das ich mich als Fan des Films überaus gefreut habe: Das Ding aus einer anderen Welt. Heute ist es mir wieder eingefallen. Das liegt vor allem daran, dass heute der Kult-Regisseur des Films John Carpenter 70 Jahre alt geworden ist. Der Großmeister des Horrorfilms begeistert mit Das Ding aus dem Jahr 1982 noch heute Horror-Enthusiasten. Logisch, dass dies auch in einem Spiel funktioniert.

Doch warum gibt es eigentlich keinen zweiten Teil des Spiels - oder wegen mir sogar ein Reboot. So im Nachhinein hätte sich das zum Prequel The Thing von 2011 doch angeboten. Leider ist nichts draus geworden. Warum ich noch ein Spiel im "Das Ding"-Universum haben will? Weil mich der Film seit dem ersten Anschauen nicht mehr losgelassen hat. Das Spiel schafft es, das Gefühl, welches der Film vermittelt, gekonnt rüberzubringen. Denn Kern des Films und des Spiels sind nicht unbedingt die Monster, das Alien, sondern Misstrauen und Angst.

Auch wenn das Spiel Das Ding spielerisch hinter den großen Klassikern wie Silent Hill und Resident Evil zurückbleibt, bedient es ein Element, das ich so aus wenigen Spielen kenne: Pures Misstrauen. Diese komplette Unsicherheit, wem ich trauen kann und wer noch wirklich Mensch ist. Die Intensität des Gruselns steigt für mich dadurch, dass das Treffen auf einem Menschen im Spiel nicht Sicherheit und Dialoge bedeutet.

Meist ist es doch so: Trefft ihr in einem Spiel auf einen menschlichen Nicht-Spieler-Charakter, friert die Welt um euch herum mehr oder weniger ein und ihr könnt euch unterhalten. Feinde sind meist klar markiert. In Das Ding wisst ihr aber nie, ob eine Person sich gleich in ein abscheuliches Ungheuer verwandelt. Um das herauszufinden, stellt euch das Spiel Bluttests - wie im Film - zur Verfügung.

Die Entwickler Computer Artworks haben dabei ein ganzes Angst- und Vertrauenssystem um die einzelnen Team-Mitglieder und Soldaten, auf die ihr trefft, geflochten. Nicht nur ihr wisst nicht, ob ihr neu angetroffenen Menschen trauen könnt, auch diese sind sich bei euch nicht ganz sicher. Die Anzahl der Bluttests sind beschränkt. Nicht immer setzt ihr sie bei den "richtigen" Figuren ein. Zudem besteht immer die Möglichkeit, dass sich eure Team-Mitglieder in Kämpfen infizieren und später vewandeln. Das hält die Spannung konstant oben.

Auch wenn ich heute noch das Spiel dank der Abwärtskompatibilität auf der Xbox 360 zocken kann, frage ich mich, warum es noch keinen neuen Teil dazu gibt. Denn das Universum und die Grundbedingungen würden sich perfekt als Spielmechanik anbieten.

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Tags: Horror  

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