Wie Katzen mein Leben als Gamer verändert haben

(Kolumne)

von Daniel Kirschey (18. Januar 2018)

Beef macht ... Beef-SachenBeef macht ... Beef-Sachen

Ja, zugegeben, die Überschrift klingt jetzt danach, dass hier ganz süße Geschichten stehen werden, es uns allen warm ums Herz wird. Vielleicht ist das auch der Fall für einige. Der Grund für dieses Stück Geschriebene ist ganz einfach: Für mich ist das komplett neu. Außerdem will ich auch wissen, wie es bei euch ist.

Die meiste Zeit meines Lebens habe ich ohne Haustiere verbracht. Als Kind mal Meerschweinchen gehabt, als Jugendlicher die obligatorische Ratte, die irgendwann an Krebs eingegangen ist. Hunde oder Katzen hatte ich nie. Als ich dann vor ein paar Monaten in einen Haushalt mit zwei Katzen eingezogen bin, stand ich auf einmal vor Problemen. Eigentlich hätte ich mir sie schon von vornerein denken können. Einige Probleme sind lustig, andere auch nervig.

Der etwas - nennen wir es: "anstrengendere" Kater der beiden heißt Beef. Weil er immer Beef macht. Wirklich. Habe ich früher beim Zocken mir um fast nichts anderes Gedanken gemacht als zu zocken, bin ich heute auf der Hut. Beef liebt Kabel. Keine Ahnung, ob das für eine Katze oder einen Kater normal ist. Aber wenn Beef ein Kabel entdeckt, kaut er genüsslich drauf rum. Nicht nur, dass es für das Kabel ganz und gar schädlich ist - handelt es sich um ein Stromkabel, kann der kleine Mann auch einen Schlag abbekommen oder etwas verschlucken.

Das würde bedeuten: Panik, Stress, Aufregung, Tierarzt und eine gesalzene Rechnung, die allen Luxus für die nächsten paar Monate raubt. Ich habe mir so einen Nacon-PS4-Controller zugelegt gehabt. Während ich zocke, achte ich immer mit einem Sinn darauf wo Beef ist. Scheuche ihn weg - so nett es geht. Manchmal gelingt das nicht und er schleicht sich hinter der Couch an - dann habe ich mal wieder ein paar mehr Bissspuren im Kabel, fluche und bin froh, wenn es noch funktioniert und Beef auch heil ist.

Ein anderes Problem: The End is Nigh. Auch bei anderen Spielen passiert das, aber bei The End is Nigh, in dem ihr im Grunde einen kleinen schwarzen Punkt steuert, am meisten. Ihr könnt es euch schon sicherlich denken: Beef sitzt vor dem Fernseher, sieht den kleinen schwarzen Klumpen Ash, der sich von links nach rechts bewegt, nimmt Anlauf und beginnt, am Fernsehbildschirm herumzukratzen. Das erste Mal bin ich in Panik verfallen. Zum Glück hält der Bildschirm die Krallen aus - das weiß ich aber erst jetzt und ich weiß nicht, wie lange noch. Mit Beef ist jede Spielrunde ein kleines Abenteuer.

Der andere Kater, Emmett, liegt faul in einer Kissenkuhle und schaut sich das genüsslich aus der Entfernung an. Wenn Beef der Narr ist, ist Emmett der Prinz und lacht sich über meine Aufregung schlapp. Gut, auch er kann ganz schön ins berühmte Bockshorn jagen. Wenn er, weil ich zu viel auf den Bildschirm starre, zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, übt er sich in klassischen Taktiken: "Du willst doch bestimmt nicht, dass ich jetzt diesen Becher umwerfe?" Schon knallt das volle Glas auf den Boden. Wasser, Saft oder Bier spritzt über den Teppichboden. Ich schreie laut "Emmett" - ja, da hat er dann seine Aufmerksamkeit.

Seitdem ich mit zwei Katern zusammenwohne, ist zocken - ja - "actionreicher" geworden. Wie ist es bei euch? Wer von euch hat Haustiere, die auch in euer Spielerlebnis auf die eine oder andere Art merkbar eingreifen?

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