Monster Hunter World: Handlung - muss das sein?

(Kolumne)

von Daniel Kirschey (22. Januar 2018)

Normalerweise läuft das ungefähr so ab: Ich komme beispielsweise mit einer Karawane in ein größeres Lager. Der Karawanenführer spricht mich an und gewährt mir Eintritt in seine Gilde, schickt mich auf die erste Jagd. So gut wie nichts wird erklärt, die Handlung ist marginal und innerhalb von 20 Minuten schlachte ich ein Monster ab.

Wer solch einen Einstieg auch in Monster Hunter World erwartet, wird eines Besseren belehrt. Es war für mich schon ein bisschen merkwürdig: Der Anfang erinnert eher an den Beginn von The Elder Scrolls 5 - Skyrim oder Fallout 4. Alles beginnt mit einem Einführungsfilm. Auf einem Schiff wandere ich in der Ego-Perspektive in einen Raum voller Jäger, setze mich an einen Tisch und werde angesprochen. Ich soll mich vorstellen - das löst die Charaktererschaffung aus.

Wie in allen guten japanischen Rollenspiel geht das Schiff dann unter. Zwischensequenz reiht sich an Zwischensequenz - von kleinen Spielabschnitten mit Steuerungshinweisen durchsetzt. Es ist wahr. Monster Hunter World ist nicht mehr die kleine nischige Perle, in der Hardcore-Zocker versinken. Monster Hunter World will mehr sein und eine Handlung bieten. Und wisst ihr was? Mir gefällt's. Die Handlung und die Zwischensequenzen treiben mich weiter, binden mich mehr ans Spiel. Noch habe ich zwar nicht alles vom Spiel gesehen - wohl noch lange nicht - aber das meiste ist gleich geblieben.

Die Kämpfe sind immer noch herausfordernd, die Art und Weise, wie ihr eure Rüstungen verbessert, ist wie früher, das Spielgefühl ist da - es ist einfach nur mehr hinzugekommen. Keine Angst, nur die Einführung ist so videolastig. Sobald ihr im Lager in der neuen Welt angekommen seid und ihr euch eingerichtet habt, nehmt ihr Aufgaben an und geht auf Monsterjagd wie ehedem. Doch die Handlung schafft es, dass sich Monster Hunter World über Strecken nicht so extrem "grindig" anfühlt. Auch wenn der Kern des Ungeheuer-Abenteuers gleich geblieben ist, fühlt sich das Spiel neu, frisch und anders an.

Wie gesagt, es ist schon merkwürdig in einem "Monster Hunter"-Spiel so viel Handlung abzubekommen. Knauserten die älteren Teile doch gehörig damit. Das Schöne ist jedoch, dass sich die Handlung im Spiel nicht fehl am Platz anfühlt. Alles ist aus einem Guss. Genau das schafft es wiederum, dass ich schon in den ersten paar Spielstunden, eine unglaubliche Motivation habe. Auf dem 3DS ist Monster Hunter richtig gut. Immer mal wieder eines der Ungeheuer zu plätten, perfekt für eine mobile Konsole. Für den großen Fernseher - und ich spiele es auf der PS4 Pro mit HDR und 4K - wächst Monster Hunter durch die Geschichte umso mehr. Mein Spielen hat sich dadurch komplett verändert. Auf dem 3DS habe ich Monster Hunter eher "episodisch" gespielt. Auf der PS4 löst sich das bei mir auf. Es ist alles anders und doch gleich.

Ich bin erst drei Stunden im Spiel drin. Bislang kommt von meiner Seite also nur dieser kleine Einblick. Unser Tester ist aber schon kräftig am Zocken und wird euch hier auf spieletipps demnächst einen vollen Test bescheren. Haltet also die Augen offen!

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