Vorschau Surviving Mars: Aufbau-Sim trifft auf Sci-Fi-Mysterien

von Micky Auer (Freitag, 02.02.2018 - 09:00 Uhr)

Aufbau-Simulationen standen mal so hoch im Kurs, dass jede neue Veröffentlichung ein garantierter Hit war. Dann wurde es still. Diese Stille wird seit einiger Zeit aber wieder durchbrochen. Surviving Mars könnte bald mit dafür verantwortlich sein.

Mögt ihr eure Aufbau-Simulationen komplex? Dann seid ihr bei Surving Mars genau richtig. Und zwar unabhängig davon, ob ihr lieber auf PC, PlayStation 4 oder Xbox One spielt. Denn das jüngste Werk des bulgarischen Entwicklers Haemimont Games (bestens bekannt durch die Tropico-Reihe) kommt gleich für alle drei Plattformen auf den Markt.

Im Zuge einer Pressevorführung durften wir bereits vier Stunden lang Hand an die PS4-Version legen und uns im Spiel beweisen. So ganz überzeugend haben wir uns dabei nicht angestellt. Das ist zu einem großen Teil unsere eigene Schuld, zu einem kleine Teil die des Spiels selbst. Denn gerade anfangs waren viele Spielelemente und Funktionen nicht eindeutig oder klar nachvollziehbar.

Auch hat sich gezeigt, dass sich die an die gängigen Controller angepasste Steuerung öfter mal als gewöhnungsbedürftig erweist. Es sei jedoch betont, dass die Kritik daran bereits hier endet. Denn "gewöhnungsbedürftig" heißt noch lange nicht "schlecht". Gerade über einen längeren Zeitraum hinweg wird sich hier vermutlich ein Gewöhnungseffekt einstellen, der dieses vermeintliche Manko auslöscht.

Außerdem präsentiert sich der Aufbau-Überlebenskampf auf dem Mars außerordentlich hübsch und bringt neben vielen klassischen Elementen auch noch einige Überraschungen mit ins Spiel. Aber schön der Reihe nach.

So weit - so klassisch

Anfangs scheint das Spiel wie ein Musterbeispiel aus dem Baukasten für klassische Aufbau-Spiele zu sein, und zwar in Richtung einer Wirtschaftssimulation gehend. Eure Hauptaufgabe besteht im Abbau ausreichend umfangreicher Ressourcen auf dem Mars. Was dort nicht zu finden ist, sollt ihr auf der Erde bestellen und per Rakete liefern lassen. Die Arbeiten werden von menschlichen Arbeitskräften bestritten. Ihrer Natur entsprechend brauchen sie ein Dach über dem Kopf, Wasser, Nahrung und Luft zum Atmen. So weit - so klassisch und bekannt.

Eine florierende Siedlung auf dem Mars könnte so aussehen.Eine florierende Siedlung auf dem Mars könnte so aussehen.

Wichtig zu erwähnen ist der Umstand, dass das Mars-Szenario nicht einfach so erdacht wurde. Dem Spiel zugrunde liegen Wirtschaftsforschungen, die sich bereits mit der nötigen Infrstruktur und der Versorgungslage für ein Leben auf dem Mars beschäftigt haben. Dazu kommen natürlich auch soziale Strukturen, die sich auf ein Zusammenleben von Menschen iin begrenzten Lebensräumen auswirken können.

So sehr das Spiel also nach Science Fiction klingt, so wenig weit scheint dieses Konzept mittlerweile von der Realität entfernt zu sein. Gut, bis zu einer Besiedelung des Mars wird noch einige Zeit vergehen, aber allein der Umstand, dass ich Experten bereits den Kopf darüber zerbrechen, was dafür nötig sein könnte, zeigt, dass wir uns nicht mehr im Bereich reiner Fiktion bewegen.

Was die erwähnte soziale Komponente betrifft: All die kleinen, wuselnden Menschen auf dem Mars haben jeweils einen eigenen Namen sowie eine Anzeige für ihre Zufriedenheit. Im besten Fall ist diese Anzeige gut gefüllt, ansonsten kann es nämlich passieren, dass sie dem Mars den Rücken kehren und per Rakete wieder in die alte Heimat auf der Erde zurückkehren. Noch schlimmer: Sie werden depressiv und suizidgefährdet. Wenn das geschieht, hat das direkte Auswirkungen auf die Moral der gesamten Siedlung.

Kurzum: Haltet eure Mars-Siedler bei Laune! Hilfreich sind dabei die Eigenschaften und Attribute, die jeder Bewohner mitbringt. So zum Beispiel Nerd, Melancholic, Gamer oder Celebrity. Richtig: Auch Stars und Sternchen sind auf dem Mars willkommen. Diese sind für ein glückliches Leben auf einem fernen Planeten sogar recht wichtig, denn je mehr Stars sich auf dem Mars ansiedeln, desto attraktiver wird der Lebensraum für Erdbewohner.

Die Sache mit den mysteriösen Würfeln

Bis hierher sieht alles sauber, stimmig, durchaus interessant - aber auch ein wenig altbekannt aus. So richtig innovativ ist das Konzept trotz aller Liebe zum Detail in seiner grundlegenden Form nicht. Das scheint auch dem Entwickler-Team bewusst zu sein, daher haben sich die Damen und Herren noch eine äußerst mysteriöse Komponente einfallen lassen.

Mysteriös und geheimnisvoll: Was ihr mit den unvermittelt auftauchenden Würfeln macht, bleibt euch überlassen.Mysteriös und geheimnisvoll: Was ihr mit den unvermittelt auftauchenden Würfeln macht, bleibt euch überlassen.

Neben der so realitätsnah wie nur möglich gehaltenen Besiedelungs-Mission wählt ihr zu Beginn eines Durchlaufs eines von mehreren Mysterien. Dabei handelt es sich um diverse Szenarien, die - entgegen der Hauptmission - ins Fantastische abgleiten. Das sorgt nicht nur für Auflockerung sonderng gestaltet auch den Spielablauf interessanter (sofern ihr nicht von den zufällig eintretenden Naturkatastrophen dahingerafft werdet).

Zu den Mysterien gehören zum Beispiel die verrückten Würfel. Nach einigen Stunden im Spiel geschieht plötzlich etwas. In diesem Fall landen sich drehende Würfen in der Nähe eurer Siedlung. Woher sie kommen, was sie wollen ... das bleibt einstweilen ungeklärt. Aber was macht man als Mensch auf einem fremden Planeten, wenn plötzlich ein solches Ereignis eintritt? Erforscht man die Würfel? Sperrt man sie weg oder zerstört man sie besser gleich? Wie ihr euch entscheidet, bleibt euch überlassen. Aber die Bevölkerung eurer Siedlung wird auf diese Entscheidung reagieren. Die Würfel übrigens auch ...

Es gibt da noch ein mysteriöses Szenario, in dem eine große, schwarze Tafel aus dem All auf dem Mars landet. Woher diese Inspiration kommt, ist nicht schwer nachzuvollziehen. Schaut euch mal die Filme 2001 und 2010 von Stanley Kubrick an. Nun, das macht die Sachen nicht weniger mysteriös ...

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