Rust

Die unglaubliche Geschichte, wie ich in Rust eine Religion gegründet habe - Seite 2 (Kolumne)

Der Rest des Servers wird auf uns aufmerksam

Es dauerte nicht lange, bevor die anderen Bewohner des Servers auf uns aufmerksam wurden. Denn unsere neu gegründete Religion verlieh uns Kraft und Stärke. Wir waren der Meinung, dass der eiserne Vogel aus dem unbekannten Wolkenreich uns seinen alleinigen Segen gegeben hatte. Als eine Art Parodie der echten Religionsgeschichte, gingen wir auf Kreuzzüge und jeder Krieg war geheiligt. Denn wir hatten entschieden, dass alle Airdrops, die auf der Karte landeten, Eigentum der Kirche des Drops waren. Fand also ein Spieler einen Drop, dann dauerte es nur wenige Minuten, bis unser Duo zur Stelle war um ihn zu richten. "Halt, Fremder!" verkündeten wir in solchen Situationen. "Ihr bedient euch unbefugt am Eigentum der Kirche. Geht hinfort, bevor wir euch niederzwingen, mit unseren geheiligten Waffen!" Einige Spieler mussten wir töten und ausrauben, doch die meisten Spieler waren von unserem Auftreten dermaßen perplex, dass sie uns einfach in Ruhe ließen.

Mit einem Fernglas lässt sich wunderbar nach Aidrops Ausschau halten.
Mit einem Fernglas lässt sich wunderbar nach Aidrops Ausschau halten.

Irgendwann wurde der Admin des Servers auf unsere Taten aufmerksam. Als Besitzer des Servers hatte er Zugriff auf allerlei Cheats wie Unsterblichkeit und die Kraft sich zu teleportieren. Zum Glück war er ein echt netter Typ. Er flog zu unserer Basis und wir stellten uns vor. Die Idee mit dem Drop-Gott und der Kirche gefiel ihm außerordentlich gut und er lachte sich kaputt über die Geschichten, die wir ihm zu erzählen hatten. Er entschied, uns in unserem Vorhaben unterstützen zu wollen und schenkte uns eine Tonne Holz und Stein, denn wir wollten eine Kirche bauen. Die Kirche des Drops sollte ein Ort des Friedens sein, außerhalb unseres Lagers, wo alle Bewohner des Servers zusammenkommen konnten, um dem Drop-Gott demütig zu huldigen. Mit dem Segen unseres neuen, mächtigen Verbündeten und einer ganzen Kiste voller Materialien machten wir uns noch am selben Tag an die Arbeit.

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First Day

Die glorreiche Kirche des Drops

Also bauten wir eine Kirche. Es dauerte mehrere Tage, doch am Ende war sie wundervoll. Diese Kirche ist bis heute das größte Bauwerk, dass ich je in Rust errichtet habe. Glaubt mir, wenn ich sage, dass so ein Projekt in Rust wesentlich schwerer als in Minecraft ist. Doch nach getaner Arbeit konnten wir stolz unser Bauwerk betrachten.

Ungefähr so (nur besser) sah unsere Kirche aus.
Ungefähr so (nur besser) sah unsere Kirche aus.

In den nächsten Tagen und Wochen kannte irgendwann so ziemlich jeder auf dem Server unsere Religion und Kirche. Wir bekamen mit, dass eine Gruppe von anderen Spielern unser Lager zerstören wollte, um unserer Tyrannei ein Ende zu setzen. Also packten wir die Taschen voll C4 und schlichen uns nachts zu ihrem Lager. Die Position ihres Lagers wurde uns von einem anderen Spieler verraten, welcher sich als Anhänger unserer Kirche sah. Dort angekommen sprengten wir uns durch die Mauern und luden unsere Inventare mit allen wertvollen Gegenständen voll, die wir tragen konnten. Alles was nicht mehr in unsere Taschen passte, schmissen wir auf den Boden, damit es despawnen würde, bis die anderen Spieler zurück kamen. Schlussendlich hingen wir noch ein großes Schild an die Wand ihres Zimmer, auf das wir trocken schrieben: "Beschlagnahmt von der Kirche". Diese und weitere Gräueltaten verschafften uns einen Namen auf dem Server. Einmal sind wir eine Stunde lang einem Spieler mit einer Gitarre hinterhergerannt und haben ihn mit schrecklichen Tönen gefoltert, weil er unseren Gott nicht anerkennen wollte. Damit gehöre ich wohl zu den nervigsten Trolls in Rust. Viele fanden uns wohl asozial, aber das war es mir wert. Denn so viel Spaß wie als Priester des Drop-Gottes hatte ich lange nicht mehr in einem Videospiel. Ein großer Dank dafür gebührt selbstverständlich auch meinem Bruder, ohne den dieser Wahnsinn nie statt gefunden hätte.

Was haltet ihr von meiner Erzählung? Sind wir zu weit gegangen oder ist alles erlaubt im Krieg und der Liebe - und Rust? Sicher habt ihr selber auch solche abgefahrenen Geschichten, die ihr mit anderen teilen wollt. Schreibt sie doch in die Kommentare, wir lesen sie gerne.

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