Grinden ist die reinste Entspannung - glaubt es!

(Kolumne)

von Daniel Kirschey (02. Februar 2018)

Es gibt so viele Spiele, bei denen sich die meisten von euch einig sind: Die sind schei** - weil ihr ständig das Gleiche macht. Das ewige Grinden geht den meisten so richtig auf den Sack. Das war ein großer Kritikpunkt an Destiny. Einige kritisieren auch die Diablo-Serie dafür. Ich - ja, ich mag Grinden. Und zwar, weil es eine Tätigkeit ist, die mich ungemein entspannt. Deshalb kommt für mich Monster Hunter World auch genau richtig.

Monster Hunter World: Januar Trailer

"Immer wieder das Gleiche tun - wie kann das nur entspannen?", fragt ihr euch wohl. "Macht dich das nicht irgendwann kirre, langweilt es dich nicht oder macht dich sogar aggressiv?" Nein, denn wie es auch vielen anderen Spielern geht - denn ich bin schließlich nicht der einzige, der Grinden mag - motiviert mich zum einen die Progression meines Charakters. Jede Wiederholung, die ich vollziehe, bringt meinen Charakter ein paar Level höher, schaltet neue Fähigkeiten frei, verbessert Ausrüstung und Waffen oder bringt mir neue Beute ein. Dann fängt alles wieder von vorne an und die Monster werden stärker oder ich brauche neue Strategien für neue Ungeheuer.

Die Jagd nach immer besserer Ausrüstung und dem nächsten Level motivieren mich. Dann kommt noch etwas hinzu, was mit dem eigentlichen Spiel gar nichts zu tun hat: Für die ständige Wiederholung brauche ich nicht viel Hirnenergie. Nach einem arbeitsreichen Tag ist dies genau das, was ich brauche. Um die bessere Ausrüstung in Monster Hunter World zu bekommen, stelle ich mich mehrmals beispielsweise dem Großen Jagra entgegen - irgendwann habe ich den Dreh raus. Statt angespannt vor dem Bildschirm zu sitzen, entspanne ich mich.

Immer wieder habe ich Gegner in Destiny niedergemacht

Die nicht genutzte volle Aufmerksamkeit lasse ich dann meistens einem Hörbuch oder Podcast zukommen. Was habe ich während meiner Destiny-Zeit Hörbücher verschlungen und Strikes absolviert. Ich versinke in der Geschichte, lasse locker und nebenbei steige ich im Level auf oder bekomme bessere Ausrüstung. Wer jetzt denkt, dass ich dann das Spiel nie richtig mitbekomme, liegt falsch. Denn beim ersten Mal widme ich dem jeweiligen Spiel immer meine vollkommene Aufmerksamkeit. Erst, wenn ich anfange zu grinden, kommen Hörbücher dazu.

Mit der Zeit kann einen die ewigen Wiederholungen in einen - ja, fast meditativen Zustand bringen. Probiert es einfach mal aus, wenn ihr nicht schon von vorneherein wisst, dass es gar nichts für euch ist. Ich lasse dabei richtig die Seele baumeln.

Wie ist es bei euch - grindet ihr gerne und hört dazu möglicherweise auch Podcasts oder Hörbücher? Oder hasst ihr es wie die Pest immer wieder das Gleiche zu tun? Dann schreibt es uns doch einfach mal in die Kommentare.

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