Alles, was ich mit Minecraft angestellt habe, außer es zu spielen

(Kolumne)

von Maximilian Stulle (05. Februar 2018)

Minecraft kennt ihr. Habt ihr sicher auch schon mal gespielt. Doch mit Mojangs Erfolgshit aus dem Jahre 2009, der sich bis heute großer Beliebtheit erfreut, kann man viel mehr machen, als ihn bloß zu spielen. Ich erzähle euch von den Dingen, die ich gemacht habe, um Minecraft noch besser zu machen.

Ressourcenpaket selber machen

Früher hießen Ressourcenpakete noch Texturenpakete, da war nichts mit alternativen Block-Modellen. Ein Ressourcenpaket für Minecraft ist im Grunde eine Sammlung von Spieltexturen, Sounds, Musik, Schriften und 3D-Modellen, die eurem Spiel einen neuen Schliff geben. Mittlerweile gibt es Ressourcenpakete, die euer Spiel so radikal verändern, dass ihr es eventuell gar nicht mehr wiedererkennt, doch als ich mit Minecraft angefangen habe, war die Welt eine simplere.

Mit einem Ressourcenpaket können mittlerweile detaillierte und wunderschöne alternative 3D-Modelle für Blöcke erstellt werden. Früher gab es so etwas nicht.Mit einem Ressourcenpaket können mittlerweile detaillierte und wunderschöne alternative 3D-Modelle für Blöcke erstellt werden. Früher gab es so etwas nicht.

Solch detaillierte Sachen wie im oberen Bild konnte man früher aber noch nicht machen. Um meine Spielerfahrung zu verbessern und gleichzeitig etwas über den Aufbau von Videospielen und Pixelart zu lernen, habe ich mehrere Texturenpakete erstellt, für die ich alle Grafiken selbst gezeichnet habe. Diese Texturenpakete habe ich dann an meine Freunde geschickt, so dass wir alle zusammen mit den von mir gezeichneten Texturen spielen konnten. Einige Blöcke, die im Spiel nur selten verwendet werden, habe ich damals mit ein paar Überraschungen geschmückt, die mich und meine Freunde beim Spielen zum Lachen bringen konnten oder einfach interessanter waren, als die Standard-Texturen. Wenn ihr selber nicht die Zeit oder Geduld habt, um ein eigenes Ressourcenpaket zu erstellen, was ja heute auch viel mehr Arbeit ist, habt ihr im Internet eine riesige Auswahl an Paketen von anderen Nutzern, die kostenlos zur Verfügung stehen.

Mods und Modpacks erstellen und kurieren

Es ist tatsächlich gar nicht so unheimlich schwierig eine einfache Mod für Minecraft zu programmieren. Gerade Tools wie MCreator und Forge sind für Anfänger und Experten eine große Hilfe. Ich habe mit ein wenig Übung zum Beispiel eine Mod erstellt, die einen Mumien-Mob in der Wüste "spawnen" lässt, welcher Gold und Papyrus, der eine Alternative zu Papier ist, fallen lässt. Wer sich die Zeit nimmt, die Modding-Gemeinschaft von Minecraft kennen zu lernen, dem tut sich eine Welt voller Möglichkeiten auf. Minecraft ist so simpel, dass ihr mit der richtigen Idee ein vollkommen neues Spiel darauf machen könnt.

Mit Mods wie der Mo'Creatures Mod könnt ihr neue Monster in eure Spielwelt einführen.Mit Mods wie der Mo'Creatures Mod könnt ihr neue Monster in eure Spielwelt einführen.
Selbst komplizierte Fabriken und Maschinen, die euer Crafting für euch automatisieren sind möglich.Selbst komplizierte Fabriken und Maschinen, die euer Crafting für euch automatisieren sind möglich.

Wenn ihr aber keine Lust habt, eure eigene Mod zu entwickeln, findet ihr online natürlich eine gigantische Auswahl an Allerlei-Mods für Minecraft. Zu empfehlen sind auch ganze Mod-Pakete, damit ihr eine perfekt abgestimmte Sammlung direkt übernehmen könnt. Diese einfache Änderung bringt euch tausende zusätzliche Stunden an Spaß.

Einen eigenen Server erstellen

Als ich noch aktiv jeden Tag mit Freunden Minecraft gespielt habe, machte es für uns Sinn, einen eigenen Ort zu haben, an dem wir die Regeln bestimmen konnten und uns nicht mit lästigen anderen Spielern oder obskuren Regeln plagen musten. Also habe ich damals einen eigenen Server bei einem Anbieter im Internet gemietet. Für 60 Euro im Jahr konnten bei uns bis zu acht Spieler auf der Welt gleichzeitig spielen, und das den ganzen Tag. Dieser Server hat uns so viel Freude bereitet. Mit sogenannten Plugins kann man auch hier die Standard-Minecraft-Erfahrung modifizieren. Zwar meistens nicht so extrem wie bei einer Mod, aber dennoch substanziell. Während unserer goldenen Minecraft-Ära, in der wir wirklich täglich stundenlang gespielt haben, erstellten wir mehrere Welten auf meinem Server und bauten gigantische Städte und Welten. Nach einer Zeit fühlt sich ein gut kurierter Minecraft-Server wie eine eigene kleine Gemeinde an, mit Nachbarn und Abenteuern, die man gemeinsam mit seinen Freunden erlebt hat.

Ein Shaderpaket installieren

Zwar habe ich schon über Mods geredet, aber Shader sind doch noch einmal ein bisschen was anderes. Anders als die meisten Mods sind diese nämlich absolut nur kosmetisch und lassen sich beispielsweise auch auf Servern in Vanilla-Minecraft verwenden. Im Grunde fügt ein Shaderpaket realistische und wunderschöne Beleuchtungs- und Rendering-Optionen in euer Spiel ein. Mit einem Shader sieht das Spiel gleich viel schöner aus, doch vorsichtig bei verdächtig aussehenden Download-Links und rechnet mit einem Verlust an FPS.

So schön kann Minecraft mit Shadern aussehen.So schön kann Minecraft mit Shadern aussehen.

Videos machen

Ja, auch ich war mal einer von den verhassten Minecraft-"Let's Playern". Allerdings mehr so wie The Yogscast, also mit Fokus auf coole Modpacks mit Freunden. Mit Let's Plays habe ich dann aufgehört, weil es davon einfach echt zu viele auf YouTube gibt. Videos zu Minecraft könnt ihr trotzdem immer noch machen. Ob ihr jetzt eine Song-Parodie, eine Tour durch euren Server oder ein Tutorial macht, ist euch natürlich selbst überlassen. Auf jeden Fall wäre das noch eine weitere Möglichkeit, den letzten Rest an Spaß und Zeit aus diesem Spiel zu quetschen.

Also, was haltet ihr von diesen Möglichkeiten? Alle schon gemacht, oder könntet ihr euch vorstellen, dass ihr jetzt doch noch einmal das Spiel startet und ganz neu loslegt?

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