Mal unter uns: Dead Space 3 ist doch geil

(Kolumne)

von Maximilian Stulle (07. Februar 2018)

Ich bin ein großer Fan von Geschichten über kosmischen Horror. H. P. Lovecraft und John Carpenters The Thing kommen einem da sofort in den Sinn. Auch Ridley Scotts Alien-Filme sind ein wunderbares Beispiel für solche Erzählungen. So, wie die Videospiel-Reihe Dead Space zusammen mit seinen Nachfolgern Dead Space 2 und Dead Space 3 in diese Kategorie zählt. Das Problem ist, dass viele Spieler mit den letzteren zwei Teilen, wovon der jüngste 2013 veröffentlicht wurde, nicht zufrieden waren. Ich stimme der populären Meinung nicht zu und erkläre euch im Folgenden warum.

In dieser Reihe geht es manchmal etwas kontrovers, dafür aber immer hochgradig subjektiv zur Sache: Wir präsentieren euch unbequeme und unpopuläre Meinungen, die einfach echt mal raus mussten. Denn: Super Mario ist gar nicht so genial wie alle tun, Flappy Bird macht irgendwie echt Laune und wer nur FIFA spielt, ist kein echter Zocker. Also mal unter uns: "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!"

Viel Spaß damit und bitte nicht vergessen: Über Geschmack lässt sich nicht streiten.

Hier findet ihr alle bisher in der Reihe erschienenen Artikel.

Die größte Kritik, die Spieler von EAs "Dead Space"-Trilogie hatten, war der graduelle Fokuswechsel von Horror-Survival zu Action-Horror und letzten Endes fast ausschließlicher Action. Die Implementation von Features wie der Mehrspieler-Modus in Dead Space 3 oder der immer weniger anspruchsvolle Schwierigkeitsgrad ließen viele Fans laut aufschreien. Die neuen Spiele seien nur noch billige Geldfallen, der Versuch Mainstream-Spieler anzusprechen, sei ein Riesenfehler gewesen.

In Dead Space 3 könnt ihr euch zusammen mit einem Freund den Necromorphs entgegenstellenIn Dead Space 3 könnt ihr euch zusammen mit einem Freund den Necromorphs entgegenstellen

Tatsächlich stimmt es, dass Dead Space im Laufe seiner drei Iterationen einen Stimmungswechsel, sowohl in der Erzählweise als auch in der Spielmechanik, durchgemacht hat. Doch ich finde, dass dieser Stimmungswechsel nicht nur angebracht, sondern sogar nötig war. Werfen wir doch einmal einen Blick auf den ersten "Dead Space"-Teil:

Dieses Video zu Dead Space 3 schon gesehen?

Dead Space: perfekter Survival-Horror im Weltraum

Als ich Dead Space zum ersten mal gespielt habe, war es bereits fünf oder sechs Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung in 2008. Damals war ich beschäftigt mit Spielen wie Spore, Left 4 Dead und Prince of Persia, die alle im selben Jahr erschienen sind. Horror im Weltraum hatte ich noch überhaupt nicht auf dem Schirm. Ich glaube, damals hatte ich noch nicht einmal die Alien-Filme für mich entdeckt. Kein Wunder also, dass ich Dead Space erst so viel später gespielt habe.

Im ersten Teil der "Dead Space"-Trilogie befindet ihr euch hauptsächlich auf dem Bergbauschiff USG Ishimura in engen Korridoren und dunklen Räumen. Eure Gegner sind sogenannte Necromorphs, mutierte Menschen, die zu einer Art Alien-Zombies werden. Das Besondere am Kampf ist, dass Isaac Clarke, der Protagonist des Spiels, ein Mechaniker ist. Statt Maschinengewehren und Granaten benutzt ihr deswegen hauptsächlich Arbeitswerkzeug, wie einen Plasmacutter und verschiedene andere nützliche Geräte. Fokus liegt dabei auf dem Abtrennen der Extremitäten der Necromorphs. Ein Kopfschuss wird diese nämlich nicht töten, vielmehr müsst ihr sie immobilisieren. Diese Mechanik sorgt für sehr taktisches Gameplay, was durch die Seltenheit von Munition und Waffen-Upgrades noch unterstützt wird. Den Großteil von Dead Space verbringt ihr deshalb damit, in der dunklen, klaustrophobischen Enge des Schiffs möglichst taktisch eure Gegner auszuschalten, während ihr eure Ressourcen klug und strategisch einsetzen müsst. Das Resultat: Ihr seid jederzeit auf der Hut und habt das Gefühl keinen Fehler machen zu dürfen. Das umwerfende Audio-Design sorgtn für den letzten Rest an unheimlicher Geisterhaus-Athmosphäre.

In Dead Space herrscht eine beklemmende DunkelheitIn Dead Space herrscht eine beklemmende Dunkelheit

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