Assassin's Creed - Origins: Ohne Gegner dafür mit viel Geschichte - so fühlt sich das an

(Kolumne)

von Matthias Kreienbrink (13. Februar 2018)

Assassin's Creed ohne Gegner, ohne Herausforderungen, ohne Aufgaben. Dafür mit jeder Menge Fakten und Daten. Das mag sich befremdlich anhören. Aber wie fühlt sich das an? Ich habe es angespielt und verrate es euch.

Davon gibt es viele: Easter-Eggs und Geheimnisse

Ägyptische Deko, Couscous-Salat, mehrere Anspielstationen. So empfing mich das Event, an dem ich die neue Discovery-Tour von Assassin's Creed - Origins anspielen konnte. Ein ansprechendes Ambiente also, um diesen Modus zu erleben, in dem es ganz um Geschichte gehen soll.

Nicht um die Geschichte von Bayek. Sondern um die Vergangenheit. Genau gesagt um das Ägypten um das Jahr 300 vor unserer Zeit. Besonders interessant: Bei diesem Anspiel-Event waren auch Entwickler und Historiker zugegen, mit denen ich mich unterhalten konnte. Dazu jedoch werdet ihr bald bei uns mehr lesen können.

Was ist diese "Discovery Tour" denn nun? Einfach ausgedrückt handelt es sich um einen Modus, in dem ihr 75 verschiedene Touren mitmachen könnt. Bei jeder dieser Touren könnt ihr einen Aspekt der Geschichte Ägyptens kennenlernen. So erfahrt ihr bei einer Tour etwa, wie die Mumifizierung funktioniert hat. Das wird euch dann anschaulich gemacht an einem digitalen Leichnahm. Dann wieder könnt ihr etwas über den ägyptischen Haushalt lernen, zum Beispiel wie dieser organisiert war.

Voraussichtlich ab dem 20. Februar könnt ihr euch diesen Zusatzinhalt runterladen - kostenlos, wenn ihr das Hauptspiel besitzt. Wenn nicht, dann könnt ihr euch zumindest auf dem PC die "Discovery Tour" einzeln für circa 20 Euro kaufen.

Wenn ihr diesen Modus dann startet, habt ihr die Möglichkeit, die verschiedenen Touren direkt von der Übersichtskarte aus auszuwählen. Dann werdet ihr direkt an die Stelle an der Karte transportiert und könnt dort die Tour starten. Das läuft dann ein wenig so ab wie eine Touristen-Tour an Urlaubsorten. Ihr werdet geführt von einem Leitsystem. Dann bleibt ihr immer wieder an einzelnen Stationen stehen, an denen euch durch Schrift, Sprache und die Figuren ein historischer Gegenstand vermittelt wird. Da jede Tour ein anderes Thema behandelt, könnt ihr durch diesen Modus wirklich etwas lernen. Die Informationen sind dann auch sehr ansprechend aufbereitet, ihr müsst keine Historiker sein, um zu verstehen.

Die Touren können jederzeit abgebrochen werden, sollte euch das Thema doch nicht interessieren. Wenn ihr die Tour beendet habt, seid ihr wieder ganz normal in der offenen Spielwelt.

Und dieser Aspekt ist für mich besonders interessant. Denn nicht nur könnt ihr durch die Discovery Tour historische Fakten erlernen. Auch könnt ihr eine Spielwelt erleben, die ganz ohne Gegner, ohne Herausforderungen, ohne Aufgaben auskommt. Das war für mich beim Anspielen besonders spannend. Diese riesige Welt in aller Ruhe anschauen zu können. Mir die Gebäude, die Personen, die Tiere ganz genau zu betrachten, ohne dabei zu denken, dass mich gleich eine Wache erwischt.

Ich habe auch sofort alles Mögliche ausprobiert. Kann ich immer noch Leute anrempeln? Geht. Reagieren die Tiere auf mich? Teilweise. Aber selbst die Krokodile werden euch nicht mehr angreifen. Vor allem habe ich selbst bei diesem Anspielen gemerkt, dass ich viel mehr auf meine Umgebung achte. Dass ich mir die Zeit nehme, diese Welt wirklich zu erkunden, in ihr unterzugehen, weil ich nur einer von vielen bin und eben nicht diese Spielfigur, die direkt von allen erkannt und gejagt wird.

Kurzum, ich habe nach dem circa einstündigen Anspielen entschlossen, viele Stunden in diesen Modus zu stecken, sobald er veröffentlicht wird. Sicherlich werde ich auch einige dieser Touren mitmachen. Doch vor allem werde ich wohl dieses digitale Ägypten erkunden, ohne dabei gestört zu werden. Das hat was Meditatives.

Dass dieser Modus Videospiele grundlegend beeinflussen könnte, werde ich euch bald in einem Special erklären. Dort werden dann auch die Entwickler und Historiker zu Wort kommen. Schaut doch also wieder vorbei.

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