Ark - Survival Evolved: Die Geschichte von Tonne, der stärksten Frau der Welt

(Kolumne)

von Maximilian Stulle (23. Februar 2018)

Ark - Survival Evolved ist - wie der Titel verrät - ein Survival-Spiel. Eines, das bis zum Rand gefüllt ist mit urzeitlichen Kreaturen jeder Art. Das Abenteuer beginnt für euch ohne Ausrüstung und Nahrung: Ihr startet nackt und befindet euch auf einer einsamen Insel mit einer Vielzahl von Tieren und müsst nun überleben. Da sind Survival-Skills gefragt, der Urzeitjäger muss jagen, sammeln und Gegenstände fertigen, Früchte anpflanzen und eine Behausung bauen. Darüber hinaus könnt ihr zahlreiche Dinosaurier zähmen und dann auf deren Rücken zur Jagd ausreiten.

Wenn ihr keine Lust mehr auf Ark habt, probiert doch mal Rust aus. Das spielt sich sehr ähnlich, nur ohne Dinos

Klingt fantastisch, vorrausgesetzt ihr seid genau so ein großer Fan von Survival-Spielen und Dinosauriern wie ich. Der Fakt, dass Ark mit bis zu 99 anderen Leuten auf einem Server gespielt werden kann, versüßt das Abenteuer für mich nur noch mehr. Doch bevor ich mich in ein solches Mehrspieler-Getümmel stürze, muss ich ein Spiel dieser Größenordnung immer erstmal anzocken. Schließlich will ich nicht komplett fertig gemacht werden, sobald ich einen Server betrete. Daher habe ich mir die letzten Wochen ein wenig Zeit genommen, um mich mit der Welt der Dinosaurier vertraut zu machen. Einige Youtube-Videos und der Wiki hielten mir dabei die nervöse Hand.

Als ich Bilder wie dieses, von einer Diplodocus-Haltestelle sah, wusste ich, dass ich Ark spielen muss.Als ich Bilder wie dieses, von einer Diplodocus-Haltestelle sah, wusste ich, dass ich Ark spielen muss.

Auftritt: Tonne

Nun ging es ans Eingemachte. Genauer gesagt an die Charaktererstellung. Die fällt in Ark jedoch ein wenig eigenartig aus, mit verrückten Optionen, die zur Verfügung stehen. Die daraus resultierenden Spielermodelle sind zwar nicht gerade realistisch, dafür aber umso lustiger. Meine Entscheidung fiel letztendlich auf einen weiblichen Charakter namens Tonne, mit dem Körperbau einer ... nun ja, Tonne.

Etwa so hat Tonne ausgesehen. Nur ihre Oberarme waren um einiges muskulöser und länger.Etwa so hat Tonne ausgesehen. Nur ihre Oberarme waren um einiges muskulöser und länger.

Weil ich mich durch ein wenig Rollenspiel meist besser in ein Spiel hineinversetzen kann, habe ich mir gleich mal eine Hintergrundgeschichte für Tonne ausgedacht. In meinem Kopf war Tonne die stärkste Frau der ganzen Welt, mit Oberarmen dick wie Ampeln und einem Bauch, der vor Muskeln beinahe platzte. Jedoch ist Tonne zwischen wilden Tieren aufgewachsen und dadurch nicht sehr charmant oder intelligent. Sie kannte nur pure Stärke und wusste wie sie überleben konnte.

Jetzt wo mir klar war, mit wem ich es zu tun hatte, galt es Tonne an die Arbeit zu schicken. Also startete ich eine neue Einzelspieler-Karte auf der Insel und machte mich ein paar Minuten lang mit der Steuerung vertraut.

Unheimliche Begegnungen der prähistorischen Art

Doch schon bald wurde es ziemlich voll auf dem Strand, auf dem ich mit Tonne startete. Neben kleinen Echsen und einigen gigantischen Schildkröten konnte ich am Fluss ein Stück landeinwärts einen Spinosaurus entdecken. Der machte mir Sorgen und es wurde bald dunkel, also entschied ich mich, ein temporäres Lager zu bauen, so weit wie möglich vom gigantischen Theropoden (Sammelbegriff für zweibeinige, größtenteils fleischfressende Dinosaurier) entfernt.

Ein Spinosaurus, einer der gefährlichsten Dinosaurier im Spiel, bewacht das Flussbett.Ein Spinosaurus, einer der gefährlichsten Dinosaurier im Spiel, bewacht das Flussbett.

Tonne machte sich also daran, Grundmaterialien wie Holz und Beeren zu sammeln. Dabei begegnete sie einem kleinen Dodo. Ohne lange nachzudenken, haute sie diesem eine rein. Ein paar gezielte Schläge mit Tonnes gigantischen Fäusten und der kleine Urzeitvogel lag flach im Sand. Kein Problem, denn Tonne hatte zuvor ja einige Beeren gesammelt. So funktioniert das Zähmen in Ark nämlich: Erst prügelt ihr euren neuen Freund halb tot, dann stopft ihr ihm Futter ins bewusstlose Maul bis er euch mag.

Prügel ist ein Zeichen tiefster Zuneigung für Dodos.Prügel ist ein Zeichen tiefster Zuneigung für Dodos.

Als der kleine Dodo also wieder wach wurde, freute er sich riesig über seine neue Existenz als Tonnes Haustier. Nach diesem ersten kleinen Erfolg zähmte ich noch drei weitere Dodos und baute eine winzige, rudimentäre Hütte. Zwischendurch schlug ich ausversehen meinen eigenen Dodo tot, weil ich dachte es handele sich um einen wilden. Kein Problem, ich aß ihn einfach und zähmte mir einen neuen.

Die Dodo-Familie am Rhein

Nach vielen weiteren Spielstunden besaß ich irgendwann eine imposante Holzhütte am Fluss, die bis zum Dach mit Dodos gefüllt war. Die anderen Dinosaurier, die im Spiel zähmbar sind, waren für Tonne nicht interessant, hatte ich entschieden. Stattdessen wollte sie lieber die meisten Dodos im ganzen Land besitzen. Richtig viel Spaß hatte ich dabei, die Dodos in die Luft zu werfen und zu schauen wie hoch sie flogen, bis sie gänzlich unelegant wieder landeten.

Von wegen ausgestorben: Unter Tonnes Obhut blüht der Dodo wieder auf.Von wegen ausgestorben: Unter Tonnes Obhut blüht der Dodo wieder auf.

Dass ich mit meiner Erfahrung weit entfernt bin von der Standard-"Ark-Erfahrung" ist mir bewusst, aber eben das finde ich so schön an Ark: Jeder kann so spielen wie er möchte. Ob T-Rex-Jäger oder Dodo-Sammler, für jeden ist etwas dabei. Und bis ich mich traue einen Server zu betreten, werfe ich eben weiter Dodos in die Luft.

Wie spielt ihr Ark denn so? Habt ihr lieber eine beeindruckende Menagerie aus Tyrannosauriern, Megalodon und Co. oder reicht euch, wie mir, das einfache Dodo-Leben?

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