Ausgedient? Gibt es noch kleine Videospiel-Läden? Ja, aber wer weiß wie lange noch

(Special)

von Daniel Kirschey (24. März 2018)

Als Gülaga Celik davon erzählt, dass er in einem echten Spielfilm mitspielt, strahlt er. Sein Videospiel-Laden hat als Kulisse hergehalten. Celik strahlt aber auch, wenn er über Retro-Spiele redet. Aber eins steht für ihn fest: "Mein Prinzip ist, ich verkaufe nicht auf Ebay." Ungewöhnlich. Da kommt direkt die Frage auf: Wie hält sich der Laden dann?

Auch heute gibt es sie noch: Videospiel-Läden. Doch nicht mehr so viele wie früher. Immer mehr sterben aus, schließen ihre Pforten. Die Konkurrenz ist groß und die Digitalisierung hilft ihnen auch nicht beim Überleben. Amazon, Ebay oder direkt im PSN- oder Xbox-Store kaufen? Die wenigsten Zocker gehen wirklich noch in einen der wenigen kleinen Läden. Wie halten sie sich? Wie sehen sie ihre Zukunft und was haben diese Läden für die Community früher bedeutet?

Bei Videospiel-Läden in ganz Deutschland haben wir zur jetzigen Situation bezüglich der Einnahmen nachgefragt. Wie sie in die Zukunft schauen und wodurch sie es schaffen, zu überleben. Außerdem haben wir uns mit dem Direktor des Computerspielmuseums Andreas Lange unterhalten, welche Bedeutung die Videospiel-Läden in einer Zeit vor dem Internet für die Szene der sogenannten Gamer bedeutet hat. Das gesamte Interview könnt ihr euch hier anschauen:

Die Vergangenheit

Als es noch kein Internet gab, waren Videospiel-Läden logischerweise Zentrum für viele Spieler. Hier hat sich die zockende Nachbarschaft getroffen, weiß Direktor Andreas Lange vom Computerspielemuseum in Berlin zu berichten: "Dieser Austausch [zwischen den Spielern in einem Laden] war auch ein ganz wichtiger. Man hat sich einfach Spiele empfohlen." Lange sitzt auf einem kleinen Stuhl in einem nachgebautem Nerd-Zimmer im Museum. Im Hintergrund leuchtet der Bildschirm eines Commodore-Rechners und das leise Piepen einer Pong-Konsole unterlegt die Museumsgeräuschkulisse.

Heute gibt es unzählige Foren und Internetseiten, über die sich Spieler austauschen können, "vieles was man damals in diesen kleinen Videospielläden gemacht hat - der Austausch unter den Spielern - läuft heute online und einerseits auch in einem viel größeren Maßstab. Wenn man sich mal so ein Forum anguckt, sind da im Zweifelsfall hunderte von Menschen, wenn ich eine Frage stelle, die mir dann antworten", weiß Lange zu berichten.

Einen großen Unterschied gibt es jedoch: "In so einem Videospiel-Laden haben sich ja nur Leute getroffen, die in der Nachbarschaft wohnten, lebten und spielten." Da haben sich dann durchaus Spieler zusammengefunden, führt er weiter aus, die sich zum Zocken dann getroffen oder technische Fragen geklärt haben.

Wie sieht es jedoch heute aus? Es ist Zeit, mal einen echten Videospiel-Laden zu besuchen.

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