Super Seducer: Sony distanziert sich von sexistischem Spiel

von Chiara Bruno (08. März 2018)

Super Seducer soll nicht irgendein Spiel sein. Super Seducer soll eure "Fähigkeiten mit Frauen auf die nächste Stufe" bringen. Und "urkomisch" soll es sein. Der Meinung, dass Sexismus nicht "urkomisch" ist, scheint auch Sony zu sein und entschied sich kurzerhand dazu, es nicht im PlayStation Store zu vertreiben. Worum es genau in dem Spiel geht, erklären wir euch.

Eigentlich sollte Super Seducer, nach dem gestrigen (07. März 2017) Start auf Steam, in dieser Woche sein Debut auf der PS4 feiern. Eigentlich. Denn dazu kommt es nicht. Sony machte dem Entwickler einen Strich durch die Rechnung und verbannte das Spiel aus dem PlayStation Store. Das versicherte das Unternehmen dem englischen Magazin Motherboard. Eine genaue Erklärung gibt es nicht, anlässlich des Inhalts des Spiels ist der Grund allerdings offensichtlich.

Euer Ziel im Spiel ist es, Frauen mit billigen Anmachsprüchen aufzureißen. Rat bietet euch dabei der Brite Richard La Ruina, selbsternannter Pick-Up Artist. Dabei könnt ihr in "realistische[n] soziale[n] Szenarien" zum Beispiel zwei Frauen sagen, dass ihr es toll finden würdet, euer Genital in ihnen zu spüren. Alternativ könnt ihr allerdings eurer Herzensdame sagen, dass ihr ihre Katze süß findet, um sie ins Bett zu bekommen. Easy. Wenn euch das nicht genug ist, könnt ihr vom "Meister selbst, Richard La Ruina, Europas Top-Dating-Guru und Bestseller-Autor [...] Verführungsgeheimnisse" erfahren.

Ein Beispiel der banalen AntwortmöglichkeitenEin Beispiel der banalen Antwortmöglichkeiten

Auf Steam trifft das Spiel einen Tag nach der Veröffentlichung bereits auf harte Kritik.

"Nein! Nein ... einfach nur NEIN. Bestes Beispiel wäre da die Frage, ob sie auf Sex mit Hunden steht ... Nein, sowas ist nicht lustig, cool oder gar spielenswert. Der Typ und seine Kommentare sind absolut belanglos und nichtssagend", so ein Nutzer der Plattform.

Auch auf YouTube hagelt es negative Kommentare. Andere verteidigen das Spiel wiederum und finden es "witzig". "Das wird das Spiel des Jahres", scherzt ein Nutzer. Zu Sonys Entscheidung, das Spiel nicht zu verkaufen sagt La Ruina im Gespräch mit Motherboard: "Mein Kommentar ist, dass ich keinen Kommentar dazu habe." Laut BBC hat Kickstarter das Spiel auch schon aus der Crowdfunding-Kampagne genommen.

Nackte Haut könnt ihr im Spiel übrigens nicht sehen. Lediglich Frauen, die sich dem Pick-Up Artist zuwenden. Warum sich Steam nicht an Kickstarter oder Sony orientiert, ist unklar.

Tags: Steam   YouTube  

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