Test Pure Farming 2018: Bauern-Power von USA bis Japan!

von Thomas Stuchlik (14. März 2018)

Landwirtschaft gehört zu einer festen Größe in Sachen Simulationen. Der neueste Genrevertreter Pure Farming 2018 will dabei nicht mit Innovation, sondern mit exotischen Szenarien überzeugen. Gelingt das?

Wer an Arbeitsplatz-Simulatoren denkt, denkt meist an den Platzhirsch Landwirtschafts-Simulator. Schließlich hat sich die Reihe bereits millionenhaft verkauft. Kein Wunder, dass andere Hersteller ein Stück davon abhaben wollen. Ein neuer, vielversprechender Kandidat kommt vom polnischen Studio Ice Flames und nennt sich Pure Farming 2018.

Das Grundprinzip kennt man bereits vom großen Vorbild: Als Farmer bewirtschaftet ihr eure Felder und betreibt Viehzucht. Dabei kommt schweres Gerät zum Einsatz. Pure Farming setzt bei originalgetreuen Traktoren, Feldgeräten oder Mähdreschern vor allem auf osteuropäische Marken. Schön auch, dass im Spiel ein Kampagnen-Modus enthalten ist, der die Grundlagen vermittelt und immer neue Aufgaben stellt. Dank virtuellem Tablet ruft ihr jederzeit Daten, Übersichtskarte und Hilfe-Funktionen auf. So gelingt der Einstieg deutlich besser als beim mächtigen Konkurrenten.

Das Leben ist kein Ponyhof!

In Pure Farming 2018 steht gewohnte Feldarbeit an: Ihr pflügt, sät (beispielsweise Weizen oder Gerste) und erntet mittels Mähdrescher ab, sobald die Pflanzen reif sind. Dabei sind die korrekten Arbeitsschritte sowie Geduld entscheidend. Denn die unterschiedlich großen Felder verlangen nach Zeit, bis ihr sie bearbeitet habt.

Mit dem Mähdrescher holt ihr eure Ernte ein, die ihr per Anhänger zum Silo oder Händler verfrachtet.Mit dem Mähdrescher holt ihr eure Ernte ein, die ihr per Anhänger zum Silo oder Händler verfrachtet.

Für bessere Ergebnisse solltet ihr eure Felder bewässern, kultivieren und düngen – das richtige Utensil ist auch hier Voraussetzung. Die eingefahrene Ernte könnt ihr entweder einlagern oder bei verschiedenen Händlern in der Nachbarschaft verkaufen. Das Handling der Traktoren und Vehikel gestaltet sich ebenso einfach und agil wie beim Landwirtschafts-Simulator. Auch das Koppeln und der Einsatz von Geräten gelingt auf Knopfdruck. Auf Konsole sind aber oft Tastenkombinationen mit den Schultertasten nötig. Auch das Problem "Wo setze ich was ein?" löst ihr oft nur durch Studium der integrierten Hilfe.

Zusätzlich baut ihr in Plantagen auch Äpfel und Birnen an. Weitere Pflanzen wie Tomaten, Salat oder Wasabi lassen sich dagegen in Gewächshäusern kultivieren. Für die Tierzucht erwerbt ihr Ställe, um Schweine, Kühe, Hasen oder Hühner zu halten. Für jede neue Tätigkeit müsst ihr die entsprechende Immobilie erst erwerben. Hilfreich dabei ist auch ein Drohne, die euch Übersicht über das Areal verschafft und mit der ihr interessante Gebiete auskundschaftet.

Rund um die Welt

Im Grundspiel sind vier unterschiedliche Gebiete enthalten. Das amerikanische Montana bildet dabei das große Hauptareal mit vielen Feldern, kleinen Städtchen sowie genug Dienstleistern und Abnehmern für Eure Waren. Hier werden Erinnerungen an das "Goldcrest Valley" aus dem letzten Landwirtschafts-Simulator wach.

Auf einer italienischen Küsteninsel baut ihr auch Trauben oder Oliven an. Auf einer italienischen Küsteninsel baut ihr auch Trauben oder Oliven an.

Wirklich interessant wird die Sim aber erst mit weiteren enthaltenen Karten: Im kleineren Italien verrichtet ihr eure Arbeiten auf einer Vulkaninsel. An den Hängen bewirtschaftet ihr Felder mit Trauben, Oliven und Auberginen. Für selbige braucht es auch spezielle Erntemaschinen. Ähnliches gilt für das bewaldete Szenario in Kolumbien. Hier pflanzt ihr Kaffee, Pfeffer und Hanf an. In Japan dagegen stehen Reis und Kirschen auf dem Plan. Schade, dass vor allem die beiden letzteren Szenarios recht klein ausgefallen sind. Das eröffnet nur wenig spielerische Freiheiten. Auch die kleine Deutschland-Karte gibt es leider nur als DLC für Vorbesteller.

Neben der Karriere stellt ihr euch Herausforderungen oder startet ein freies Spiel mit individuellen Vorgaben. Auf PC gibt es obendrein Unterstützung für Mods. Schade, dass bisher nichts von einem Mehrspieler-Modus zu sehen ist. Auch Forstwirtschaft wie beim Genrerivalen gibt es hier nicht.

Meinung von Thomas Stuchlik

Pure Farming 2018 macht vieles richtig. Vor allem klaut es sich die Mechaniken beim Genre-Besten, was ebenso viel Spaß mitbringt. Bevor es monoton wird, könnt ihr auch hier Mitarbeiter einstellen, die einige Tätigkeiten übernehmen. Denn vor allem anfangs zieht sich das Spiel in die Länge. Gut gelungen ist dagegen die Kampagne mit angenehmer Lernkurve, die auch Neulinge an die Materie heranführt.

Die zusätzlichen Szenarien in Kolumbien, Italien und Japan bringen Abwechslung, sind aber leider zu klein ausgefallen. Die detailreiche Grafik gefällt mit originalgetreuen Vehikeln, doch Kantenglättung, Bildrate (vor allem auf Konsole) und unscharfe Kulisse sind verbesserungswürdig. Dennoch: Wer den Landwirtschafts-Simulator auswendig kennt, findet hier eine gute Ersatzbeschäftigung.

73

meint: Mit exotischen Szenarien will sich die Bauern-Sim von der Konkurrenz abheben. Die landwirtschaftlichen Tätigkeiten bleiben spielerisch jedoch altgewohnt.

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Tags: Singleplayer  

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