Test Kirby Star Allies: Von Liebe und Beliebigkeit

von René Wiesenthal (14. März 2018)

Von wegen Hardcore-Gaming: Wenn Kirby und seine Freunde durchs Dream Land schweben, füllen Herzen den Bildschirm. In Kirby Star Allies wollen selbst die Feinde manchmal einfach nur von euch in den Arm genommen werden. Ob und wem das Spaß machen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Oh Schreck! Dunkle Herzen haben sich in der Welt ausgebreitet und alle Wesen, die mit ihnen in Berührung kommen, verwandeln sich in Bösewichte. Aber nicht während Kirbys Schicht! Die knuffige rosa Knutschkugel schlendert zur Tat. Diesmal mit dabei: Feinde, die er sich kurzerhand zu Freunden gemacht hat. Zusammen mit denen sorgt er nun wieder für Ordnung im Universum.

Schrei nach Liebe

Kirby Star Allies macht kein Heckmeck. Startet ihr das Spiel, geht es ohne große Umschweife über lange Intros oder umständliche Menüs mit der Eröffnungssequenz los. Angenehm kurze Ladezeiten inklusive. Die eben beschriebene Einleitung enthält dann auch schon alles was nötig ist, um Kirbys Motivation und seine neue Fähigkeit zu verstehen.

Liebe und Niedlichkeit im Trailer zu Kirby Star Allies:

So mag es Nintendo, wenn es um das kugelrunde Maskottchen geht: Alles beim Alten mit einem besonderen neuen Kniff. Und der ist diesmal, dass ihr Herzen werfen und damit bestimmte Feinde zu Verbündeten – Verzeihung, Freunden – machen könnt. Bis zu drei dieser Mitstreiter lassen sich zum Gefolge machen, das ihr beliebig austauschen und variieren könnt. Unter anderem helfen euch auch ein paar alte Bekannte aus dem Kirby-Universum.

Wat is' dat niedlisch!

Abgesehen davon ist Kirby einfach Kirby. Er watschelt in sachtem Tempo oder schwebt gemütlich durch die Level – ignoriert dabei gern mal, was unter ihm an Herausforderungen lauert. Saugt er einen Feind (oder Freund) ein, kann er dessen Fähigkeit adaptieren, auf Knopfdruck wirft er diese wieder über Bord. Nach härteren Treffern fliegt sie ihm auch mal ungewollt aus dem dicken Leib, lässt sich aber bequem wieder aufsaugen. Eine großzügige Lebensanzeige verhindert, dass ihr allzu schnell ein Leben abgebt.

Gemeinsam seid ihr stark! Und schwer genug, um diesen Stöpsel zu ziehen.Gemeinsam seid ihr stark! Und schwer genug, um diesen Stöpsel zu ziehen.

Wenn Kirbys Energie oder die eines Verbündeten doch einmal knapp wird, sammelt ihr Fressalien ein und gebt geschundenen Freunden im Vorbeigehen belebende Küsschen. Unweigerlich geht euch ein "Aaaaw!" über die Lippen. Niedlich isser, der Kirby.

Kombiniere, kombiniere …

Das Team-Gefüge bringt neue Vorteile: Die Fähigkeiten von Kirby und seinen Freunden lassen sich nämlich ein wenig aufpeppen. Habt ihr zum Beispiel eine Figur dabei, die das Feuerelement beherrscht, streckt ihr das Schwert, die Peitsche oder was immer Kirby gerade dabei hat in die Höhe und der Kumpel steckt es in Flammen. Andersherum könnt ihr die speziellen Fähigkeiten der Freunde ebenso mit eurem aktuellen Element versehen.

Dank der Flammen eurer Freunde wird das Schwert zum Feuerschwert.Dank der Flammen eurer Freunde wird das Schwert zum Feuerschwert.

Mit diesen Kombinationen lassen sich dann spezifisch darauf ausgelegte Rätsel lösen, die aber meist wenig rätselhaft sind, weil euch nicht nur gezeigt wird, was zu tun ist, sondern auch alle Hilfsmittel dafür bereitgestellt werden. Standardmäßig werden gefundene Freunde von der KI gelenkt und die gehen bei Rätseln recht selbstständig vor, wenn sie der Schlüssel zur Lösung sind.

Hin und wieder wird das Laufen, Hauen und Schweben durch den Einsatz levelspezifischer Team-Fähigkeiten aufgelockert. So verwandeln sich Kirby und seine Begleiter zum Beispiel in einen Freunde-Zug, der durch die Spielwelt rast. Die Menge und der Einfallsreichtum von Fähigkeiten und deren Kombinations- und Einsatzmöglichkeiten ist beeindruckend. Deren Platzierung und effektive Nutzbarkeit wirken aber teils etwas beliebig in die Level gestreut.

Zu viert allein

Wenn KI-Kameraden am Drücker sind, wird das ohnehin einfache Spiel in der Regel noch einfacher. Sie nehmen euch vieles ab, wenn ihr die richtigen Impulse gebt. Zum Beispiel beseitigen sie Blockaden, wenn ihr auf sie zulauft oder verhauen Gegner, denen ihr euch nähert. Sie helfen, was ihre Fähigkeiten hergeben, sind aber auch ganz schön kopflos: Offensichtlich gefährlichen Hindernissen gehen sie nicht aus dem Weg. Sie laufen euch blind nach, auch wenn das bedeutet, von Feuer oder Klingen erfasst zu werden. Manchmal hauen sie auch Widersacher kaputt, deren Fähigkeiten ihr euch gerade schnappen wolltet. Das kann ärgerlich sein.

Auf Freunde zu verzichten und im Alleingang zu spielen, ist leider keine Dauerlösung. An bestimmten Punkten in den Levels werden die Kameraden zwingend gebraucht, um weiterzukommen. Wenn Freunde aus Fleisch und Blut mitmachen wollen, können sie sich zuschalten und jeweils die Kontrolle eines Kirby-Buddies übernehmen. So richtig intensiver Mehrspielerspaß kommt dabei aber leider nicht auf. Vor allem, weil das Spiel zusammen mit Freunden noch chaotischer wird, als es so schon stellenweise ist.

Weiter mit: Entspannung pur

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Tags: Koop-Modus   Multiplayer   Singleplayer  

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