Gewalt in Videospielen: Warum ich gerne darauf verzichte

(Kolumne)

von Chiara Bruno (21. März 2018)

Seit es Videospiele gibt, beschäftigen sich allerlei Menschen mit der dort enthaltenen Gewalt: Eltern von zockenden Kindern, die Medienlandschaft - auch, wenn sie oftmals nichts Fundiertes dazu beitragen kann, wie kürzlich am Bericht von ProSieben zu sehen war - Psychologen und natürlich die Gamer selbst. Denn am Ende sind sie es, die die Videospiele spielen. Auch wenn gewalthaltige Szenen ihre Daseinsberechtigung haben und ich sie keineswegs verbannen möchte, gehöre ich zu der Gruppe Gamer, die gerne ein bisschen weniger Gewaltdarstellungen in Videospielen sehen würde - vor allem, wenn sie einfach nur noch übertrieben sind.

Mortal Kombat: Meiner Meinung nach das Paradebeispiel für übertriebene Gewalt

Wenn ich mir manche Szenen in Spielen wie Mortal Kombat ansehe, kriege ich wortwörtlich Gänsehaut und meine spieletipps-Kollegen hören zig "Bäh"-Laute. Einige von euch mögen mich jetzt schlicht als Weichei abstempeln und da muss ich euch zu 100 Prozent Recht geben.

Dabei habe ich nichts dagegen, wenn Sora aus Kingdom Hearts seine Gegner mit einem Schlüsselschwert verprügelt (und wohlgemerkt grüne Kügelchen rauskommen) oder "Final Fantasy"-Charaktere sich die Köpfe einschlagen. Auch Link kann mit seinem Schwert so viele Schweine-Gestalten umbringen - es muss nicht einmal Cartoon-Link sein - wie er möchte. Doch sobald es irgendwie realistisch aussieht, möchte ich mir die Hände vor mein Gesicht halten. Mein Paradebeispiel bleibt tatsächlich Mortal Kombat:

Bei dem folgenden Gif bin ich übrigens froh, dass es vor dem schlimmsten Teil aufhört:

Natürlich denke ich mir bei solchen Spielen: Jeder wie er mag. Leider bleibt mir das Prügelspiel auf ewig verwährt, da ich es mir einfach nicht ansehen kann. Umso mehr bin ich froh, dass einige "Assassin's Creed"-Teile die Option bieten, die Bluteffekte auszustellen. So muss ich mir nicht ansehen, wie ich meine Gegner aufspieße und Blut aus ihnen fließt. "Das ist doch alles nicht echt" könnte man nun kontern und den Satz habe ich tatsächlich schon einige Male gehört. Allerdings sehen Videospiele mittlerweile so realistisch aus, dass ich mir förmlich vorstelle, wie dieser "Mortal Kombat"-Charakter seine Hände in den Rücken steckt und ... lassen wir das.

Auch würde ich gerne einen Blick auf Spiele wie Dead Space 2 wagen. Jedoch ist mir eine besonderes übertrieben dargestellte Szene ein Dorn im Auge.

Meiner Meinung nach können Spiele auch ohne Szenen glänzen, die mit Absicht brutal gestaltet sind. Damit will ich nicht sagen, dass ihr alle nur noch Animal Crossing spielen sollt. Auch ich werde weiterhin Videospiele spielen, die Gewalt beinhalten. Nur keine übertriebene wie in Mortal Kombat. Trotzdem bleiben mir dadurch viele sehr gute verwehrt. Ein Weichei-"Mortal Kombat" wäre doch was, oder?

Was haltet ihr von Spielen wie die der "Mortal Kombat"- oder "Dead Space"-Reihe? Seid ihr hart genug und könnt ihr euch so etwas ansehen? Oder schaudert es euch bei dem Gedanken, genauso wie mir?

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