Playerunknown's Battlegrounds

Mein erstes Mal PUBG: Die nackten, verwirrten Menschen und ich (Kolumne)

von Chiara Bruno (Samstag, 24.03.2018 - 10:00 Uhr)

Zugegebenermaßen gehöre ich zu den Menschen, die das "Battle Royale"-Genre und Playerunknown's Battlegrounds samt Konsorten bewusst - jedenfalls im Alltag - für lange Zeit mieden. Lediglich irgendwelchen abgefahrenen Fortnite-Geschichten widmete ich meine Aufmerksamkeit - bis zu dem Punkt, als PUBG für Smartphones erschien. Der Fakt, dass ich es kostenlos und im Bett spielen konnte, machte die mobile Version interessant für mich. Abgesehen davon ist mein Laptop eh zu schrottig, als dass ich es jemals auf einem anderen Weg hätte spielen können. Durch meine Unwissenheit wurde mir erst spät klar, was zum Henker ich da gerade eigentlich mache und warum alle nackig sind.

Battle Royale in Pokémon-Spielen ist eher so mein Ding:

Obwohl ich allein unter meiner Bettdecke lag, kamen bereits einige Sekunden nach dem Start des Spiels regelmäßig die Buchstaben "W","T" und "F" aus meinem Mund. Naiverweise dachte ich, dass ich meinem Charakter eigenständig ein schönes Outfit verpassen könnte.

Der Startbildschirm der mobilen Version von PUBG
Der Startbildschirm der mobilen Version von PUBG

Die Einsicht, dass ich erst einmal für eine lange Zeit nackt herumlaufen werde, kam mir, als ich in der Lobby gelandet bin. Während sich einige in Unterwäsche bekleidete Kämpfer auf mich stürzten und mich verprügelten, hüpften andere umher oder rannten verwirrt im Kreis. Weitere wiederum standen nur herum, was meine Vermutung und die Gerüchte bestärkte, dass es sich bei ihnen um Bots handelte - oder sie kannten den Zirkus einfach schon. Der Großteil schien glücklicherweise genauso verloren wie ich.

Als ich wegrannte, weil ich wirklich nicht wusste, was mich nach dem Countdown erwartete, machte ich Bekanntschaft mit meinem ersten Stalker, der mich auf Schritt und Tritt verfolgte.

Mein erster "Battle Royale"-Stalker
Mein erster "Battle Royale"-Stalker

Dann ging es los: Nackt in der Luft rumfliegend hatte ich genug Zeit, um über meine erste Strategie nachzudenken. Würde ich mich verstecken oder in die Vollen gehen? Nachdem ich für eine Minute völlig desorientiert durch Pochinki rannte, entschied ich mich für die Feigling-Taktik und versteckte mich in einem Häuschen, unwissend, dass ich dort auf Beute stoßen würde.

Endlich ein wenig Schutz
Endlich ein wenig Schutz

Ausgerüstet mit einem Helm, einer Pistole, einer Eisenstange und einer Cola-Dose, für den Durst zwischendurch, fühlte ich mich bereit für den Kampf. Ich stieß nach kurzer Zeit auf einen Teamkollegen. Durch bloße, virtuelle Blicke machten wir uns gegenseitig schnell klar, dass wird den Kampf zusammen durchstehen. Nach ein paar Runden mit dem Auto wurde mir allerdings relativ schnell klar, wie sich Verrat anfühlt. Denn inmitten vom Kugelhagel machte er die Düse und ich starb allein.

Ich war eine der letzten Überlebenden
Ich war eine der letzten Überlebenden

Zwar wollte der PUBG-Bildschirm mir noch "Hoffnung" einreden, die war allerdings schnell verloren. Meine einzige Aufheiterung war ein schickes Hemd im Blumenmuster, das ich nach meiner Niederlage bekam. Endlich nicht mehr nackt kämpfen.

Obwohl mir die Lust auf PUBG erst verging, wagte ich nach kurzer Zeit eine zweite Runde, die ich aufgrund meines Übermuts als eine der Ersten beenden musste. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich wirklich Spaß hatte und ich eventuell einen Blick auf die mobile Fortnite-Version wagen werde.

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