Fortnite: So fühlen sich die Spieler, die schon vor Battle Royale dabei waren

von Sören Wetterau (Mittwoch, 04.04.2018 - 18:23 Uhr)

Fortnite bricht Rekorde, Fortnite gefährdet den Schulalltag und Fortnite ist "wildes Gemetzel": Der Multiplayer-Shooter von Epic Games ist das Thema dieser Tage. Dabei ist die Bezeichnung Fortnite eigentlich nicht ganz exakt, denn in den meisten Fällen handelt es sich lediglich um die "Battle Royale"-Version. Was vielen Spielern dabei entgeht, ist die Vorgeschichte von Fortnite: Der Shooter hat eigentlich als Koop-Spiel mit "Tower Defense"-Anleihen angefangen.

Steht längst nicht mehr im Fokus: Der Koop-Modus von Fortnite

Über sechs Jahre lang hat Epic Games an seiner Vorstellung von Fortnite gearbeitet: Im Dezember 2011 angekündigt hat es zahllose Verschiebungen und Änderungen benötigt, bis im Juli 2017 die "Early Access"-Version für PC, PlayStation 4 und Xbox One erschienen ist. Schon nach nur wenigen Tagen hat sich das Koop-Spiel über 500.000 Mal verkauft.

Zahlen, die im Vergleich zum "Battle Royale"-Modus, der erst im September 2017 nachgeliefert wurde, nahezu winzig wirken. Nichtsdestotrotz hat sich um den nun als "Save the World" bekannten Modus eine treue Fangemeinde gebildet, die befürchtet, dass die Entwickler sie irgendwann genauso abstoßen, wie das MOBA Paragon.

Nach und nach hat Epic Games aufgrund des Erfolges den Fokus auf die "Battle Royale"-Variante von Fortnite gelegt und mit der angekündigten Schließung von Paragon, haben die ersten Spieler das Schlimmste befürchtet. "Als Paragon starb, begann die Fortnite Community auszuflippen", so ein Reddit-Nutzer gegenüber dem englischsprachigen Magazin PC Gamer.

Mit dazu beigetragen habe der Umstand, dass viele Spieler das Gefühl hatten, dass die Entwickler den Koop-Modus von Fortnite bei Patches vernachlässigen würden. Trotz eines für "Early Access" guten Zustandes würde die PvE-Kampagne unter nervigen Fehlern und Abstürzen leiden, die längst hätten behoben werden können. Und wenn doch mal ein Update kommt, dann ändert es die Waffenattribute zu Ungunsten der Spieler.

Mittlerweile, so berichten manche Reddit-Nutzer, habe sich die Situation ein wenig gebessert. Epic Games hätte in mehreren Ankündigungen versprochen, dass sie auch weiterhin die "Save the World"-Kampagne unterstützen und nicht vorhaben, diese einzustellen. Zudem würden die Entwickler mehr und mehr mit der Community kommunizieren und regelmäßig Feedback einholen.

Längst ist aber nicht jeder davon überzeugt, dass Epic Games sein Wort hält. "Für mich haben sie so ziemlich jeden guten Glauben verloren, den ich in ihnen hatte", heißt es etwa von einem Spieler. Schlussendlich wird die Zeit und die für das Ende des Jahres geplante Veröffentlichung der Vollversion von Fortnite zeigen, ob der Koop-Modus eine Zukunft hat oder nicht.

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