Vorschau Conan Exiles: Überleben auf barbarisch

von Emily Schuhmann (06. April 2018)

Immer dieser Early Access. Die Entwickler von Conan Exiles wollten ihr Projekt nicht zur ewigen Scheinexistenz verdammen und tatsächlich soll bald Schluss damit sein. Ist das Spiel bereit für die Veröffentlichung?

Arnold Schwarzenegger hat zwar keinen Gastauftritt, aber Fans des Barbaren kommen in der von Funcom erschaffenen Welt dennoch auf ihre Kosten. Das Survival-Spiel Conan Exiles startete am 31. Januar 2017 in die Frühstartphase und soll diese am 8. Mai dieses Jahres endgültig verlassen.

Anders als viele andere Entwicklerstudios setzten sich die Norweger ein klares Zeitlimit für den Early Access. Maximal ein Jahr wollten sie in dieser Phase verbringen und ihr Projekt über das Feedback der Spieler konstant verbessern. Ein paar Monate mehr sind es dann doch geworden, aber in knapp vier Wochen sollt ihr auf PC, Xbox One und PS4 endlich richtig loslegen können.

Unter anderem warfen sie das gesamte Kampfsystem über den Haufen, nachdem die Ich-Perspektive die Community nicht überzeugen konnte. Jetzt erinnern die Konfrontationen mit Nordmännern, Untoten und wilden Tieren eher an ein Actionspiel mit Third-Person-View und unterscheiden sich dadurch von Genre-Kollegen wie zum Beispiel Ark – Survival Evolved. Wir waren bei den Entwicklern in Oslo zu Besuch und konnten für euch einen Blick auf kommende Inhalte werfen.

Hungrig, durstig und halb tot

In Conan Exiles startet ihr in einer ziemlich unglücklichen Situation. Festgenagelt an ein Kreuz mitten in der Wüste. Kein sonderlich guter Start in den Tag, oder? Glücklicherweise befreit euch Conan höchstpersönlich und gibt euch so eine zweite Chance. Zuallererst meldet sich euer Durst und ihr müsst so schnell wie möglich Wasser finden. Eine kurze Liste von Aufgaben, genannt "Exiles Journey", fungiert als Tutorial und macht das Spiel auch für Survival-Neulinge zugänglich.

Wie es sich für ein Conan-Spiel gehört, geht es hier ziemlich zur Sache. Überzeugt euch selbst:

Die Spielwelt ist an die der Conan-Geschichten angelehnt und bietet Wüsten, Wälder und seit dem Update "The Frozen North" auch unwirtliche Schneegebiete. Sobald Conan Exiles den Early Access verlässt, könnt ihr auch den Dschungel und ein vulkanisches Areal erkunden. Hilfreich dabei ist das freie Klettern auf fast jeder Oberfläche. Game Director Joel Bylos verrät uns: "Ich war völlig begeistert von der Kletterei in The Legend of Zelda - Breath of the Wild und mir war sofort klar, das müssen wir irgendwie einbauen. "

Schaffe, schaffe Häusle baue

Während ihr die Welt erkundet, baut ihr Ressourcen ab, mit denen ihr Gebäude oder Ausrüstung für euch und euren Clan herstellen könnt und sammelt mehr oder weniger freiwillige Leibeigene, die beispielsweise eure Basis bewachen können.

Spielt ihr auf einem PvP-Server solltet ihr unterwegs stets auf der Hut sein, denn feindliche Spieler lauern überall, sogar in den Dungeons. Mehrere Gruppen gleichzeitig kämpfen dort um den Zugang zu Orten der Macht, die das Herstellen seltener Gegenstände ermöglichen.

Baumhäuser, Bauwerke an Steilhängen oder ganz klassisch am Boden – Dem Baumeister in euch sind kaum Grenzen gesetzt.Baumhäuser, Bauwerke an Steilhängen oder ganz klassisch am Boden – Dem Baumeister in euch sind kaum Grenzen gesetzt.

Spieler denen der Kampf mit wilden Tieren und Monstern schon extrem genug ist sind auf PvE-Servern zwar vor Belagerungsschlachten und Überfällen geschützt, allerdings führt das kommende Update sogenannte "Purges" ein. Je nachdem wo ihr euch niedergelassen habt bekommt ihr es während dieser zufälligen Ereignisse mit anderen Gegnern zu tun. Es winkt reiche Beute oder der Tod. Klingt das nicht wunderbar?

Meinung von Emily Schuhmann

Kriegerprinzessin Xena und Conan der Barbar waren in meiner Kindheit zwei ständige Besucher auf der heimischen Flimmerkiste. Mit Xena konnte ich mich zwar besser identifizieren, aber Conan war einfach ziemlich cool. Mittlerweile finde ich beide eher amüsant als beeindruckend, aber die Verbindung ist immer noch da und Conan Exiles weckte bereits letztes Jahr meine Neugierde. Seitdem hat sich tatsächlich einiges getan.

Grafisch haut mich das Spiel nicht aus den Socken, allerdings wecken die bekannten Monster und Gebiete dann doch schöne Erinnerungen und ich kann über steife Haare und schwammige Texturen hinwegsehen. Besonders das überarbeitete Kampfsystem macht die Optik fast vergessen. Den Zweihänder schwingen, Ausweichrolle, blocken – alles fühlt sich einfach flotter und besser an.

Conan Exiles ist ein Survival-Spiel, aber es hebt sich durch ein paar Besonderheiten spürbar von der Konkurrenz ab. Besonders die Kämpfe, aber auch das freie Klettern und Bauen, Dungeons und das etwas gewöhnungsbedürftige Sklavensystem sind außergewöhnlich. Ich als Tiernarr hoffe jetzt erstmal, dass ich bald nicht-menschliche Haustiere haben kann. Laut Entwickleraussage ist das ja zumindest theoretisch schon möglich.

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Tags: Entwicklerbesuch   Multiplayer  

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