No Man's Sky: Diese Spieler wollen das Universum besser machen

von Sören Wetterau (Montag, 09.04.2018 - 09:39 Uhr)

Als No Man's Sky vor über anderthalb Jahren erschienen ist, hat es nicht für den ganz großen Erfolg gereicht. Nicht eingehaltene Versprechen und zahllose Fehler haben dafür gesorgt, dass der Weltraum schnell wieder verlassen war. Dank späteren Updates hat sich jedoch mittlerweile eine feste Fangemeinschaft gebildet, die nun sogar eine eigene United Federation of Travelers (Vereinte Föderation der Reisenden) gegründet haben.

Kostenlose Updates wie Atlas Rises haben No Man's Sky deutlich verbessert:

Obwohl der Mehrspieler-Modus von No Man's Sky, der mit Version 1.3 hinzugefügt wurde, weiterhin nur rudimentär ausfällt, haben sich trotzdem zahlreiche Spieler zur United Federation of Travelers zusammengefunden. Die Förderation ist vergleichbar mit den Vereinten Nationen. Selbst beschreiben sie sich als "interstellare, intergalaktische Bundesrepublik", die aus verschiedenen Gemeinschaften und Zonen besteht. Letztere sind im Grunde kleine, organisierte Gruppen, die zusammen den Weltraum erkunden.

Unter dem Motto "dokumentieren, helfen, erstellen und kommunizieren" versuchen alle Gemeinschaften gemeinsam das Universum zu entdecken und sämtliche Informationen in einem Wiki zusammenzutragen. Damit sollen neue Gemeinschaften gegründet und Bauwerke erstellt werden und zugleich die Kommunikation unter den einzelnen Zonen gefördert werden.

Das Spannendste? Die jeweiligen Gründer und Verantwortlichen der Zonen betreiben echte Politik in diesem fiktiven Universum. Es gibt Verhandlungen und es kommt ab und an auch zu Spannungen, die im Idealfall friedlich und auf büroraktische Art und Weise geklärt werden, wie gamesradar berichtet. Erst Anfang des Jahres sind beispielsweise Gespräche rund um eine einheitliche galaktische Zeitzone gescheitert, weil zu viele Mitglieder dagegen waren.

Gekämpft wird mit Erkundungen: In No Man's Sky können Gefechte auch sehr ruhig ablaufen.Gekämpft wird mit Erkundungen: In No Man's Sky können Gefechte auch sehr ruhig ablaufen.

Manchmal aber lassen sich feindliche Auseinandersetzungen nicht mehr vermeiden. Aufgrund der Online-Struktur von No Man's Sky ist es jedoch nicht möglich, dass es zu großen Weltraumschlachten kommt. Die Spieler haben sich deshalb eine andere Vorgehensweise überlegt, mit der die Entwickler von Hello Games sicherlich nie gerechnet haben. Beim Kampf zwischen dem Vestroga Hub und dem Empire of Hova, haben Letztere damit begonnen, in die Galaxie von Vestroga einzudringen und dort noch nicht erforschte Gegenden zu beanspruchen und mit provokativen Bezeichnungen zu versehen. Ein Krieg der etwas anderen Art, der zur Aufgabe von Vestroga geführt hat.

Und wozu das Ganze? Der Spieler Devoid666 fasst es in einem Satz zusammen: "Dieses Spiel hat mir eine Erfahrung beschert, die ich noch nie mit einem anderen Spiel gemacht habe: die Chance, seine Geschichte zu ändern." Diese Möglichkeiten, die das freie Universum seinen Spielern bietet, lässt zudem die Spieler näher zusammenrücken, wie es ein anderer Spieler ausführt. "Wir alle haben viel Spaß. Selbst in Konfliktzeiten", so das Fazit.

Wie findet ihr diese Entwicklung von No Man's Sky und, dass sich mittlerweile ganze Föderationen gebildet haben? Würdet ihr gerne mitmachen oder seid ihr sogar schon aktiv dabei? Verratet uns doch eure Meinung in den Kommentaren!

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