20 Jahre spieletipps: So hat alles angefangen

(Special)

von Micky Auer (15. April 2018)

Ob ihr es glaubt oder nicht: spieletipps feiert seinen 20. Geburtstag! Im April 1998 hat die Seite zum ersten Mal ein Lebenszeichen von sich gegeben. Wie alles angefangen hat, erzählt euch der Gründer von spieletipps.

Es ist tatsächlich schon 20 Jahre her, zwei volle Jahrzehnte, seit ein gewisser Thorsten Rühl damals gerade selbst erst Anfang 20, die Seite ins Leben gerufen hat, die ihr jetzt gerade in diesem Moment besucht. Das ist eine lange Zeit, und klarerweise sah spieletipps am Anfang noch ganz anders aus als ihr es jetzt kennt.

Doch wie hat das eigentlich alles angefangen? Ist Thorsten einfach mal morgens aufgestanden und hat sich beim Zähneputzen gedacht: "So, heute mach ich mal, hmmmm ... ein großes Gaming-Portal, das sich toll etablieren wird und mir meinen Lebensunterhalt sichert. Morgen gibt's dann Kuchen."

Nein, so ist das natürlich nicht gewesen. Vor der Gründung von spieletipps hat er für andere Firmen Webseiten gebaut. Dabei kam er in Kontakt mit vielen verschiedenen Konzepten und Ideen, konnte sich Gedanken über die Nutzbarkeit und den Aufbau von Seiten machen. Allerdings fiel ihm dabei auf, dass die recht eng abgegrenzten Kundenprojekte nicht viel Spielraum für die eigene Kreativität ließen. Der Kunde hatte oft eine recht konkrete Vorstellung, die wollte er umgesetzt haben. Wohin aber mit all den guten Ideen, die während dieser Zeit in Thorstens Vorstellung heranreiften?

Gestatten: Thorsten Rühl, seines Zeichens Gründer von spieletipps.deGestatten: Thorsten Rühl, seines Zeichens Gründer von spieletipps.de

Die ersten Schritte - ein Versuch

Unser Gründer wollte lernen, wollte erfahren, ob sich seine Ideen auch in der realen Umsetzung behaupten konnten. Und falls nicht: Was könnte er anders, was besser machen? Die vielen Einzelteile einer Webseite, all die Komponenten, die zum Gesamtkonzept gehören, waren im Geiste vorhanden. Was noch fehlte, war ein Thema.

Als Kind und Jugendlicher hat Thorsten Rühl - wie so viele andere auch - gerne Adventures gespielt. Während dieser Zeit hat er selbst 30 oder 40 Komplettlösungen verfasst, die alle noch vorhanden waren. Somit hatte er ein übergreifendes Thema, mit dem sich die Seite befassen konnte und auch gleich ausreichend eigene Inhalte, die auf der Seite angeboten werden konnten.

Vorbild dafür waren diverse US-Seiten, die langsam aber sicher die Tipps- und Tricks-Sektionen von Printmedien übernahmen. In Deutschland gab es so etwas in dieser Form noch nicht. Doch wie sollten Leute im damals noch jungen Medium Tipps für Spiele finden, wenn sie gezielt danach suchen? Die Lösung lag nahe, der Name "spieletipps" war geboren.

Stets vorne mit dabei: Kaum veröffentlicht ein Publisher ein Video, schon ist es auf spieletipps verfügbar. So wie zum Beispiel dieses zu Extinction:

Diese Idee hat erstaunlich gut und auch erstaunlich schnell funktioniert. Denn schon bald interessierten sich viele Leser für die Seite. Die hatten aber die bestehenden Inhalte auch recht fix konsumiert. Was als nächstes passieren musste, lag auf der Hand, war aber nicht so einfach zu bewerkstelligen.

Eine Seite von und für Leser

Tatsächlich war spieletipps.de anfangs nicht mehr als ein Experiment, bestenfalls ein Hobby. Aber eines, von dem der Gründer der Meinung war, dass er damit einen Nerv getroffen hatte. Etwas, das sich lohnte, weiterverfolgt zu werden. Nur, wie sollte das alles zeitlich geregelt werden? Zu dem Zeitpunkt leistete er seinen Zivildienst und hat die Seite nur nebenbei aufgebaut.

Dieser Blick in eines der alten Büros von spieletipps stammt aus einer Reportage über unsere Arbeit, die das ZDF 2010 produzierte. Bildquelle: ZDFDieser Blick in eines der alten Büros von spieletipps stammt aus einer Reportage über unsere Arbeit, die das ZDF 2010 produzierte. Bildquelle: ZDF

So kam es letzten Endes dazu, dass der Einsendebereich für Leser eröffnet wurde. Es formierte sich ein anfangs recht kleines, aber fleißiges Team, dass sich um die Leserbeiträge und deren Veröffentlichung gekümmert hat. Redaktionelle Arbeit im eigentlichen Sinne war das noch keine, jedoch war jemand zur Stelle, der die Seite betreute, der sich auch um die Anliegen der Fans kümmerte.

Freie Autoren wurden gesucht, Bezahlung konnte aufgrund fehlender Einnahmen keine geleistet werden. Die Leute erklärten sich jedoch bereit, Testberichte zu verfassen, wenn sie als Entlohnung das jeweilige Spiel behalten durften. Über all die Jahre hinweg waren es die Mitarbeiter, die all das erst ermöglicht haben. Gerade das erste Team hat sich mit viel Leidenschaft und Hingabe ins Geschehen gestürzt und dafür gesorgt, dass sich was bewegt.

Kontakte brechen ab, man verliert sich aus den Augen, jeder verfolgt seinen eigenen Weg im Leben und man geht vielleicht irgendwann getrennter Wege. Aber unvergesslich bleibt das, was das Team im Laufe der Jahre auf die Beine gestellt hat. All die Arbeit, von der Programmierung, über das Design bis zu den ständig neuen Inhalten - spieletipps wurde durch die Kollegen, die für die Seite gearbeitet haben, von einer bloßen Idee zu einem massiven Sammelpunkt aus Informationen, Wissen und zur ersten Anlaufstelle für den regen Austausch der Community. Einige "Kämpfer der ersten Stunde" sind auch heute noch mit an Bord und sorgen noch immer dafür, dass hinter den Kulissen alles reibungslos läuft.

Weiter mit: Wie ein Hobby zum Beruf wurde

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