Vorschau State of Decay 2: Taktische Zombie-Endzeit für Xbox und PC

von Thomas Stuchlik (01. Mai 2018)

Zombies, Survival, Taktik: State of Decay 2 erfindet das Rad sicher nicht neu, will aber mit Online-Modus und Basisbau Spieler überzeugen. Beim Probespiel vor Ort tauchen wir in die apokalyptische Untoten-Welt ab.

Eines der wenigen exklusiven Spiele für die Xbox One strotzt nicht gerade vor Innovation. Denn das voraussichtlich im Mai erscheinende State of Decay 2 bedient das Genre des Zombie-Survival stilecht mit einer fast schon altbackenen Rezeptur aus DayZ, Dead Rising und einer Prise The Walking Dead. Allerdings spielt ihr nicht nur den zombievernichtenden Rambo, sondern auch den Fürsorger.

Denn im Chaos der untoten Regentschaft dient eure Basis als sichere Zuflucht für eine wachsende Community. Damit bezeichnen die Macher gerettete Überlebende und künftige Mitstreiter in eurem ausbaufähigen Unterschlupf. Für die gefährlichen Außeneinsätze könnt ihr bis zu drei weitere Kollegen mitnehmen - entweder Computerpartner oder (und das ist neu) Online-Freunde.

Gemeinschaft der Überlebenden

Im Hauptquartier schlüpft ihr jederzeit in die Rolle eines anderen Mitglieds eurer Community, die übrigens prozedural generiert sind und über interessante Charakterzüge verfügen. Einige Charaktere besitzen mehr Ausdauer, benötigen gleichzeitig aber mehr Nahrung. Andere leiden dagegen vielleicht an Asthma, sind aber perfekte Mechaniker.

Zombies könnt ihr mittels Schleichangriff, im Nahkampf oder im offenen Gefecht eliminieren.Zombies könnt ihr mittels Schleichangriff, im Nahkampf oder im offenen Gefecht eliminieren.

Seid vorsichtig bei euren Unternehmungen, denn in State of Decay 2 gibt es Permadeath - sprich: Wenn Spielfiguren tot sind, bleiben sie tot. Entsprechend macht ihr euch in der zombieverseuchten Wildnis auch auf die Suche nach neuen Kollegen. Gleichzeitig solltet ihr eure Basis am Leben erhalten. Doch dazu sind die passenden Ressourcen nötig, die ihr erstmal ausfindig machen müsst.

Auf euren Expeditionen seid ihr meist zu Fuß unterwegs und entsprechend verletzbar. Haltet die Augen offen, denn überall lauern Untote. Einzelne Zombies sind mit wenigen Schlägen mit Machete oder Baseballschläger erledigt. Doch in der Gruppe können die Feinde euch schnell umzingeln. Daneben gibt es schreiende Kreaturen (die "Screamer"), die weitere Gegner anlocken. Dickbäuchige "Juggernauts" teilen außerdem mächtige Schläge aus. Verhaltet euch besser unauffällig und leise. Mit Glück findet ihr auch mal einen fahrbaren Untersatz, der jedoch massig Benzin verbraucht.

Wohlfühl-Oase

In eurem Unterschlupf versorgt ihr Überlebende mit gesammelten Lebensmitteln und setzt Rohstoffe für neue Räumlichkeiten ein. In der Krankenstation pflegt ihr Bedürftige und stellt beispielsweise Gegenmittel gegen die ansteckende „Blood Plague“ her.

In der Basis errichtet ihr Werkstatt, Küche, Wachtürme, Krankenlager oder auch Gärten für eure Einwohner.In der Basis errichtet ihr Werkstatt, Küche, Wachtürme, Krankenlager oder auch Gärten für eure Einwohner.

In der Werkstatt bastelt ihr neue Ausrüstung, in der Küche köchelt ihr Rationen, während in Gärten neue Nahrungsmittel wachsen. Kümmert ihr euch fürsorglich um die Basis, hebt das die Moral. Um lange Wege zu vermeiden, nehmt ihr zusätzliche Außenposten ein. Denn bei diesen könnt ihr ebenso Ressourcen einlagern und euch ausruhen. Mit der Zeit befreit ihr immer mehr Areale und freundet euch mit weiteren Überlebenden an. Insgesamt drei große "Open World"-Umgebungen stehen zur Erkundung bereit.

Im Vergleich zum ersten Teil von 2013 gilt das Motto "größer, umfangreicher, schöner". Die Entwickler haben auch das Grafikgerüst gewechselt und sind von der Cry Engine auf die Unreal Engine umgestiegen. Dennoch ist das Spiel mit seiner hügeligen Umgebung kein echter Hingucker. Doch dank hoher Sichtweite erkennt ihr Gefahren zumindest frühzeitig. Außerdem genießt ihr das Geschehen auf der Xbox One X in 4K-Auflösung – genauso wie am PC.

Meinung von Thomas Stuchlik

State of Decay 2 hat zwei große Probleme: Es macht rein gar nichts neu und es steht als eines der wenigen Xbox-Exklusivspiele im Schatten aktueller PS4-Perlen. Grafisch wird Unreal-Stangenware abgeliefert, auch die Steuerung ist hakelig. Zuletzt erscheint mir die endzeitliche Zombie-Thematik einfach ausgelutscht, auch am Treffer-Feedback mangelt es.

Und dennoch: Bei der Zombie-Action kombinieren sich Basismanagement, Ressourcen-Suche und Kämpfe zu einem schönen Survival-Erlebnis. Vor allem das Organisieren des eigenen Stützpunkts und das Pflegen der Community bringen interessante Aspekte in die konventionelle Spielmechanik ein. Bleibt die Frage, wieviel Abwechslung die drei großen Areale für die etwa zwölfstündige Kampagne aufbieten können.

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Tags: Open World   Koop-Modus   Multiplayer  

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