Test A Total War Saga: Thrones of Britannia - Der König ist tot, lang lebe der König!

von Emily Schuhmann (30. April 2018)

"Spielt man das Spiel um Throne, gewinnt man oder stirbt. Dazwischen gibt es nichts." Diesen Satz sollten sich nicht nur "Game of Thrones"-Charaktere zu Herzen nehmen, auch in A Total War Saga - Thrones of Britannia geht es im Kampf um die Krone heiß her.

Hunderte Soldaten, beritten oder zu Fuß, stürmen über die weite Ebene, Wind und Regen im Gesicht. Sie alle haben nur ein Ziel vor Augen: die feindliche Armee direkt hinter der Hügelkette. Woher sie die Position der Gegner kennen? Nun, das verdanken sie euch, denn in den umfangreichen "Total War"-Strategiespielen ist es an euch eure Truppen zum Sieg zu führen und ihnen aus der Vogelperspektive Kommandos zu geben.

In A Total War Saga - Thrones of Britannia kämpfen die Clans der britischen Insel um die Herrschaft, und eure Entscheidungen formen die Zukunft. Das Spiel erscheint voraussichtlich am 3. Mai digital für PC und später auch für Mac und Linux. Sammler dürfen sich auf eine schicke Steelbook-Edition freuen.

Es handelt sich hier um keine Erweiterung, sondern einen eigenständigen Ableger der Hauptserie, der die "A Total War Saga"-Reihe einläuten soll. Die Besonderheit dieser Spiele ist, dass sie sich auf Momentaufnahmen der Geschichte und nicht auf ganze historische Epochen konzentrieren.

Game Director Jack Lusted erklärt: "Unsere Design-Philosophie für dieses allererste 'Total War Saga'-Spiel war sehr stark von einer Neubesinnung und Refokussierung geprägt, indem wir die klassische 'Total War'-Mechanik betrachteten und die verschiedenen Elemente in weniger, aber aussagekräftigere Entscheidungen für den Spieler zusammenführten." Kernmechaniken wie Politik, Technologien und Dilemmas wurden überarbeitet, um die Spielerfahrung noch bedeutungsvoller zu machen.

Dunkle Wolken über den Inseln

Im Jahr 878 drängte Alfred der Große die einfallenden Wikinger zurück. Vom andauernden Krieg geschwächt, entschieden sich die Nordmänner Landstriche zu besiedeln, statt sie zu verwüsten. Zum ersten Mal seit fast einem Jahrhundert herrscht ein zerbrechlicher Frieden. Eine Zeit der Veränderung steht bevor und nicht nur die Invasoren, auch die vielen Könige von England, Wales, Schottland und Irland wollen ein Stück vom Kuchen abhaben. In den Kampagnen liegt es an euch, eure gewählte Fraktion zu führen, Verträge abzuschließen und falls nötig auch in den Krieg zu ziehen.

Entscheidet ihr euch Circenn zum Sieg zu führen, spielt der mystische Stein der Vorsehung eine wichtige Rolle in eurer Kampagne.Entscheidet ihr euch Circenn zum Sieg zu führen, spielt der mystische Stein der Vorsehung eine wichtige Rolle in eurer Kampagne.

Ihr habt die Wahl zwischen fünf Kulturen, die sich jeweils nochmal aufspalten und so insgesamt zehn spielbare Gruppen bilden. Im Kern sind alle ähnlich aufgebaut, aber jede Fraktion muss sich anderen Herausforderungen stellen, die oft auf tatsächlichen historischen Begebenheiten basieren.

Wikinger erkunden ihre neue Welt, während die alteingesessenen Angelsachsen ihre Landwirtschaft verwalten. Zwar kommt es häufig zu kriegerischen Auseinandersetzungen, allerdings ist es genauso wichtig euren Hofstaat und die Bevölkerung bei Laune zu halten. Schon mal an eine Heirat gedacht? Die richtigen Beziehungen können auch Bonuspunkte einbringen.

Schwert, Bogen oder Regenschirm?

Es liegt an euch einen kritischen Augenblick der britischen Geschichte neu zu schreiben. Schmiedet Allianzen, treibt Handel, seht eurem Wohlstand beim Wachsen zu und begebt euch auf Feldzüge auf der detaillierten Karte. Von den verschneiten schottischen Hochlanden bis zu den Grasebenen von Kent: Städte und Ländereien bieten eine Vielzahl von Schlachtfeldern.

Ist eine Auseinandersetzung unausweichlich oder ruft einer eurer Verbündeten um Hilfe, solltet ihr mit Strategien experimentieren, die euch vielleicht einen Vorteil bringen. Erobert beispielsweise Nebensiedlungen, blockiert wichtige Handelsrouten oder wartet darauf, dass der Regen endlich vorübergeht.

Ein Land für das es sich zu kämpfen lohnt - So vielfältig präsentiert sich die Spielwelt von Thrones of Britannia:

Kommt es dann zum direkten Gefecht, könnt ihr entweder aktiv taktieren oder den Computer den Ausgang der Schlacht berechnen lassen. Im Kampf platziert ihr eure Einheiten nach euren Wünschen, dabei solltet ihr stets eure Umgebung geschickt zu eure Gunsten einsetzen. Wälder geben euch Deckung und eure Bogenschützen fühlen sich auf höheren Positionen besonders wohl.

Auch die Positionierung eures Generals solltet ihr nicht vernachlässigen, den er kann beispielsweise die Moral eurer Truppen steigern oder die des Gegners senken. Geht ihr siegreich aus dem Kampf überlegt zweimal, ob ihr eurem Feind Gnade zeigt. Vergesst nicht: Zahlreiche Könige erheben sich, aber nur einer kann herrschen!

Meinung von Emily Schuhmann

Mal wieder ein "Total War"-Spiel. Zu dieser Serie pflege ich eine Art Hassliebe. Jeder Ableger der Reihe bringt mich erneut dazu, stundenlang (länger als mir eigentlich lieb ist) über der Diplomatie toter Kulturen zu brüten, Strategien zu erdenken, Armeen aufzustellen und darüber nachzudenken, welchen Adligen ich mit wem verkuppeln kann, um vielleicht sogar verfeindete Lager zu vereinen.

Das Regelwerk ist komplex und es führt kein Weg daran vorbei, wenn man in diesem Spiel irgendwas erreichen will. Von den Neuerungen der Saga-Reihe bin ich positiv überrascht. Gerade der Fokus auf einen kürzeren Zeitraum erlaubt es den Entwicklern historisch noch akkurater zu sein. Meine persönliche Favoritenfraktion ist Circenn. Ich bin einfach ein Fan von Sagen und Legenden.

Größtes Ärgernis sind für mich die langen Ladezeiten. Vor jedem Kampagnenstart heißt es erstmal abwarten und Tee trinken. Das eigentliche Spielgeschehen ist zwar relativ flott, allerdings kommt es vor Gefechten erneut zu Verzögerungen. Von der Overworld bis zum Schlachtfeld dauert es meist eine halbe Ewigkeit, da ist es nachvollziehbar, dass ich das eine oder andere Mal den Computer kämpfen lasse, oder?

80

meint: Komplex und eher gemächlich, aber die "Total War"-Kernmechaniken wurden für den Auftakt der Saga-Reihe gelungen überarbeitet.

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Tags: Singleplayer  

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