Call of Duty - Black Ops 4: So reagiert das Internet auf die Ankündigung

(Special)

von Sören Wetterau (21. Mai 2018)

Lange Zeit wurde spekuliert, getuschelt und geraten, nun ist es allerdings klar: Call of Duty - Black Ops 4 setzt in diesem Jahr voll auf Multiplayer und Zombies. Eine Entscheidung, die, so viel sei vorab verraten, nicht jeder gut findet.

Am 17. Mai war es soweit: Nachdem Activision und Treyarch bereits im März Call of Duty - Black Ops 4 bestätigt haben, folgte vor wenigen Tagen die offizielle Ankündigung. Bekannt war bis dato nur, dass Fans der Shooter-Reihe "alles vergessen sollten was sie wissen". Also eine Radikalkur für die Erfolgsmarke, die bei nicht gerade wenigen Spielern schon seit Jahren in der Kritik steht? Nur bedingt.

Bevor wir jedoch dazu kommen, muss erst einmal das Szenario geklärt werden. Nach dem 2017er Ausflug in den Zweiten Weltkrieg mit Call of Duty - WW2 geht es in diesem Jahr wieder nach vorne. Laut offiziellen Entwicklerangaben spielt Call of Duty - Black Ops 4 zwischen seinen beiden direkten Vorgängern, sprich irgendwo in den Jahren zwischen Call of Duty - Black Ops 2 und dem etwas futuristischen Call of Duty - Black Ops 3. Eine Entscheidung, die eine sichere Bank darstellt.

Steht dieses Jahr besonders im Fokus: Der Mehrspieler-Modus

Doch wie sieht es darüber hinaus mit den Inhalten aus? Wir haben uns in den sozialen Netzwerken, Foren und Kommentarbereichen dieser Welt umgehört. Was denken Spieler, Fans und YouTuber schon jetzt über das neue Call of Duty? Natürlich gilt es dabei zu beachten, dass bislang nur ganz wenige Personen überhaupt den Ego-Shooter schon spielen konnten. Die meisten Meinungen beziehen sich daher auf die Informationen, die Activision und Treyarch im Rahmen des "Community Enthüllungsevents" preisgegeben haben.

"Multiplayer First"

Der erste Tagespunkt beim Event war der Mehrspieler-Modus, den Activision mit einem Video genauer vorgestellt hat und damit zeitgleich das erste Spielmaterial zu Call of Duty - Black Ops 4 präsentiert hat. Es war also der erste Kontakt mit dem diesjährigen Serienteil und der kann schon für Vorfreude oder Enttäuschung sorgen. Als 2016 zum Beispiel das erste Video zu Call of Duty - Infinite Warfare online gegangen ist, sorgte das für eine Negativspirale, aus die der Serienteil nicht mehr entkommen konnte. Im Vergleich sieht der Start für Call of Duty - Black Ops 4 etwas zufriedenstellender aus.

Der Trailer zu Black Ops 4 hinterlässt ein deutlich positiveres Bild als das erste Video zu Infinite Warfare (Stand: 20. Mai 2018).Der Trailer zu Black Ops 4 hinterlässt ein deutlich positiveres Bild als das erste Video zu Infinite Warfare (Stand: 20. Mai 2018).

Die Bewertung ist jedoch nur ein kleiner Teilaspekt eines großen Bildes. In den Kommentaren nährt sich nämlich trotzdem Kritik, denn das Video sieht für die meisten aus wie sein Vorgänger. Manch einer vermutet sogar schon, dass Activision unbeabsichtigt einen Trailer zu Call of Duty - Black Ops 3 hochgeladen und das neue Spiel schlichtweg vergessen hat.

"Es sieht wie ein aufgemotztes Black Ops 3 aus. Ich denke ich werde darauf verzichten."

Kommentare, die in den ersten Minuten des Events tatsächlich sehr oft gefallen sind. Dieses Gefühl, dass Treyarch hier im Schongang einen neuen Serienteil zeigt, hat sich erst in den späteren Minuten des Enthüllungsevents gelegt.

Muss erstmal viel Kritik abwehren: Call of Duty - Black Ops 4.Muss erstmal viel Kritik abwehren: Call of Duty - Black Ops 4.

Mit "boots on the grounds" und "no wallrunning" liefern die Entwickler gleich zwei große Argumente, die den Fans entgegenkommen. Schon in Call of Duty - WW2 waren viele Spieler davon angetan, dass die Serie endlich wieder wortwörtlich auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist. Hinzu kommen einige Änderungen, die tatsächlich spielerisch entscheidend sein können. Allen voran die Entfernung der automatischen Heilung und die Ankündigung, dass Waffen nun über nachvollziehbare Rückstoßmuster verfügen, könnte das Spielgefühl gehörig auf den Kopf stellen.

"Der Rückstoß in Black Ops 4 folgt einem berechenbaren Rückstoßmuster. Das heißt, du kannst ein Muster lernen und ihm entgegenwirken, um genauer zu sein. Ich liebe das!"

Ähnlich sehen es auch andere YouTuber, wie etwa NoahJ456. Dieser war ebenfalls zuerst vom Trailer nicht sehr überzeugt, aber die Spielsession vor Ort habe ihn dann doch begeistert.

"Mehrspieler: Viel besser als der Trailer. Habe den Trailer gehasst, aber das Spiel selbst ist megaspaßig."

Insgesamt fällt hier eine große Diskrepanz zwischen Fans, welche nur das Event gesehen haben, und den Spielern, die schon ein paar Minuten mit dem Mehrspieler-Modus verbringen durften, auf. Erstere sind sehr skeptisch, während die Probespieler durchaus überzeugt von den Änderungen sind - obwohl sich, so gibt der YouTuber Hutch zu Worte, Black Ops 3 und Black Ops 4 nichtsdestotrotz sehr ähnlich sind.

(Quelle: YouTube, Hutch)

Gewohnte Zombie-Freude

Grundsätzlich positiver sind die meisten Fans gegenüber dem Zombie-Modus eingestellt. Klar, der war schon in den Vorgängern immer ein Fan-Favorit und das wird sich vermutlich auch in Call of Duty - Black Ops 4 nicht ändern. Schließlich gibt es dieses Mal von Anfang an drei verschiedene Szenarien.

"Das sieht geil aus. Ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr auf Zombies gefreut."

Kryptischer Name, ungewöhnliches Zombie-Szenario: Selbst im alten Rom gibt es ein Problem mit Untoten

Spielszenen gibt es dazu zwar noch nicht direkt, aber das hält die Vorfreude auf mehr Zombie-Kampagnen nicht zurück.

"Kann es buchstäblich kaum erwarten."

Battle Royale tötet die Kampagne

Ein völlig anderes Bild ergibt sich dann bei Blackout, dem "Battle Royale"-Modus von Call of Duty - Black Ops 4. Neben den zu erwarteten Vorwürfen, dass Treyarch hier lediglich dem aktuellen Trend und somit den großen Geldscheinen hinterherläuft, sind sich zahlreiche Spieler schlicht noch unsicher, was die Umsetzung betrifft. Ein Grund dafür ist, dass die Entwickler bislang nur Versprechungen gemacht haben.

Das Ankündigungsvideo zu Blackout ist voller Versprechungen:

Neben hier etwas Vorfreude und dort einer Runde Skepsis, gibt es jedoch eine Sache, die tatsächlich die Gemüter sehr erhitzt. Denn für viele ist jetzt schon klar, dass Blackout verantwortlich für den Tod eines Features ist, welches seit jeher zur Shooter-Reihe dazugehört.

Erstmals in der Serie wird Call of Duty - Black Ops 4 keine Singleplayer-Kampagne bieten. In einem Interview mit Eurogamer heißt es seitens Treyarch sogar, dass von Anfang an keine Singleplayer-Erfahrung geplant gewesen sei. Das Team wollte etwas Neues machen. Diese Erklärung ist jedoch nur bedingt überzeugend, wie der Kommentarbereich mehr als deutlich offenlegt.

"Es ist eine als Fortschritt getarnte Rückentwicklung, die nicht aus Not, sondern aus Gier geschieht. Sie wollen mehr Geld und weniger Entwicklungskosten", so die Meinung des Nutzers Standout, die 197 "Daumen hoch" bekommen hat. Auch andere schließen sich dem an und verkünden, dass sie ohne eine Kampagne kein Interesse an Call of Duty - Black Ops 4 haben.

Ähnlich sieht es da auf der spieletipps-Facebookseite aus. In den Kommentaren habt ihr mehr als oft genug geäußert, dass ihr euch eine Singleplayer-Kampagne wünscht. Die angekündigten Spezialisten-Herausforderungen, die euch die einzelnen Multiplayer-Charaktere näher vorstellen sollen, werden kaum als Ersatz betrachtet. Es gibt jedoch auch im Internet Gegenstimmen, die es als gar nicht so schlimm betrachten:

"Die Leute spielen die Kampagne einmal und fassen sie danach nie wieder an. Ich bin froh, dass sie sich mehr auf Multiplayer und Zombies konzentrieren."

Die lautstarke Masse spricht sich jedoch für eine Singleplayer-Kampagne aus. Möglicherweise könnte das noch zum Stolperstein für den diesjährigen "Call of Duty"-Auftritt werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Call of Duty - Black Ops 4 fast schon serientypisch sehr gespalten aufgenommen wird. Ausnahmsweise steht dabei nicht die Tatsache, dass die Shooter-Reihe jährlich einen neuen Ableger erhält im Fokus der Kritik. Stattdessen zeigen sich viele Fans enttäuscht darüber, dass die Singleplayer-Kampagne zugunsten von noch mehr Multiplayer-Optionen wegfällt.

Ob das Auswirkungen auf die Verkaufszahlen haben wird, muss sich erst zeigen. Call of Duty - Black Ops 4 erscheint voraussichtlich am 12. Oktober 2018 für PC, Xbox One und PlayStation 4. Freut ihr euch schon nach den Ankündigungen darauf oder steht ihr dem neuen Serienteil ebenfalls sehr skeptisch gegenüber? Verratet uns doch eure Meinung in den Kommentaren!

Tags: Multiplayer  

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