Hassliebe: Warum ich Ark Survival hasse - und nicht aufhören kann zu zocken

(Kolumne)

von Chiara Bruno (06. Juni 2018)

Ja, ich weiß. Noch vor zwei Wochen habe ich geschrieben, dass mich Conan Exiles nervt und ich Ark - Survival Evolved liebe. Jetzt nervt mich Ark auch. Genauer gesagt hasse ich es. Trotzdem kann ich nicht aufhören zu spielen, denn das Survival-Spiel trickst meinen Verstand regelmäßig aus.

Es fühlt sich an als würde ich mit Ark in einer richtig schlimmen Beziehung sein. Auch wenn ich es liebe, tut mir das Spiel regelmäßig weh. Es lässt meinen Puls in die Höhe schießen. Es lässt mich wünschen, dass ich es nie kennen gelernt hätte. So sehr hat mir Ark den Kopf verdreht. Und wenn ich mir dann schwöre, es nie wieder anzufassen, lasse ich mich trotzdem darauf ein. Und nach ein bisschen Spaß für einen Abend bereue ich es. Immer und immer wieder.

Mein persönlicher Spielablauf in Ark Survival Evolved ist recht simpel. Ich baue mein Haus, kümmere mich um meinen Garten und um meine Dinos. Ab und an gelüstet es mich nach einem kleinen Abenteuer und so packe ich regelmäßig meine sieben Sachen, verfrachte sie auf mein Boot und segle los. Und auf jeder verdammten neuen Insel passiert dasselbe: Ich lege an, laufe ein paar Meter und irgendein total starker Dino metzelt mich nieder. Da ich meine Rüstung zurückhaben möchte und um Gottes willen nicht mein vollgeladenes Floß mitten im Nirgendwo stehen lassen möchte, fängt nun die Suche nach der Nadel im Heuhaufen an.

Ark kann euch bald übrigens auch mobil das Leben zur Hölle machen:

Und wenn ich richtig Pech habe - und glaubt mir, das habe ich - ist es gerade 22 Uhr in der Welt von Ark. Kurzum: Es ist stockduster für die nächsten realen 20 Minuten. Zwar bekommt ihr nach eurem Tod angezeigt, wo ihr gestorben seid, eine richtige Navigation gibt es trotzdem nicht und die Karte scheint sehr ungenau zu sein. So renne ich einfach geradeaus, in der Hoffnung, ein grünes Licht zu finden. Dieses signalisiert mir, an welchem Ort ich gestorben bin und wo ich meine Sachen zurückbekomme. Nach einigen Toden sind es dann ungefähr 15 grüne Lichter und irgendwann weiß ich auch nicht mehr, zu welchem ich eigentlich wollte.

Und irgendwann, wenn ich total genervt zu Hause ankomme, beginnt der Teufelskreis von vorn. Zwischendurch ärgere ich mich allerdings darüber, dass es weit und breit keinen offiziellen Server gibt, auf dem nicht irgendein Clan die Herrschaft hat, der die Inseln massiv zubaut. Das führt dazu, dass Nichtmitglieder Inseln und Gebiete mit wichtigen Ressourcen gar nicht erst betreten können. Viele Spieler bauen sporadisch Holzpfosten an verschiedene Stellen, damit niemand sonst sich auch nur in der Nähe häuslich niederlassen kann.

Ark Survival Evolved hat wirklich viele Fehler, und ich fange jetzt erst gar nicht mit Bugs und Verbindungsproblemen zu den Servern an. Trotz allem muss ich das Spiel loben. Denn Ark schafft es regelmäßig, dass ich mehrere Stunden am Stück Holz hacke und Fasern sammle, damit ich mir Haus und Boot bauen kann. Und das, obwohl ich mich immer wieder über das Spiel aufrege. Ich weiß nicht, wie die Entwickler es geschafft haben, aus dieser Qual dann doch noch einen Unterhaltungswert zu ziehen. Ganz egal wie, sie haben es wirklich gut hinbekommen.

Jetzt eigene Meinung abgeben

Tags: Multiplayer  

Keiner weiß was es ist, aber alle reden drüber

Death Stranding: Keiner weiß was es ist, aber alle reden drüber

Es besteht ein unendlich großer Raum für Interpretationen dafür, worum es in "Metal Gear"-Schöpfer (...) mehr

Weitere Artikel

Diese Spiele könnt ihr ab Kalenderwoche 26 spielen

Neuerscheinungen: Diese Spiele könnt ihr ab Kalenderwoche 26 spielen

Manchmal kommen sie wieder: Die anstehende Spielewoche ist geprägt von einigen alten Bekannten, die euch mit frisc (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Ark - Survival Evolved (Übersicht)
* gesponsorter Link