Hitman - Sniper Assassin: Spaßige Dreingabe oder nutzloser Tand?

(Special)

von René Wiesenthal (17. Juni 2018)

Wer das auf der E3 vorgestellte Hitman 2 vorbestellt, bekommt ein etwas ungewöhnliches Goodie von den Entwicklern: Einen vom Hauptspiel unabhängigen, in seiner Mechanik eigenständigen Modus namens Hitman – Sniper Assassin. Wir haben uns das Minispiel einmal angeschaut.

In Hitman – Sniper Assassin ist der Serienprotagonist Agent 47 immobil und nimmt seine Ziele ausschließlich durch das Visier seines Scharfschützengewehrs aufs Korn. Das klingt ungewöhnlich, ist auch ungewöhnlich, tatsächlich aber gar nicht mal so neu für die Hitman-Reihe. Denn abseits der bekannten Ableger gibt es mit Hitman – Sniper Challenge und Hitman – Sniper bereits zwei Mobile-Spiele, die dieses Konzept verfolgen. Nun bekommen Frühbesteller vom angekündigten Hitman 2 für PC, PlayStation 4 und Xbox One eine solche Zusatzherausforderung als Dankeschön für ihr Vertrauen in die Entwickler auf das Hauptspiel obendrauf.

Hitman 2: Der Koop-Modus von Sniper Assassin

Sniper Assassin könnt ihr alleine oder im Koop-Modus spielen. Ihr sitzt in der einen Mission, die (zumindest derzeit) verfügbar ist, auf einem Hügel und überblickt eine Hochzeitsfeier, auf der drei potenzielle Ziele, Wachmänner und jede Menge für euch uninteressante Gäste unterwegs sind. In einem Zeitraum von 15 Minuten bewegen sich die Damen und Herren nach bestimmten Mustern über die Freiflächen und durch die Innenräume des schicken Anwesens, auf dem die Festivitäten stattfinden.

Finderlohn: Kugel im Kopf

Euer Auftrag ist es, die Hauptziele aus der Ferne auszuschalten und für zusätzliche Fleißpunkte auch noch die komplette Security. Die Schwierigkeit dabei ergibt sich schon aus der Beschreibung: Überall befinden sich mögliche Zeugen für eure Attentate. Fliegt ihr auf, bricht Panik unter den Anwesenden aus und die Ziele werden evakuiert. Das wollt ihr als professioneller Umbringer natürlich verhindern. Wenn ihr rechtzeitig beispielsweise auf den Fund einer Leiche reagiert, indem ihr den Finder abmurkst, verhindert ihr, dass er die anderen Gäste alarmiert.

Dabei kommt euch hilfreich entgegen, dass ihr durch den Einsatz eurer Assassinen-Sinne wichtige Ziele angezeigt bekommt und beim Luftanhalten zum Anlegen die Zeit kurzfristig etwas verlangsamen könnt. Ihr müsst nun also beobachten und passende Gelegenheiten abwarten um abzudrücken, während ihr im Blick behaltet, was mit den leblosen Körpern eurer Opfer passiert.

Durch die Wand

Befindet sich ein Ziel hinter einer Wand und ihr erspäht es mit euren Super-Sinnen, könnt ihr wahlweise zur unbegrenzt vorhandenen Standard-Munition auch solche zuschalten, die Hindernisse durchdringt. Um möglichst viele Punkte zu erzielen, seid ihr besonders schnell und gründlich: Kopftreffer geben beispielsweise nicht nur Bonuspunkte, sondern lassen Getroffene bestenfalls auch über eventuell hinter ihnen befindliche Abhänge fliegen, wodurch die Gefahr der Entdeckung gebannt ist.

Nachdem ihr alle Ziele weggemordet habt, kriegt ihr euer Missions-Debriefing und eventuelle Belohnungen, zum Beispiel in Form größerer Magazine, durch die ihr weniger oft nachladen müsst.

An der Mission könnt ihr euch nach Belieben immer und immer wieder probieren, euch darin verbessern, unterschiedliche Ansätze testen und damit neue Aufwertungen freischalten. So lange, bis ihr den Einsatz perfektioniert, alle Blödeleien ausprobiert oder schlicht die Lust verloren habt. Jagt doch zum Beispiel mal eine Kugel durch die Hochzeitstorte, ihr Schelme!

Fazit:

Hitman – Sniper Assassin ist nicht mehr und nicht weniger als eine nette Zugabe zu Hitman 2. Wer ohnehin vorhatte, sich die Fortsetzung des Reboots von 2016 vorzubestellen, ärgert sich vermutlich nicht darüber, das Minispielchen dazuzubekommen. Einen zusätzlichen Kaufgrund oder ein Argument für eine Vorbestellung stellt Sniper Assassin allerdings nicht dar. So viel solltet ihr wissen.

Wenn kostenlose Inhalte und etwas erstrebenswertere Belohnungen nachgereicht werden, könnte die morbide Punktejagd auch über einen längeren Zeitraum bei Laune halten. Im aktuellen Zustand habt ihr sehr schnell alles gesehen und nur perfektionistische Highscore-Süchtige werden genügend Durchläufe starten, um auch die letzte Verbesserung freizuschalten.

Tags: E3 2018   Singleplayer   Multiplayer   Koop-Modus  

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