Fallout 76: Bethesda plaudert aus dem Nähkästchen

(Special)

von Micky Auer (17. Juni 2018)

Die E3 ist rum. Eines der ganz großen Themen dieser Messe ist natürlich Fallout 76 von Bethesda. Wir hatten die Gelegenheit, mit Bethesdas Vize-President Pete Hines über den neuen Vorstoß der Marke Fallout zu plaudern.

Wie viel vom "klassischen Fallout" steckt eigentlich noch in Fallout 76?

Wie viel klassisches Fallout ... Hm, muss ich das jetzt als Prozentwert ausdrücken?

Wäre nett. Wir nehmen auch gerne eine Erläuterung dazu.

Ehrlich gesagt: Das weiß ich nicht. Ich würde mal sagen: Das meiste davon. Vielleicht 89 Prozent. Oder gar 94. Ich habe keine Ahnung. Es ist so: Im Kern ist Fallout 76 immer noch ein Rollenspiel. Es geht darum, die eigene Spielfigur zu entwickeln. Dazu gehört das Erlernen neuer Fähigkeiten, ihr wollt das nächste Level erreichen, Quests lösen, die Welt erkunden. Ihr könnt im Spiel der sein, der ihr sein möchtet. Dürft all die Dinge machen, auf die ihr Lust habt. Und eben auch das bleiben zu lassen, worauf ihr keinen Bock habt.

Natürlich finden sich in Fallout 76 nicht alle Elemente aus anderen Spielen der Reihe. Es gibt keine NPCs, keine Dialog-Entscheidungen. Dadurch wird es eine andere Erfahrung sein.

Im ersten großen Trailer könnt ihr euch schon mal einen guten Eindruck vom Spielgeschehen verschaffen:

So verzichten wir auch auf andere Fraktionen im Spiel, denn es gibt keine anderen menschlichen NPCs. Das heißt aber nicht, dass man als Spieler nicht doch die Möglichkeit hat, zum Beispiel die Stählerne Bruderschaft, die Minutemen oder die Enklave zu gründen. Oder jede andere Gruppe, die ihr mit anderen Spielern gründen möchtet.

Aber im Kern spielt ihr allein, nicht zusammen mit anderen Leuten. Ich bin es, der die Quests macht. Ich entscheide mich dazu, Dinge aufzubauen, manchmal laufe ich auch einfach nur durch die Welt, um sie zu erkunden oder Quests zu lösen. Dabei modifiziere ich Waffen und Rüstungen, löse weitere Quests, erkunde immer wieder neue Gebiete. Die Entscheidung, wie er vorgehen will, bleibt beim Spieler. Auch wie er spielen möchte, was er in dieser großen Welt, in der nur wenige Regeln gelten, anstellen will.

Gut, aber wenn es keine NPCs gibt, wer sorgt dann für Quests? Mit wem treibt man Handel? Wie findet die Interaktion statt?

Der Handel erfolgt mit anderen Spielern. Und ob der Spieler überhaupt jemanden darstellen möchte, der Handel betreibt, entscheidet ebenfalls er selbst. Was die Quests angeht: die erhaltet ihr von Holotapes, von Computer-Terminals, auch von Robotern, die in der Welt vorkommen. Es gibt auch Quest-Objekte, die überall zu finden sind. Quests finden sich auf vielfache Art und Weise.

Die Welt selbst ist etwa viermal so groß wie gewohnt. Darin gibt es viel zu finden. Auch besteht sozusagen eine Hauptbedrohung, die in dem Moment beginnt, in dem ihr die Vault verlasst und der Aufseher euch eine Aufgabe erteilt. Diese Aufgabe führt euch dann auf einen Weg, dem ihr folgen könnt. Oder eben nicht.

Wird es eine grundlegende Geschichte geben?

Ja, aber das haben wir noch nicht kommuniziert. Es steht noch nicht fest, wie viel wir davon verraten wollen, bevor das Spiel erscheint. Aber ja: Es gibt eine Hauptgeschichte, an der ihr eure Handlungen festmacht.

Was soll mich als Spieler dazu motivieren, mich jeden Tag ins Spiel einzuloggen?

Was wir hier kreiert haben, ist die vielfältigste Fallout-Welt bisher. Sie bietet viel, sowohl wenn ihr Fallout alleine spielen wollt, als auch wenn ihr Fallout mit anderen Leuten spielen wollt. Also, mit echten Leuten. Freunde, die zu euch stoßen, mit denen ihr Missionen absolviert und die offene Welt erkundet

Diese riesige, offene Fallout-Sandbox könnt ihr mehrere hundert Stunden lang erkunden. Nach dem Launch planen wir eine lange Reihe von kostenlosen Updates. Auch werden alle DLCs kostenlos sein. Wir sind ständig bemüht, neue Inhalte und Dinge hinzuzufügen, um noch mehr spielerische Inhalte zu bieten. Irgendwann werden wir den Spielern auch die Möglichkeit geben, private Server zu betreiben, wenn sie es denn so wollen. Dort können sie dann modden und Mods anderer User nutzen. Und natürlich können sie entweder alleine spielen, oder andere Spieler auf ihren Server einladen.

Wenn ich mich heute auslogge und morgen wieder zurückkehre, wird die Welt noch dieselbe sein?

Nein, denn das hängt davon ab, was alle anderen in der Welt so treiben. Vermutlich wird es also nicht dieselbe Welt sein. Dinge werden sich verändern, wachsen, sie werden urplötzlich auftauchen oder wieder verschwinden. Eben wie in einer Welt, in der sich Menschen bewegen und etwas bewirken.

Kannst du uns schon Einzelheiten über das Bauen von Stützpunkten verraten? Wie funktioniert das und wie gestaltet sich so ein Stützpunkt?

Im Video während der Show haben wir ja bereits ein paar Beispiele gezeigt. Der Modus ähnelt dem aus Fallout 4, ist aber erweitert. So gibt es zum Beispiel keine Restriktionen mehr, wo ihr bauen könnt. Das heißt, das eure Aktionen nicht auf die Orte beschränkt sind, die wir vordefiniert haben. Sucht euch ein hübsches Plätzchen und beschließt einfach: "Okay, hier will ich was bauen."

Ich betone aber: Bauen ist völlig optional. Klar, es ist etwas, das ihr definitiv tun könnt, aber es ist nicht zwingend erforderlich. Wenn ihr einfach nur rumlaufen und ein Nomade sein wollt, könnt ihr das auch tun. Falls ihr zu den Baumeistern gehört: Wenn ihr irgendwann in der Welt umziehen wollt, weil ihr zum Beispiel einen Freund trefft, in dessen Nähe ihr wohnen wollt, dann zieht alles, was ihr euch geschaffen habt, automatisch mit um.

Es gibt also keine Server-Restriktionen wie in anderen Spielern, wo oft die Angst besteht: "Oh nein, ich kann nicht mit ihm/ihr spielen, weil die Siedlung, die ich erbaut habe, auf einem anderen Server ist!" - Hier wird die Siedlung, das Inventar und all der Rest einfach mit dem Charakter transferiert.

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Tags: E3 2018  

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