Pokémon Go: Nach dem Ende des Höhenflugs kann es nur noch besser werden (Special)

von Chiara Bruno (Donnerstag, 05.07.2018 - 16:29 Uhr)

Am 30. Juni und 01. Juli fand die Pokémon Go Safari Zone im Dortmunder Westfalen Park statt, bei der wir auch vor Ort waren. Trotz überwiegend positiver Stimmen von Besuchern, die die Events immer wieder besuchen würden, hatte die Veranstaltung auch ihre Tiefen. Sporadische Konnektivitätsprobleme sorgten für einige enttäuschte Pokémon-Trainer.

Hier könnt ihr euch einen eigenen Eindruck des Events machen:

Doch diese Schwierigkeiten scheinen im Vergleich zum Event in Chicago im letzten Jahr harmlos, als die Veranstaltung für Niantic in einer Sammelklage endete. Videos von wütenden Besuchern und mitleiderregenden Aufmunterungsversuchen der Mitarbeiter machten im Netz die Runde. Als wäre so eine Enttäuschung nicht genug, hatte das Unternehmen mit drastisch sinkenden Spielerzahlen zu kämpfen. Wie geht man mit dem Ende eines Höhenflugs um und wie sieht die Zukunft von Pokémon Go aus?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir während des Events mit Anne Beuttenmüller, Marketingleiterin bei Niantic, für die Bereiche Europa, den Nahen Osten und Afrika gesprochen.

Anne Beuttenmüller im Gespräch mit uns.Anne Beuttenmüller im Gespräch mit uns.

Für Beuttenmüller, die selbst leidenschaftliche "Pokémon Go"-Spielerin ist und gerne mal auf dem Weg zur Arbeit ein paar Monster fängt, war der Shitsrom im letzten Jahr "niederschlagend". Dennoch haben sie und ihr Team "das Ereignis sportlich genommen", wie sie sagt.

Dass Niantic aus den Fehlern aus Chicago gelernt hat, wird schnell deutlich. So sollte die Zusammenarbeit mit Netzwerkanbietern und einer Agentur, die regelmäßig DFB-Spiele organisiert, einen reibungsloseren Ablauf sicherstellen. Auch wenn das Event wohlgemerkt nicht perfekt war, ist schnell klar, dass die Kritik der Besucher vom letzten Jahr sehr ernst genommen wurde.

Cosplayer wie Roxanne Sourbron aus Belgien zeigen, wie passioniert "Pokémon Go"-Spieler sind.Cosplayer wie Roxanne Sourbron aus Belgien zeigen, wie passioniert "Pokémon Go"-Spieler sind.

Sinkende Nutzerzahlen - ein schlechtes Omen?

Rapide sinkende Nutzerzahlen sind in den meisten Fällen kein gutes Omen. Sich als Unternehmen von solch einem Tief zu erholen, denkbar schwer. Das Team hinter Pokémon Go hat das letzte Jahr vor allem zum erneuten Auftrieb genutzt und sich nicht unterkriegen lassen.

Das wohl interessanteste und neueste Feature ist die Freundschaftsfunktion. Vor allem diese soll laut Beuttenmüller für die mittlerweile wieder steigenden Nutzerzahlen gesorgt haben. Im Mai 2018 hatte Pokémon Go sogar die meisten aktiven Nutzer seit dem Jahr 2016. Doch nur beim Tauschen soll es nicht bleiben. So ist für die Zukunft ein PvP-Modus geplant, in dem Spieler gegen ihre Freunde antreten können. Bei anderen Features habe Niantic bereits mit dem Feedback der Community gearbeitet. "Das [Feedback] ist uns unheimlich wichtig", bekräftigt Beuttenmüller.

Dadurch, dass Nintendo eine Brücke zwischen Pokémon - Let's Go, Pikachu & Let's Go, Evoli und Pokémon Go schafft, wird deutlich, dass das mobile Pokémon-Kapitel nicht abgeschlossen ist und die Spieler noch weitere Inhalte erwarten dürften. Es wirkt tatsächlich so, als habe sich Niantic durch den zwischenzeitlichen Wegfall zahlreicher Spieler stärker auf die Wünsche leidenschaftlicher Spieler konzentrieren können. Wodurch Pokémon Go eigentlich nur besser werden kann.

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