Fortnite vs PUBG: Spieler erzählen warum ihr Spiel cooler ist

(Special)

von Franziska Schulz (15. Juli 2018)

Playerunknown’s Battlegrounds und Fortnite sind die beiden Platzhirsche unter den "Battle Royale"-Spielen. Während PUBG das Genre populär machte, hat Fortnite daraus einen Kult gemacht. Wir wollten wissen, was die Spieler an ihren Favoriten fesselt und warum sie sich genau einem der beiden verpflichtet haben. Ein paar Experten gaben uns Auskunft, was jedes der Spiele so einzigartig macht.

Im Ranking der einnahmestärksten Spiele im Mai 2018 von SuperData hat Fortnite sowohl auf dem PC als auch auf der Konsole die Nase vor Playerunknown's Battlegrounds. Im Juni verkündete das Fortnite-Entwicklerstudio Epic Games, dass es in unter einem Jahr seit Veröffentlichung des "Battle Royale"-Modus ganze 125 Millionen Spieler gewonnen habe.

Gleichzeitig schrumpfte die aktive Spielerzahl von PUBG im Monat Mai um die Hälfte. Dennoch ist das Spiel, das das "Battle Royale"-Genre ins Rollen gebracht hat, lange nicht tot. Im Juli findet in Berlin das so genannte PUBG Global Invitational-Tunier statt, das mit einer Siegerprämie von 2 Millionen US Dollar aufwartet.

Um derart viele Fans zu generieren, müssen beide Konkurrenten etwas richtig gemacht haben. Wir wollten genauer wissen, welche Faktoren die Spieler jeweils an Fortnite oder PUBG binden und warum sie eines der beiden bevorzugen. Dafür haben wir Interviews mit aktiven Spielern geführt, deren Erkentnisse wir euch hier vorstellen wollen.

Die Spieler sind David, mit 400 Stunden bei Fortnite in der vierten Saison, Baris, mit 1.000 Spielstunden bei PUBG, Steve, mit 200 Stunden bei PUBG, und Lukas, der zuerst PUBG gespielt hat und vor einem halben Jahr zu Fortnite gewechselt ist. Er hat in beide Spiele jeweils rund 400 Stunden investiert.

Ihr habt noch keinen Favoriten? Vielleicht hilft euch unser Vergleich: PUBG vs. Fortnite vs. Darwin Project

David hat in der vierten Saison, also in zehn Wochen, ungefähr 400 Stunden gespielt. Mit Fortnite angefangen hat er aus dem gleichen Grund wie die anderen: weil seine Freunde es spielten.

Zunächst spielte er auf der Konsole, wechselte aber schnell auf den PC, weil er kein "Konsolentyp" ist, wie er sagt. Fortnite hebt sich für ihn ganz generell von anderen Spielen vor allem durch seine Zwanglosigkeit ab.

„Wenn du bei League of Legends mitten im Spiel aussteigst, ist das ganze Team am Arsch, aber bei Fortnite kannst du auch mit zwei Leuten noch gewinnen.“

Weiter erzählt er:

„Fortnite kann ich ohne Leistungsdruck spielen. Bei League of Legends oder Overwatch spielt man um ein Ranking. Ich finde an Fortnite ist das Coole, dass du einfach ein Spiel anfangen kannst und wenn du stirbst spielst du wieder, ohne Konsequenzen.“

Eigentlich sei er auch kein "Shootertyp", darum gefällt ihm vor allem die Cartoon-Grafik und dass das Spiel keine expliziten Gewaltdarstellungen enthält. Außerdem erfreut ihn die Tatsache, dass man alles Abbauen kann. David war früher nämlich auch Minecraft-Fan. Die abgebauten Ressourcen dienen in Fortnite dem Bauen von Wänden, Treppen und Dächern, die in einem Kampf unabdinglich sind.

Das Spielelement des Bauens findet auch Lukas reizvoll. Er ist nach einem halben Jahr PUBG zu Fortnite gewechselt, weil PUBG nicht mehr flüssig auf seinem PC lief und die Entwickler anstatt Bugs zu beheben, lieber "unnötige Updates" brachten, wie er sagt. Zudem haben seine ganzen Freunde schon Fortnite gespielt.

„Es [das Bauen] ist irgendwie fairer. Wenn bei PUBG jemand in einer guten Position eine gute Sniper-Waffe besitzt, kann er dich einfach abschießen. Bei Fortnite hast du durch die Baufunktion noch eine Chance, den Gegner auszuspielen. Es ist ein ganz anderer Spielstil.“

Fortnite: Gebäude können gerade in der Endphase einer Runde spielentscheidend sein.Fortnite: Gebäude können gerade in der Endphase einer Runde spielentscheidend sein.

Interessanterweise halten genau die letztgenannten Punkte Baris von Fortnite fern. Er spielt seit einem Jahr PUBG und mag den Comic-Stil von Fortnite nicht. Das Minecraft-artige Bauen ist ihm zu stressig und verändert den Spielstil in eine Richtung, die ihm nicht sonderlich Spaß macht. Das Besondere an dem viel realitätsnäheren PUBG ist für ihn der Nervenkitzel.

„Der Adrenalinrausch, den du in Kämpfen bekommst und der Reiz der Beste zu sein, mit möglichst vielen Kills, ist eigentlich das Beste an PUBG für mich. Du kannst zwar der Gewinner sein indem du überlebst, aber das heißt nicht, dass du der Beste warst.“

Auch Steve ist kein Fan von dem Bauelement in Fortnite. Als er nach zwanzig Runden nicht recht damit warm wurde, ließ er es bleiben. Allerdings ist es für ihn und seine Freunde nicht so wichtig wie für Baris, in PUBG unbedingt die meisten Kills zu machen.

"Ranking hat für mich immer diesen E-Sport Effekt und für mich braucht man dabei immer gleiche Vorraussetzungen. Das hat das "Battle Royale"-Genre einfach nicht. Es hat derjenige die bessere Chance, der die bessere Waffe findet. Klar ist das zum Teil auch Können, aber auch viel Zufall."-

Doch auch für ihn ist die Realitätsnähe ein entscheidener Anreiz, PUBG zu spielen:

"PUBG versucht realistisch auszusehen und realistisches Waffenverhalten und Fahrphysik zu nutzen und das alles suggeriert einem, dass es ernst ist und um was es geht: nämlich um das Überleben."

Das Besondere

Fürs Überleben ist es essenziell, die richtigen Waffen zu finden und das ist in PUBG vor allem für Einsteiger gar nicht so einfach.

"Jede Waffe hat eine andere Situation, in der sie nützlich ist und kann mit unterschiedlichen Modifikationen ausgestattet werden, wodurch sie sich wiederum anders verhält. Das ermöglicht eine ganz große Breite an Spielmöglichkeiten.", sagt Steve.

Sich in diesem Meer aus Möglickeiten für die richtige Waffe im richtigen Moment zu entscheiden, ist für Steve und Baris einer der größten Reize des Spiels.

PUBG: gute Tarnung, gute Waffe, gute Position. Das ist es, was zählt.PUBG: gute Tarnung, gute Waffe, gute Position. Das ist es, was zählt.

Die richtigen Waffen zu finden und zur richtigen Zeit auszurüsten, ist in Fortnite für einen Sieg natürlich auch entscheidend, aber die größte Herausforderung ist es, die Bau-Optionen in der Hitze des Gefechts intuitiv zu beherrschen, wie Lukas erklärt.

„Du musst richtig schnell sein und die Kombinationen draufhaben. Vor allem auf der Konsole ist das schwer.“

Was für PUBG-Spieler die Komplexität der Waffenauswahl ist, ist für Fortnite-Spieler der Bau-Modus.

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