Vorschau F1 2018: Team-Player oder Asphalt-Proll?

von Thomas Stuchlik (19. Juli 2018)

Codemasters' offizielles "Formel Eins"-Spiel für 2018 soll bereits im August an den Start gehen. Neu: Diesmal avanciert ihr in der Rennkarriere zum Angeber oder zum fairen Sportsmann. spieletipps hat bereits erste Proberunden gedreht.

Schafft es Sebastian Vettel diesmal, den Titel zu holen? Oder ist Lewis Hamilton doch wieder einmal schneller? Um diese Frage zu beantworten, müsst ihr nicht bis zum Saison-Ende im November warten. Denn mit Codemasters' F1 2018 schwingt ihr euch ins enge Cockpit einer F1-Maschine und zeigt der Konkurrenz, wie man gekonnt rast. Doch diesmal geht es nicht nur um die perfekte Rennlinie und gut getimte Überholmanöver.

Diesmal braucht ihr auch ein gutes Händchen im Umgang mit der Öffentlichkeit. Denn nach jedem Training, Qualifying oder Rennen gebt ihr Interviews. Mit euren mal mehr, mal weniger diplomatischen Antworten formt sich euer Ego und der Teamgeist. Ein ähnliches System gab es schon in F1 2010, doch diesmal haben eure Aussagen auch Konsequenzen. Auf der einen Seite wird vielleicht ein Konkurrenz-Team auf euch aufmerksam und unterbreitet euch einen Vertrag. Auf der anderen Seite könntet ihr es euch mit eurer Mannschaft und den Kollegen schnell verscherzen.

Gewohnter Umfang

Serientypisch offeriert auch F1 2018 alle Daten und Inhalte der diesjährigen Saison. Ergo begegnet ihr nicht nur originalgetreuen Fahrern und Teams, sondern dürft auch ausgiebig alle 21 Strecken der Meisterschaft befahren.

Sieht komisch aus: Der Halo-Bügel überragt das Renncockpit und soll für mehr Sicherheit sorgen.Sieht komisch aus: Der Halo-Bügel überragt das Renncockpit und soll für mehr Sicherheit sorgen.

Die meisten Kurse kennt ihr bereits vom Vorgänger. Im diesjährigen Rennkalender sind auch der Hockenheimring sowie die "Paul Ricard"-Piste in Frankreich mit dabei. Genau wie im Vorjahr existieren daneben Kurzversionen einiger Strecken sowie unterschiedliche Tageszeiten. So dürft ihr Monaco beispielsweise auch bei Nacht befahren.

Letztlich ist viel Übung gefragt, um Bremszonen, Scheitelpunkte und Eigenheiten jedes Kurses zu erlernen. Wie gut, dass ihr an den Rennwochenenden viel Gelegenheit dazu habt. Denn in drei Practice-Abschnitten arbeitet ihr euch nicht nur auf dem Asphalt ein, sondern absolviert optional auch Trainingsprogramme. So erarbeitet ihr euch den Umgang mit Treibstoff, Reifen oder der geplanten Rennstrategie. Auf diese Weise sammelt ihr obendrein Punkte, um euren Wagen weiter zu entwickeln – genau wie im Vorgänger.

Übung macht den Meister

Bereits bei den ersten Ausfahrten wird klar, dass Codemasters ein wenig an der Fahrphysik geschraubt hat. Euer Wagen besitzt dank 1.000 PS unglaublich gute Beschleunigung und massig Grip, um die Kurven zu meistern. Allerdings kündigt sich nun das Rutschen der Reifen besser an.

Das große Fahrerfeld mit 20 Rasern erfordert behutsames Überholen.Das große Fahrerfeld mit 20 Rasern erfordert behutsames Überholen.

Vor allem mit einem angeschlossenen Rennlenkrad merkt ihr genau, wann das eigene Vehikel zu schlittern beginnt und ihr besser vom Gas geht. Vor allem das Untersteuern ist besser erfühlbar.

Dank des zwanzigköpfigen Fahrerfeldes geht es in den Rennen gerade am Start eng zu. Die Computergegner krallen sich schnell eure Position, weichen aber gerade noch zurück, bevor es zum Crash kommt. Auch Online soll es gemäßigt zugehen. Denn die Macher versprechen besseres Match-Making sowie ein Ranking-System, damit Neulinge nicht mit Profis vermischt werden.

Wer Abwechslung sucht, findet auch klassische Wagen im Aufgebot – genau wie im Vorgänger. Kenner freuen sich über acht neue, alte Rennklassiker wie den Lotus 72D oder den Ferrari 312 von 1976. Das Spiel soll zum Start auch in einer Headline Edition mit zwei Klassikerwagen (Brawn BGP-001 von 2009 und Williams FW25 von 2003) erscheinen.

Meinung von Thomas Stuchlik

Mission erfüllt? Eigentlich kann bei F1 2018 nichts mehr schief gehen. Codemasters baut konsequent auf den sehr guten Vorgänger auf und bringt interessante Neuerungen mit. Allen voran eure eigene Charakter-Entwicklung in der Rennkarriere, die ihr mit Interviews untermauert. Hoffentlich besitzt das System auch genug Einfluss auf eine spannende Laufbahn.

Auf der Strecke fährt sich die Sim wundervoll flott und geschmeidig, was Einsteiger wie Profis gleichermaßen gefallen wird. Den zahlreichen Fahrhilfen sei Dank. Nervig aber notwendig ist dagegen das neue Halo-System der Formel 1. Dieses schränkt nämlich die Cockpit-Sicht empfindlich ein. Gut, dass dieses teilweise abschaltbar ist. Und dennoch: Fans des F1-Rennzirkus werden kaum um die vielversprechende Renn-Sim herumkommen.

Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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