Wunschliste: Das würden wir gerne in Resident Evil 2 - Remake sehen

(Special)

von Micky Auer (23. Juli 2018)

Seit der Ankündigung des Remakes von Resident Evil 2 herrscht unter Zombie-Freunden weltweit große Vorfreude. So auch bei uns in der Redaktion! Nach vielen Diskussionen und Fachsimpeleien hat sich dabei eine Wunschliste herauskristallisiert.

Seit dem Erfolg von Resident Evil 7 und der neuen, alten Richtung, die Publisher Capcom damit eingeschlagen hat, überschlagen sich unsere Vorstellungen und Wunschträume für das Remake von Resident Evil 2.

Es wäre nun sehr einfach, eine Liste von Dingen zusammenzustellen, die wir nicht mehr sehen wollen (dazu müssten wir nur eine Aufzählung vieler Features von Resident Evil 5 und Resident Evil 6 an den Start bringen). Aber wir wollen nicht meckern, sondern lieber konstruktiv hoffen und wünschen, dass das Remake noch besser wird als wir es von Haus aus erwarten!

Und ganz klar: Was würdet ihr gerne im Remake sehen? Schreibt uns doch in die Kommentare, was euch besonders freuen würde und diskutiert gerne auch mit anderen Lesern. Vielleicht schaut ja jemand bei Capcom ganz genau hin, was die Community so denkt.

Macht es größer!

Horror im Horror: Dass die Qualität der Grafik gegenüber den CG-Sequenzen im Original gesteigert werden muss, erwähnen wir erst gar nicht. Ist ja gruelig!Horror im Horror: Dass die Qualität der Grafik gegenüber den CG-Sequenzen im Original gesteigert werden muss, erwähnen wir erst gar nicht. Ist ja gruelig!

Wenn schon das Szenario von einem Herrenhaus und den umliegenden Örtlichkeiten (wie im ersten Teil) zu einer Stadt wie Raccoon City wechselt, wäre es doch wünschenswert, noch viel mehr von der Stadt zu zeigen als im Original vor 20 Jahren! Raccoon City ist kein verschlafenes Nest irgendwo im mittleren Westen der USA, sondern einen Metropole mit 100.000 Einwohnern (Quelle: Resident Evil Wiki). Nicht unbedingt eine Großstadt, aber auch keinesfalls ein Provinznest.

Im Original von Resident Evil 2 bahnt ihr euch zu Beginn den Weg durch die vom Zombies überrannten Straßen, in denen bereits das Chaos regiert, bis zu der Polizeistation, die wohl zu den unvergesslichsten Schauplätzen der Seriengeschichte gehört.

Die Atmosphäre kam toll rüber, jedoch war das Spektakel im Stadtszenario viel zu schnell vorbei. Jetzt stellt euch vor: Eine ganze Stadt mit neuen Gefahren, Rätseln und vielleicht dem einen oder anderen Gegner, der aufgrund seiner Dimensionen nur unter (virtuellem) freiem Himmel umgesetzt werden kann! Der Spielplatz ist da, Capcom muss ihn nur eröffnen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Verknüpft die Geschichten!

Stampf ... Stampf ... "STAAAAAAAAARS ..." - Serienkenner wissen, was das bedeutet.Stampf ... Stampf ... "STAAAAAAAAARS ..." - Serienkenner wissen, was das bedeutet.

Das "Resident Evil"-Universum hängt recht dicht zusammen und ist glücklicherweise nicht ganz so komplex und verworren wie zum Beispiel Kingdom Hearts oder diverse Marvel-Timelines (egal welche, sie sind alle verworren). Dennoch wäre das Remake doch ein guter Punkt, um die großen, geschichtlichen Knotenpunkte der Erzählung in einen logischen Kontext zu bringen, gleichzeitig dem Publikum in Erinnerung zu rufen und vielleicht die eine oder andere nostalgische Note zu treffen.

Ein Beispiel: Die Ereignisse in Resident Evil 3 beginnen gerade mal 24 Stunden vor den Geschehnissen in Resident Evil 2. Nun stellt euch vor, wie Leon Kennedy oder Claire Redfield - je nachdem, wen ihr gerade spielt - durch die finsteren Gänge und verlassenen Hinterhöfe der Stadt schleicht und plötlich das dumpfe Stampfen unglaublich schwerer Schritte zu vernehmen ist. Dazu noch ein heiseres, viel zu tiefes: "Staaaaaaaaars ..." und so manchem Spieler wird das Blut in den Adern gefrieren. Denn wer sich auskennt, weiß, dass sich so das Monster Nemesis aus Teil 3 ankündigt. Vielleicht noch ein bizarrer Schatten an der Wand und dann gute Nacht! Der Twist: Es muss nicht mal zur Konfrontation kommen!

Auf der E3 2018 durften wir schon einen Blick auf das Remake werfen. Das ist unser Fazit:

Aber auch das Geschehen im Hintergrund, was die Antagonisten und Drahtzieher bei Umbrella so treiben, wäre einen Blick wert. Wenn schon nicht im Zuge der Hauptkampagne, dann vielleicht als spielbarer Zusatz nach dem Ende der Hauptgeschichte. Gerade die mysteriöse Ada Wong würde sich anbieten, zuvor ungesehene Szenen nochmal als Hauptattraktion zu präsentieren. Und bitte: Sowas gehört als Belohnung ins Spiel, keinesfalls jedoch sollte es ein kostenpflichtiger DLC sein.

Wenn schon neu alles neu wird, dann bitte auch die Rätsel!

Die Rätsel sind seit den Anfängen etwas, nun ja ... "blass" geworden.Die Rätsel sind seit den Anfängen etwas, nun ja ... "blass" geworden.

Niemand verlangt, dass in einem Resident Evil Rätsel und Puzzles von monumentalen Ausmaßen vorkommen. Schon allein deshalb, weil nun mal nicht jeder ein Rätselfreund ist. Aber Resident Evil und Rätsel gehören nun mal auch zusammen wie Umbrella und verbotene Experimente.

Gleichzeitig hat sich aber im Laufe der Zeit eine gewisse Eindimensionalität bei den Rätseln eingeschlichen. Oft passiert etwas nach dem Muster: "Finde Objekt A, kombiniere es mit Objekt B und verwende es an Objekt C." Gut, große Abweichungen von dieser Formel sind kaum zu erwarten, jedoch lässt sie sich kreativ erweitern oder neu darstellen.

Denkt mal an das erste Resident Evil. Es gibt da eine Szene, in der die Kameraperspektive wechselt, sobald ihr eine bestimmte Ecke eines Raumes betretet. Eine Ecke, wohlgemerkt, die auf den ersten Blick völlig unspannend und ereignislos aussieht. Doch Capcom belohnt sorgfältige Spieler, die wirklich jeden Winkel des Spiels erkundet haben, mit einem neuen Blickwinkel, der ein Fundstück offenbart, das vorher unmöglich zu sehen war.

Einfach und genial! Etwas im offenen Raum so zu verstecken, dass ihr euch erst der Kameramechanik bedienen müsst, um es zu finden, das ganze gepaart mit der Sorgfalt, mit der ein solches Spiel gespielt werden sollte. Solche Momente würden wir gerne öfter erleben. Dinge aus einer anderen Perspektive sehen, um die Ecke denken, kreative Problemlösungen anstreben.

Mehr Individualität für die beiden Erzählstränge!

Resident Evil Zero: Rebecca Chambers und Billy Cohen haben stets zusammengearbeitet.Resident Evil Zero: Rebecca Chambers und Billy Cohen haben stets zusammengearbeitet.

Falls ihr das Original nicht kennt: Resident Evil 2 verfügt über zwei Hauptfiguren, nämlich Leon Kennedy (der in Resident Evil 4 die Hauptrolle übernimmt) und Claire Redfield (die Schwester von Chris Redfield und Hauptfigur in Resident Evil - Code Veronica). Die Lösungswege für die beiden Charaktere sind unterschiedlich, jedoch aus heutiger Sicht zu ähnlich.

Es wäre spannend, zwei Wege durch das Spiel sehen zu können, die sich hin und wieder kreuzen, vielleicht die eine oder andere Frage aufwerfen und diese dann durch Spielen der jeweils anderen Figur beantworten. Oder die Entwickler gehen gleich den großen Schritt und lassen euch die Hauptfigur auf Knopfdruck wechseln, so dass ihr vielleicht sogar über die Erzählstränge hinweg miteinander kooperieren müsst, um im Spiel voranzukommen.

Also etwa so wie in Resident Evil - Zero (und bitte nicht wie Chris Redfield und Sheva Alomar in RE5, bitte wirklich nicht ...), jedoch nicht zu direkt. Denkbar wäre zum Beispiel ein Szenario, in dem die beiden Hauptfiguren sich immer wieder durch verschlossene Türen und ähnliche Hindernisse hinweg kennenlernen, einen Überlebenspakt und eine gewisse Zugehörigkeit zueinander aufbauen und sich als Partner über die Ferne hinweg gegenseitig den Rücken decken.

So etwas zu inszenieren, wäre wohl eine gewisse Herausforderung für Designer und Autoren, könnte aber die Intensität des Geschehens und das "Miteinander" der beiden Hauptfiguren auf eine neue Ebene heben. Gleichzeitig würde der schale Beigeschmack verschwinden, weil ihr fast das gleiche Szenario noch einmal durchspielen müsst, um alles gesehen zu haben. Das parallele Geschehen könnte für mehr Dynanmik und eine verbesserte Dramaturgie sorgen.

Mehr Variationen bei Zombies und neue Gegner!

Unvergesslich: Die Schlange aus dem ersten Teil. Bitte mehr von solchen Momenten!Unvergesslich: Die Schlange aus dem ersten Teil. Bitte mehr von solchen Momenten!

Zugegeben: die schlurfenden Untoten und anderen Kreaturen, die euch in Resident Evil 2 das Leben zur Hölle machen, sind für ein Spiel aus dem Jahr 1998 in ihrer Vielfalt durchaus in Ordnung. Aber heute, 20 Jahre und drei Hardware-Generationen später, dürft ihr für euer sauer verdientes Geld durchaus mehr verlangen und auch entsprechend mehr erwarten.

Wenn sich das Remake weitestgehend am Original orientiert, gibt es tatsächlich eine endliche Anzahl von Zombies. Es gibt keinen Grund, warum die nicht individuell gestaltet sein sollten. Klar, immer wieder das gleiche Modell mit nur leichten Veränderungen zu inszenieren, wäre wesentlich schneller und einfacher. Jedoch ist ein Remake eines so beliebten Spiels auch ein Versprechen an die Fans. Dazu gehört nun mal auch, dass man als Spieler die Sorgfalt und den Aufwand erkennt (und hoffentlich auch schätzt), der in die Arbeit eingeflossen ist.

Wenn aber das Szenario erweitert wird (siehe auch einer unserer Wünsche) und das Geschehen in größeren Gebieten der Stadt Raccoon City stattfindet, ist es durchaus verzeihlich, dem einen oder andere Zombie in verschiedenen Variationen zu begegnen. Dafür sollte aber an anderer Front ein Ausgleich entstehen: Wie wäre es mit gänzlich neuen Gegnertypen? Schreckliche Kreaturen, die einen so bleibenden Eindruck hinterlassen wie zum Beispiel Nemesis?

Fiese Viecher, die eine ständige Bedrohung darstellen, selbst wenn man sie nicht sieht. Ein Schatten hier, eine vorbeihuschende Silhouette da, ein unnatürliches Geräusch dort ... Allein die Vorstellung bringt die Atmosphäre zum Knistern! Gerne lassen wir uns überraschen und hoffen, dass Capcom die neuen Chancen nutzt und Resident Evil 2 mit all den Dingen anreichert, die moderne Spiele bieten und die sich sinnvoll in das Gesamterlebnis einbinden lassen!

Tags: Horror  

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