PUBG: Entwickler stellen umfangreichen E-Sports-Masterplan vor (Special)

von René Wiesenthal (Mittwoch, 25.07.2018 - 18:08 Uhr)

Auf dem aktuell stattfindenden PUBG Global Invitational sprachen die Verantwortlichen der PUBG Corp. über Pläne für die E-Sports-Zukunft des "Battle Royale"-Spiels. Und die haben es in sich. Hier lest ihr die wichtigsten Infos.

Playerunknown’s Battlegrounds gilt als eines der realitätsnäheren "Battle Royale"-Spiele mit einem starken Fokus auf Präzision. In Kombination mit seiner großen Beliebtheit prädestiniert das PUBG zum E-Sports-Spielfeld. Auf dem so genannten "Global Invitational"-Event, das noch bis Sonntag, den 29. Juli, in der Mercedes-Benz-Arena Berlin stattfindet, sprachen Chief Executive Officer Changhan Kim und Chief Marketing Officer Junghyun Kwon von der PUBG Corp. im Rahmen einer Pressekonferenz gestern über genau diesen Aspekt und warfen einen Blick in die E-Sports-Zukunft des Spiels.

Mit kleinen Schritten in eine große Zukunft

Das Global Invitational ist das erste internationale E-Sports-Event, das die PUBG Corp. austrägt. Erfahrungen in dem Bereich sammelten die Verantwortlichen jedoch bereits bei einem Turnier auf der gamescom 2017 sowie bei einem Invitational im asiatischen Raum. Nun haben sie nichts Geringeres vor, als PUBG zum nächsten großen E-Sport-Spiel zu machen, Schritt für Schritt.

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Events wie das jetzige Global Invitational sieht die PUBG Corp. als erste Experimente an, die den Grundstein für alles Weitere legen sollen. Spätestens 2022 soll sich das System bereits selbst tragen und eigene Star-Spieler hervorgebracht haben.

PUBG will etwas ganz Besonderes sein

Dann soll PUBG auch aus der Masse an E-Sports-Titeln hervorstechen. Um das zu erreichen, will die PUBG Corp. eng mit Partnern aus der Branche zusammenarbeiten und zudem faire Erfolgschancen und ein hohes Maß an Transparenz im Umgang mit den Spielern sicherstellen. Wie das genau aussehen soll, ist nicht bekannt, ein wichtiger Aspekt ist es allemal, angesichts der teils widrigen Bedingungen im professionellen E-Sport.

Changhan Kim und Junghyun Kwon auf der Pressekonferenz. Bild: Steve Bülow.Changhan Kim und Junghyun Kwon auf der Pressekonferenz. Bild: Steve Bülow.

Attraktive Preise sollen dazu führen, dass Spieler ausreichend motiviert sind, um sich auf den E-Sport bei PUBG einzulassen. Die Spielregeln werden global einheitlich festgelegt. Zum Beispiel soll nicht das Chicken Dinner für den Sieg entscheidend sein, sondern Kill-Points. Das sei für den Zuschauer interessanter.

Die große E-Sports-Offensive

Die konkrete E-Sports-Offensive ist angekündigt für die Jahre 2019 bis 2020. Geplant sind unter anderem Amateur-Events, die von Sponsoring-Partnern gehostet werden und komplett online stattfinden. Außerdem plane man örtlich gebundene, regionale Pro-Competitions, die ebenfalls von der PUBG Corp. in enger Zusammenarbeit mit offiziellen Partnern organisiert werden sollen.

Die Matches selbst würden dann von verschiedenen Broadcastern übertragen werden. Pro Land und Team ist ein Kommentator in der jeweiligen Landessprache geplant. Daneben werde es aber auch Mainfeeds in vier Sprachen geben, in denen das Geschehen zusammengefasst und kein Fokus auf ein spezifisches Team gelegt wird.

Alle E-Sports-Teamleads und die CEOs der PUBG Copr. auf dem Global Invitational. Bild: Steve Bülow.Alle E-Sports-Teamleads und die CEOs der PUBG Copr. auf dem Global Invitational. Bild: Steve Bülow.

Ein übersichtliches Interface soll beim Streamen das Erlebnis für die Zuschauer verbessern, individuelle Feeds einzelner Teams auf die entsprechende Fan-Gemeinde ausgerichtet sein. Beim Global Invitational wird all das bereits getestet. Alles was dort nicht funktioniert, soll dann für die Zukunft ausgebessert werden. Dazu gehört auch, dass gegen das anhaltende Problem des Cheatens dauerhafte Lösungen gesucht werden. Erst einmal soll es nur PC-Turniere geben, andere Plattformen werden vorbereitet.

Gleiche Chancen für alle, aber kein Gehalt

Dadurch, dass Turniere von Third-Party-Unternehmen nur in Liga-Pausen abgehalten werden sollen, würden Überschneidungen mit den jährlichen offiziellen Wettkämpfen um die Weltspitze vermieden. Bei diesen werde es noch eine Unterscheidung zwischen Semi-Pro und Pro geben. Spieler im Pool der Semi-Pros können sich für Pro-Teams qualifizieren.

In der Profiliga sollen sowohl Männer als auch Frauen zugelassen sein, wobei hier seitens PUBG Corp. offen blieb, ob es auch gemischte Teams geben wird. Eine Vergütung in Form von Gehalt seitens der PUBG Corp. ist nicht vorgesehen. Teams sollen Merchandising anbieten können, das dann in die Bezahlung von Spielern fließt. Erst einmal wird der Fokus auf Nordamerika, Europa, Korea und China gelegt, wo die regulären Pro-Liga-Events stattfinden sollen, aber auch andere Regionen werden nicht ausgeschlossen.

Was die PUBG Corp. auf der Pressekonferenz zu sagen hatte, klingt überraschend ambitioniert. Ob Zeitpläne eingehalten und in welcher Form alle Vorhaben umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Spannend wird es, die Entwicklungen dahingehend zu beobachten. Oder wie seht ihr das? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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Tags: E-Sport  

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