So viel Zeit: Liebe Bahn, vielen Dank für die vielen Ausfälle und Verspätungen

(Kolumne)

von Matthias Kreienbrink (15. August 2018)

Vergangene Woche war ich auf Reisen. Nach Trier ging es, von Berlin aus. Danach von da aus nach Osnabrück, in die Heimat. Die Bahn aber hat es geschafft, diese recht einfache Reise zu einer Odyssee zu machen. Dafür möchte ich ihr danken.

Gehetzte Menschen gibt es nicht nur an Bahnhöfen:

Es fing an einem Montagmorgen an. Eine Woche hatte ich mir Urlaub genommen, in der ich mal die älteste Stadt Deutschlands besuchen wollte: Trier. Um kurz vor zehn kam ich am Hauptbahnhof in Berlin an, der Zug, ein ICE, stand schon bereit. Also stieg ich ein und machte es mir bequem. Nach kurzer Zeit meldete sich der Schaffner über die Lautsprecher. Am Antrieb des Zugs sei etwas nicht in Ordnung, man müsse den Zug neu starten. Gesagt getan, das Licht ging aus, die Türen schlossen sich, die Monitore erloschen - bis alles nach und nach wieder anging. Gute Zehn Minuten später dann die Nachricht: "Aussteigen bitte, Zug ist defekt".

Das war der erste Teil einer Odyssee, die ich vergangene Woche mit der Bahn erlebte. Der nächste Zug, den ich am Montag nehmen konnte, hatte eine gute Stunde Verspätung. Den Anschluss-IC in Köln, der nach Trier fährt, verpasste ich so natürlich. Musste einen RE nehmen, der nach einer guten halben Stunde stehenblieb. Wieder "alle aussteigen" diesmal war dem Zug zu warm und er konnte nicht weiterfahren. Also auf den nächsten warten - wieder. Insgesamt war ich so gute zwölf Stunden unterwegs.

Auf dem Rückweg lief es ähnlich herrlich: Wegen Sturms kam der RE zu spät, der ICE fuhr gar nicht, ein EC blieb ganz spontan in Dortmund stehen, "alle aussteigen", und der letzte RE brachte mich nur nach Münster, nicht nach Osnabrück, sodass ich von da aus mit dem Auto abgeholt werden musste.

Spaß bei Ausfällen und Verspätungen?

Nun lautet die Überschrift zu diesem Artikel aber, dass ich dankbar bin. Nun, das bin ich natürlich eigentlich nicht. Aber dann auch wieder doch. Denn während dieser vielen Stunden, die ich in verschiedenen Bahnen auf verschiedenen Strecken vebracht habe, konnte ich intensiv zocken. Und dabei feststellen, dass es ein wunderbares Spiel für diesen Umstand gibt: Octopath Traveler.

Denn beim Reisen hatte ich meine Switch dabei. Inzwischen gibt es zum Glück in so gut wieder jeder Bahn Steckdosen am Platz. Und mit Octopath Traveller das optimale Spiel für lange Reisen. In dem Rollenspiel mit Retro-Optik spielt ihr die Geschichte von acht Figuren nach. Diese Geschichten sind wiederum in mehrere Kapitel unterteilt. Diese nach und nach abzuarbeiten, zwischendurch ordentlich zu grinden und kleine Nebenquests zu meistern, genau das konnte ich während meiner Bahn-Odyssee ausgiebig tun. Und anders als viele Mitreisende blieb ich so auch ziemlich ruhig. Denn so wurde jeder Ausfall, jede Verspätung zur Möglichkeit, noch ein Kapitelchen in dem Spiel zu erledigen. Und damit auch ein Tipp an euch: wenn es mal nicht vorwärts geht, ruhig bleiben und einfach was spielen.

Aber unter uns: Ich hätte dennoch nichts dagegen gehabt, pünktlich anzukommen und nicht stundenlang in Bahnen zu hocken. Meine Frage an euch: Mit welchen Spielen habt ihr schon Verspätungen und Bahn- oder Flug-Ausfälle überbrückt? Schreibt uns das doch in die Kommentare.

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