Destiny 2 - Forsaken: 5 Dinge, die ihr vor dem Kauf wissen solltet

(Special)

von Sören Wetterau (04. September 2018)

Mit der heute erscheinenden Erweiterung Forsaken für Destiny 2 hat sich Entwickler Bungie einiges vorgenommen. Wenn ihr euch noch nicht sicher seid, ob sich eine Rückkehr zum MMO-Shooter lohnt, greifen wir euch unter die Arme. Das alles müsst ihr über Forsaken wissen.

Vor etwa einem Jahr haben Bungie und Activision Destiny 2 veröffentlicht, erstmals auch für den PC. Was im Kern eine durchaus solide Fortsetzung gewesen ist, entpuppt sich kurze Zeit darauf unter Fans als große Enttäuschung. Viele der Änderungen, die die Entwickler im Laufe von Destiny und dessen Erweiterungen umgesetzt haben, sind im Nachfolger auf einmal verschwunden oder wurden unnötigerweise ersetzt. Einer der zu Beginn häufigst genannten Kritikpunkte war, dass Destiny 2 nicht mehr ein Hobby sei, sondern nur noch ein weiterer Online-Shooter, dessen Endgame-Inhalte nicht viel Substanz aufweisen.

Mit den beiden DLCs Curse of Osiris und Kriegsgeist hat Bungie bereits erste Schritte eingeleitet, diese Fehler zu korrigieren - wobei das nicht immer so ganz geklappt hat. Der endgültige Umbruch soll nun mit Destiny 2 - Forsaken erfolgen. Hier sind fünf Punkte, die euch verraten, was Bungie alles geplant hat.

Düstere und persönlichere Geschichte

Ein unbekannter Gegenspieler tritt auf den Plan, möchte die Macht des Reisenden für sich beanspruchen und die Aufgabe der Hüter ist es, ihn aufzuhalten: Die Basis der Geschichte von Destiny 2 gehört ganz sicherlich zu dem Spannendsten, was das Spieleuniversum bisher zu bieten hat. Trotz einer verbesserten Inszenierung im Vergleich zum Vorgänger bleibt es jedoch unterm Strich eine Erzählung, wie sie Spieler schon gefühlt hunderte Male erlebt haben.

Da hat es auch nur bedingt geholfen, dass die Autoren offenbar nicht so richtig wussten, ob sie nun lieber die Ernsthaftigkeit der Lage betonen oder doch den gewöhnungsbedürftigen Humor von Charakteren wie Failsafe in den Mittelpunkt rücken sollen. Von dem meist vor Klischee triefenden Gegenspielern mal ganz abgesehen.

Für Cayde-6 ist es der letzte Kampf:

Für Destiny 2 - Forsaken geht Bungie nun einen anderen Weg: Die Geschichte soll düsterer und persönlicher werden und dem ewigen Leitthema der Weltenrettung mal eine Verschnaufspause gönnen. Stattdessen legen die Autoren von Anfang an knallhart los: Im Gefängnis der Alten im Riff, welches Spieler noch aus Destiny - Haus der Wölfe kennen, befreien sich die Insassen, Cayde-6 eilt zur Hilfe und zahlt dafür einen hohen Preis.

Ein herber Rückschlag, der zur Rache verleitet: Als Spieler ist es eure Aufgabe acht Barone, die Scorn (bereits getötete Gefallene) und den wiedergekehrten Prinz Uldren für seine Taten zu bestrafen.

Zwei neue Gebiete

Die Kampagne von Destiny 2 - Forsaken findet dabei hauptsächlich im Riff statt, genauer gesagt in der Wirrbucht. In der Heimat der Erwachten sieht es nicht allzu rosig aus. Überall gibt es Asteroiden, eine Menge Schrott und zahlreiche Übeltäter, darunter die bereits angesprochenen Barone und Uldren. Wie in den bisherigen Gebieten von Destiny 2 gibt es neben den Story-Einsätzen jede Menge Nebenaktivitäten zu entdecken, darunter neue öffentliche Events, Abenteuer und vieles mehr.

Verspielter und fast schon traumhaft: Die Träumende Stadt wirkt auf den ersten Blick für Destiny ungewohnt.Verspielter und fast schon traumhaft: Die Träumende Stadt wirkt auf den ersten Blick für Destiny ungewohnt.

Mit Erreichen der Maximalstufe öffnet sich dann noch eine weitere Zone, die in etwa so groß wie Nessus ausfallen soll. Die malerische und optisch farbenfrohe Träumende Stadt ist gleich in zweierlei Hinsicht besonders. Zum einen beherbergt sie den neuen Raid und zum anderen ist die Region ausschließlich für hochstufige Spieler ausgelegt.

Keine Sorge: Laut Bungie wird es in der Träumenden Stadt auch Inhalte für Solospieler geben, darunter neue Aufträge und Geheimnisse, die einem nicht immer sofort ins Auge springen. Das Eskalationsprotokoll vom Mars führt Bungie außerdem in dem Gebiet mit Blind Well fort, bei dem es erneut darum geht, hordenweise Gegner und Bosse zu bekämpfen.

Zu guter Letzt soll sich die Träumende Stadt regelmäßig verändern. Grund dafür ist der Befall durch die Besessenen, wodurch eine Parallelwelt entsteht. In diesem sogenannten Ascendant Realm sollen die härtesten Herausforderungen von Destiny 2 - Forsaken liegen, weshalb nicht jeder sofort Zugang erhält. Wer es jedoch schafft, darf sich über herausfordernde Kämpfe, komplexe Sprungpassagen und einige knackige Rätsel freuen. Die Träumende Stadt und der Ascendant Realm sind für Bungie eine der Antworten auf die Frage, wie Destiny 2 wieder mehr zum Hobby werden soll.

Mehr Grind

Die andere Antwort dürfte so manchem Außenstehenden merkwürdig vorkommen: Mehr Grindmöglichkeiten, weil es sich die Community wünscht. Ein großer Kritikpunkt an Destiny 2 war der Umstand, dass lediglich die wöchentlich nur einmal verfügbaren Meilensteine wirklich Anlass gegeben haben, das Spiel zu starten. Danach fehlte oft der Anreiz, noch andere Dinge zu unternehmen.

Um das zu ändern, greift Bungie in eine günstige Trickkiste und ändert kurzerhand die Zusammensetzung der wöchentlichen Rotation. Fortan sollen beispielsweise Flashpoints bereits alle vier Tage aktualisiert werden, während allerdings der Raid weiterhin auf eine Woche begrenzt ist. Außerdem können sich interessierte Spieler auf die Jagd nach besonderen Titeln machen, wovon einige sehr viel Zeit in Anspruch nehmen sollen.

Dann wären da noch die mit Update 2.0 bereits eingeführten zufälligen Attribute auf den Waffen. Fortan soll es sich wieder lohnen, mehrmals bestimmte Waffen zu sammeln, um die besten Eigenschaften zu erhalten. Wem das noch nicht genug ist, der darf in der Spielwelt Jagd auf einzelne Geschichtshappen machen, um mehr über das Riff zu erfahren.

Änderung an der Inhaltsstrategie

Mit Destiny 2 - Forsaken packt Bungie außerdem die bisherige Inhaltsstrategie am Kragen und wirbelt sie einmal kräftig durch. In Zukunft soll es weiterhin kostenlose Saison-Updates, Live-Inhalte und Events geben, wie ihr es bereits gewohnt seid. Die Entwickler versprechen aber, dass sie auch Neuerungen parat haben und nicht mehr so viel an den oft kritisierten Ingame-Shop Eververse binden möchten. Fortan wird der Shop unter anderem eigene Beutezügen bieten, mit denen ihr zusätzlichen Staub erhaltet, den ihr anschließend für neue Gegenstände ausgeben könnt. Der Echtgeldfaktor rückt damit hoffentlich weiter in den Hintergrund.

Diese Inhalte sind laut Bungie für die ersten Wochen nach der Veröffentlichung geplant.Diese Inhalte sind laut Bungie für die ersten Wochen nach der Veröffentlichung geplant.

Dennoch möchte Bungie natürlich zusätzliches Geld verdienen und nicht alles kostenlos anbieten. Wer noch mehr Destiny 2 möchte, der kann zusätzlich den Jahrespass erwerben. Darin enthalten sind drei mittelgroße Erweiterungen, die jeweils neue Endgame-Inhalte, Gegenstände, Aktivitäten und vieles mehr beinhalten sollen. Bleibt nur die Hoffnung, dass die Inhalte qualitativ hochwertig ausfallen und nicht in den Osiris-Topf der Mittelmäßigkeit fallen.

PvE trifft auf PvP

Bleibt schlussendlich der PvP-Modus von Destiny 2, bei dem sich Schmelztiegel-Fans vor allem über neue Karten freuen. Im Fokus steht allerdings Gambit, ein Modus, den Hersteller Activision vor einigen Monaten noch als "völlig neu" beschrieben hat. Gambit möchte den starken PvE-Teil von Destiny mit den PvP-Erfahrungen mischen.

Zwei Teams mit jeweils vier Spielern treten hierbei in einer Arena gegeneinander an, wobei jedes Team sein eigenes Areal erhält. Gekämpft wird zuerst gegen zufällige PvE-Feinde, die nach ihrem Ableben Credits hinterlassen. Diese müssen zu einem Tresor gebracht werden und beschwören somit auf der einen Seite den eigenen Endboss namens Prime Evil, und zum anderen schicken sie, je nach Menge der abgegeben Credits, besondere Gegner zur feindlichen Fraktion. Welches Team als erstes den Boss besiegt, gewinnt eine von bis zu drei Match-Runden.

Natürlich nicht ganz unwichtig: Mit der Erweiterung gibt es frische Ausrüstung

Der PvP-Clou? Ab und an öffnet sich ein Portal, wodurch einer der eigenen Spieler auf die andere Seite darf und im besten Falle für jede Menge Chaos und Verwirrung sorgt. In einer Testphase wenige Tage vor der Veröffentlichung von Destiny 2 - Forsaken wurde der Modus seitens der Community überwiegend positiv aufgenommen, wenn auch längst nicht alle glücklich waren. Aber was wäre Destiny schon mit einer Community, die immer zufrieden wäre?

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Tags: Multiplayer  

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