Razer Raiju Ultimate: Das ultimative PS4-Gamepad?

(Special)

von Thomas Stuchlik (14. September 2018)

Hersteller Razer geht mit seinem neuen Controller in die Vollen: Der Raiju Ultimate für PlayStation 4 bietet programmierbare Tasten, RGB-Beleuchtung und austauschbare Sticks. Doch das hat seinen stolzen Preis.

Es ist nicht der erste PS4-Controller von Razer, aber vielleicht der ambitionierteste: Für satte 200 Euro erhaltet ihr mit dem Raiju Ultimate ein Premium-Gamepad, das auf die Stärken des Vorgängers Razer Raiju setzt. Die Ultimate-Version besitzt jedoch viele Detailverbesserungen, allen voran lässt er sich (anders als andere Dritthersteller-Pads) auch kabellos betreiben. Im Lieferumfang gibt es neben dem drei Meter langen USB-Ladekabel auch eine Softshell-Tasche mit Reißverschluss zum sicheren Transport.

Obwohl das Gerät zum Einsatz an der PlayStation 4 gedacht ist, nimmt es sich viele Ideen vom Xbox Elite Controller. Das merkt man schon an den vier Schultertasten, die fast identisch zum Microsoft-Pad aussehen. Die groß gestalteten Trigger schmiegen sich gut an die Zeigefinger. Schön auch, dass der gewohnte Hebelweg bei L2 und R2 dank Umschaltern an der Unterseite verkürzt werden kann. Das ist vor allem bei Shootern sinnvoll, wo es auf schnelle Reaktion am Abzug ankommt.

Austauschbare Elemente

Per USB-Kabel läuft die Hardware ohne Probleme an der PS4. Für den Drahtlos-Modus müsst ihr in den Bluetooth-Einstellungen der PlayStation 4 nach neuen Geräten suchen. Danach funktioniert der Raiju auch ohne Kabel und das Pad kann die Konsole sogar per PS-Taste einschalten, was bei Fremd-Controllern auch nicht selbstverständlich ist.

Das Pad funktioniert auch kabellos und bietet vier programmierbare Multifunktions-Buttons.Das Pad funktioniert auch kabellos und bietet vier programmierbare Multifunktions-Buttons.

Beim Testkandidaten lassen sich Steuerkreuz sowie Analogsticks austauschen. Die magnetischen Elemente könnt ihr einfach herausziehen und aufstecken. Als Ersatz gibt es im Lieferumfang ein anders designtes D-Pad sowie zwei Sticks - einmal mit verlängertem Schaft, einmal eine nach außen gewölbte Variante. Leider sind alle Analogsticks ein wenig zu rutschig und könnten mehr Grip bieten.

Insgesamt ist die Ergonomie jedoch gelungen: Das Pad schmiegt sich passend an die Handballen an, alle Tasten sind gut erreichbar. Auffällig sind die Action-Knöpfe (X, Kreis, Dreieck, Viereck), die sehr leichtgängig mit einem Klick ausgelöst werden. Ebenso gut platziert sind vier Taster (M1 bis M4) – zwei befinden sich zwischen den Schultertasten. Zwei weitere sind an der Unterseite des Pad angebracht. Letztere löst ihr deshalb mit den Mittelfingern aus – ganz ähnlich wie bei Scuf-Controllern. Allerdings sind diese beim Raiju Ultimate zu leichtgängig und deutlich zu groß. Schnell löst ihr die Tasten versehentlich aus.

Programmierbare Tasten

Die zusätzlichen Buttons sind nach eigenen Bedürfnissen belegbar. Razer setzt dabei auf die hauseigene Raiju-App, die es für Android und iOS gibt. Diese nimmt ebenso per Bluetooth Kontakt auf.

In der App legt ihr eigene Profile und Tastenzuweisungen an und bestimmt die Farbgebung der Lichtleiste.In der App legt ihr eigene Profile und Tastenzuweisungen an und bestimmt die Farbgebung der Lichtleiste.

In der App dürft ihr die vier M-Tasten frei umbelegen und die Stärke der beiden Rumble-Motoren justieren. Gleichzeitig legt ihr je nach Genre oder Lieblingsspiel eigene Profile an, die per Taste am Controller jederzeit abrufbar sind. Razer stellt dazu bereits vier Setups (Shooter, Fighting, Sports, Racing) zur Verfügung.

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Bereits beim Einschalten des Pads fällt die herstellertypische Chroma-Beleuchtung auf. Diese umrahmt das Touchpad und erstrahlt in allen Regenbogenfarben. Der Farbrausch kann entweder per Taste am unteren Rand oder per App justiert werden. Vom Pulsieren über nahtlose Übergänge oder eine einfarbige Anzeige lässt sich alles einstellen.

Zur reichhaltigen Ausstattung gehört auch ein Headset-Anschluss an der Unterkante. Dumm jedoch, dass das Audio nur funktioniert, wenn der Controller im Kabel-Modus ist. Denn im kabellosen Betrieb bleibt die Buchse stumm.

Meinung von Thomas Stuchlik

Verleiht das Pad mehr Skill? Nein. Wird mein Aim damit besser? Nein. Wozu brauche ich es dann? Wegen der austauschbaren Analogsticks und den vier programmierbaren Tasten, die ein ständiges Umgreifen zwischen Stick und Action-Tasten unnötig machen. Und das kann durchaus für agilere Spielweise sorgen. Dennoch eignet sich der Controller auch für alle anderen Spiel-Genres. An diese Komfort-Funktionen gewöhnt man sich schnell und will das Pad deshalb kaum aus der Hand legen.

Mit dem Raiju Ultimate hat Razer fast alles richtig gemacht. Das Pad ist überaus gut verarbeitet und eignet sich vor allem für große Hände sehr gut. Auch klasse, dass die Außenseiten der Griffe dank Gummierung mehr Halt bieten. Auf die RGB-Beleuchtung könnte ich persönlich verzichten, aber die ist nunmal ein Markenzeichen von Razer. Letztlich könnte man über den Preis streiten. Trotz Vollaustattung ist mir dieser zu hoch angesetzt. Wer sparen will, findet den Vorgänger Razer Raiju mit Glück zum halben Preis.

Tags: Hardware  

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