Top oder Flop: Unser Ranking der kaufbaren Zusatzinhalte

(Special)

von Stefan Wirth (15. September 2018)

Lootboxen, DLC, Mikro-Transaktionen, Pay-to-win, und und und - sind euch allen mittlerweile bestimmt ein Begriff. Die Zeiten, in denen ihr ein Spiel kauft und auch wirklich das vollständige Spiel bekommt, sind mittlerweile vorbei. Die Anzahl der Erweiterungen, die ihr für Geld kaufen könnt, ist jedoch schier endlos. Aber verzweifelt nicht. Wir haben uns die Mühe gemacht, bezahlbare Zusatzinhalte einmal genauer anzuschauen und zu kategorisieren. Welche Erweiterungen sich also richtig gelohnt haben und von welchen ihr lieber die Finger lassen solltet, erfahrt ihr hier.

Noch schnell eine kleine Anmerkung. Mit dieser Liste erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Viele tolle Beispiele haben wir nicht genannt, viele schlechte ebenso nicht. Manche Beispiele könnte man auch frei mit anderen austauschen. Die Gewählten sind uns aber besonders ins Auge gefallen.

Wir haben die Zusatzinhalte in vier Kategorien aufgeteilt. Wir beginnen mit dem schlechtesten Beispiel und arbeiten uns zum besten vor.

Lootboxen:

Wir fangen mit einer der wohl am wenigsten beliebten, aber sehr weit verbreiteten Kategorien an. Ihr kennt sie unter vielen verschiedenen Namen, wie Card Packs, Battle Chests oder einfach Lootboxen. Aber eines haben sie alle gemeinsam. Sie sind wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie was drin ist.

Star Wars Battlefront 2

Was ihr euch in Battlefront 2 alles freispielen müsst, seht ihr hier:

Das Star Wars - Battlefront 2 an dieser Stelle steht, dürfte wohl keinen von euch überraschen. Schließlich geriet das Lootbox-System des Spiels schon in Verruf, bevor es überhaupt veröffentlicht wurde. "Die Absicht ist es, den Spielern ein Gefühl von Stolz und Errungenschaft, für das freischalten verschiedener Helden, zu geben." Mit diesen Worten begann EA den Reddit-Post, der mit über 600.000 negativen Bewertungen einen Rekord aufstellte.

Das perfide am Lootbox-System in Battlefront 2 ist, dass jeder Aspekt des Spiels dadurch bestimmt wird. Es macht keinen Unterschied, wie gut oder schlecht ihr spielt. Der Aufwand einen neuen Helden freizuschalten, bleibt einfach unfassbar groß. Wenn das Spiel euch dann noch bei jeder Möglichkeit daran erinnert, dass das Freischalten doch schneller geht, wenn ihr einfach mit echtem Geld bezahlt, zeugt das wirklich von einem sehr unfair designten Spiel.

Mittelerde – Schatten des Krieges

Schade, wenn ein tolles Spiel durch eine einzige Mechanik heruntergezogen wird. Alles in allem ist Schatten des Krieges nämlich ein ziemlich solider Nachfolger zu Mittelerde-Mordors Schatten. Doch dann nähert ihr euch dem Ende des Spiels und damit den Schatten-Kriegen. Die Lootboxen, die ihr in der vorhergehenden Kampagne noch ziemlich gut umgehen konntet, werden auf einmal essenziell, denn die besten Ork-Anführer verstecken sich hinter dieser Bezahlschranke.

Als Spieler habt ihr nun zwei Möglichkeiten: stundenlanges Grinden in Kauf nehmen oder Geld ausgeben. Das perfide daran ist, dass ihr, wenn ihr keine Lootboxen kaufen wollt, stark benachteiligt werdet und das Spiel eventuell gar nicht beenden könnt. Aber wenigstens hat Publisher Warner Bros., wenn auch spät, seine Lehren daraus gezogen und die Lootboxen entfernt. Ob der Schaden damit aber wieder gut gemacht werden konnte, sei dahingestellt, dies geschah nämlich erst acht Monate nach Release.

Hearthstone

Auch hier ist noch einmal deutlich zu sagen, dass die Lootboxen nicht wirklich fair gegenüber euch als Spielern sind. Jedoch gibt es ein paar Gründe, wieso das System in Hearthstone deutlich besser ist als in anderen Spielen. Denn Hearthstone ist ein Sammelkarten-Spiel und ganz nach dem Vorbild echter Sammelkarten-Spiele gibt es hier Kartenpakete.

Hier ist die Mechanik also fast unumgänglich. Außerdem habt ihr hier die Möglichkeit, Karten, die ihr nicht braucht, zu verwerten und die erhaltene Ressource in andere Karten umzuwandeln. Mangelndes Kartenglück könnt ihr also mit Taktik und eurer Fähigkeit gute Decks zu bauen, ausgleichen. Da es aber sehr viel Zeit erfordert, einen großen Kartepool ohne Geld aufzubauen, sind Leute, die sich Lootboxen kaufen hier auch im Vorteil.

Overwatch

Die Lootboxen in Overwatch gehören zu den bessern Beispielen dieser, nichts desto trotz fragwürdigen, Praktik. Die Gegenstände die ihr bekommen könnt sind nämlich rein kosmetischer Natur.

Wenn ihr aber einen bestimmten Skin freischalten wollt und es im zeitlich begrenzten Event nicht schafft, könnt ihr einige Zeit ins Öffnen und Erspielen von Lootboxen investieren. Selbst wenn ihr euch entscheidet, den Prozess mittels Geldinvestition zu beschleunigen, ist das kein Garant, dass ihr wirklich den Skin bekommt, den ihr euch wünscht. Die Möglichkeit, den entsprechenden Skin einfach zu kaufen, gibt es nämlich nicht.

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Tags: DLC  

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