Vorschau Super Mario Party: Dank alter Stärken und frischer Ideen heißer Anwärter auf die Party-Krone

von Thomas Nickel (Montag, 17.09.2018 - 15:00 Uhr)

In letzter Zeit war etwas der Schwung raus, aus Marios Parties: Schlecht gemixte Minispiel-Cocktails und einfallslose Spielbretter sorgten für Katerstimmung. Das soll sich mit der Switch-Version wieder ändern. Wir haben schon mal reingefeiert und sind jetzt tatsächlich in Partylaune!

Direkt in Nintendos EU-Hauptquartier in Frankfurt konnten wir das voraussichtlich am 5. Oktober erscheinende Super Mario Party ausgiebig mehrere Stunden lang anspielen - natürlich in fröhlicher Runde, so wie sich das gehört. Drei Modi standen zur Verfügung: Wir traten auf einem Spielbrett an, ruderten fröhlich gemeinsam einen Fluß hinab und tobten uns am Ende auch noch in Toads Freizeitraum aus.

Dabei wird schnell klar: Auch 20 Jahre nach dem ersten Erscheinen von Mario Party auf dem N64 funktioniert die Mischung aus Brettspiel, Minigames und einem gewissen Glücks- und einem hohen Schadenfreunde-Faktor ganz verzüglich - sogar verzüglicher, als in manch einem Vorgänger der meinte, die Regeln unbedingt irgendwie verschlimmmbessern zu müssen.

Brettspiel-Action oder schnelle Flussfahrt?

Das Herz des Spiels sind die Spielbretter. Gezeigt wurden die Wummp-Domino-Ruine, die Goldrausch-Mine und das Riesenobst-Paradies, eine tropisch-fruchtige Insellandschaft mit vielen Teleporterröhren und manch einer gefährlichen Brücke. Dort fand auch unsere Testrunde statt. Gewürfelt und gezogen wird in einer zu Spielbeginn festgelegten Reihenfolge, neben dem regulären Würfel hat jede Figur auch ihre eigenen Spezialwürfen mit eigener Zahlenverteilung und Extrafunktionen: Buu hat beispielsweise eine gute Chance, auch mal sieben Felder weit zu laufen, kann bei Würfelpech aber auch direkt mal zwei Münzen einbüßen.

Die liebevoll gestalteten Spielbretter versprechen Taktik-Spaß und Schadenfreude.Die liebevoll gestalteten Spielbretter versprechen Taktik-Spaß und Schadenfreude.

Haben alle vier Spieler ihre Züge gemacht, beginnt ein Minispiel - mal alle gegeneinander, mal einer gegen drei ... und dann wird mit den Joycons Fleisch in der Pfanne gewendet, ein Spieler schlägt Tennisbälle auf die anderen, man balgt sich um einen möglichst guten Platz vor der Linse eines Fotografens oder versucht, mit einer Kanone eine Klötzchenburg zum Einsturz zu bringen. Sämtliche Minispiele sind komplett neu ersonnen und machen oft konsequent von den Möglichkeiten der Joycons gebraucht.

Wie einfallsreich die Möglichkeiten der Switch genutzt werden, zeigt der Trailer:

Feucht fröhlich!

Wer nur mal eben eine spaßige Runde Minispiele unter Freunden absolvieren will, pfeift auf die Spielbretter und wirft sich statt dessen ins Schlauchboot: Zwei Spieler sitzen an jeder Seite des Boots und rudern kräftig - wollt ihr nach links oder rechts steuern, dann ist jeweils die andere Seite dran, ohne Absprache geht hier nichts. So weicht ihr Hindernissen aus, geht in die Kurve oder nehmt ein Beschleunigungsfeld mit. Am wichtigsten sind aber die roten Ballons: Bei jeder Berührung startet ein Minispiel - und die sind hier ausschließlich kooperativer Natur.

Je besser ihr euch im Staffellauf, beim Ballonpusten oder beim Kerzenanzünden anstellt, desto mehr Bonuszeit bekommt ihr gutgeschrieben. Die braucht ihr auch, denn während der Flussfahrt tickt ein Timer. Kommt dieser bei Null an, ist der Ausflug vorbei. Regelmäßig entscheidet ihr euch auch für eine von zwei Abzweigungen, um neue Flussabschnitte zu erkunden - der Aufbau erinnert an Segas Out Run und es sind einige Durchgänge nötig, bis ihr alles gesehen habt.

Clevere Switch-Spielerei

Und dann ist da noch Toads Freizeitraum, der zumindest in technischer Hinsicht wohl interessanteste Modus von Super Mario Party. Hierfür braucht ihr mehr als eine Switch-Konsole und aus naheliegenden Gründen ist dieser Modus nur ohne Dock möglich. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass ihr mehrere Switch-Bildschirme auf einen flachen Tisch nebeneinander legt und sie miteinander "verbindet". Das durften wir in zwei unterschiedlichen Spielmodi ausprobieren.

Mittels Wischer über die Bildschirme erkennt die Switch, wie ihr in Toads Freizeitraum die Konsolen positioniert habt. Ein cleveres Detail, das witzige Spielkonzepte ermöglicht.Mittels Wischer über die Bildschirme erkennt die Switch, wie ihr in Toads Freizeitraum die Konsolen positioniert habt. Ein cleveres Detail, das witzige Spielkonzepte ermöglicht.

Bei Bananensplit seht ihr zahlreiche halbe Bananen auf beiden Bildschirmen - legt sie passend aneinander, wischt einmal mit dem Finger darüber und ihr erkennt, ob die Bananen tatsächlich zusammenpassen - und das System erkennt eure Entscheidung auch sofort. Ein spannender, technischer Kniff, der im Modus Panzerschlacht Deluxe noch besser zur Geltung kommt: Ihr wählt eine Karte, legt die Bildschirme wie ihr wollt nebeneinander und verbindet sie erneut mit einem einfach Wischer - sofort könnt ihr euch über beide Screens in kleinen Panzern beschießen.

Modi wie dieser sind es, die Nintendos Vorgehen bei Super Mario Party perfekt repräsentieren: Während man beim Brettspiel auf die Stärken der frühen Episoden setzt und auf unnötige Experimente verzichtet, fließt eine Menge Kreativität und technisches Know-How in Extramodi wie eben Toads Freizeitraum. Nach ausführlicher Anspielsession ist die Lust auf das neue Mario Party auf jeden Fall ziemlich groß - und dank der flexiben Aufstellung der Switch als Heim- und tragbare Mehrspielerkonsole könnte diese Episode noch fröhlich-geselliger als manch ein Vorgänger ausfallen!

Wie gehabt, gebt ihr die erspielten Münzen im Shop für nützliche Items aus. Diese können euch auf den neuen Spielbrettern durchaus von Vorteil sein - wenn ihr sie taktisch klug einsetzt. Wie gehabt, gebt ihr die erspielten Münzen im Shop für nützliche Items aus. Diese können euch auf den neuen Spielbrettern durchaus von Vorteil sein - wenn ihr sie taktisch klug einsetzt.

Bewertung von Thomas Nickel

Ich bin passionierter Brettspieler und trotzdem war ich nie so der große Fan von Mario Party. Aber die Switch-Inkarnation hat tatsächlich das Zeug dazu, das zu ändern. Die gesehenen Minispiele sind alle kreativ und spaßig, die Spielbretter sind clever gestaltet und durch die Wahl der Würfel könnt ihr dem Glück auch mal ein wenig auf die Sprünge helfen. Es sind aber vor allem die neuen Modi, die mich begeistern. Die kooperative Bootsfahrt ist enorm unterhaltsam, aber vor allem die technischen Kabinettsstückchen in Toads Freizeitraum begeistern mich.

Die Panzerschlacht und der Bananensplit-Modus sind jetzt spielerisch nicht sonderlich anspruchsvoll, aber was ihr da mit der Switch anstellt, das fühlt sich schon wieder irgendwie nach Science Fiction an - aus zwei Bildschirmen wird eine gemeinsame Spielfläche, die nach jeder Runde neu angeordnet werden darf... das ist cool, das ist clever, das ist kreativ und verspricht noch viele spannende Einsatzmöglichkeiten in der Zukunft. Mal schauen, mit welchen Überraschungen das neue Mario Party demnächst noch so aufwartet!

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