Vorschau Red Dead Redemption 2: Erstmals gespielt - das nächste Level von Open World?

von René Wiesenthal (20. September 2018)

Wer von Red Dead Redemption 2 gewohnten Rockstar-Standard erwartet, liegt möglicherweise ordentlich daneben. Was wir beim Anspieltermin erlebt haben, lässt trotz Wildwest-Szenario aktuelle "Open World"-Konkurrenten alt aussehen und erinnert daran, warum offene Spielwelten eigentlich geil sind.

Fünf Jahre ist es her, dass Rockstar Games mit Grand Theft Auto 5 ihr letztes völlig neues Spiel veröffentlichten. Red Dead Redemption 2, der Nachfolger des Western-Hits aus dem Jahre 2011, ist nun die erste Produktion des Unternehmens, die direkt für die aktuelle Konsolengeneration entsteht. Kaum verwunderlich, dass alle Studios, die der Konzern vereint, derzeit an der Fertigstellung des Spiels arbeiten.

Red Dead Redemption 2: 6 Minuten neue Spielszenen aus dem Western-Epos

Wir haben uns mit Rockstar in Berlin getroffen, um ein erstes Mal mit dem Protagonisten Arthur Morgan in die Wälder, Prärien und Siedlungen von Read Dead Redemption 2 auszureiten. Und erlebten dabei erste Happen einer Open World, die allem Anschein nach ihresgleichen suchen wird.

Gangster sein ist kein Zuckerschlecken

Doch bevor wir selbst Hand ans Pad legen und uns auf den Gaul schwingen, spielt man uns zum Kennenlernen der Mechaniken eine Mission vor, die noch recht zu Beginn des Spiels angesiedelt sei und damit noch deutlich linearer ausfalle als spätere. Eingeleitet wird sie von einer gewohnt toll geschauspielerten und gesprochenen Filmsequenz im Camp der "van der Linde"-Gang, welcher unser Protagonist angehört. Der wurde als Kind von Dutch van der Linde von der Straße geholt und fand in ihm einen Vaterersatz.

Der Namensgeber der Gang: Dutch van der Linde ist der Ziehvater von Arthur.Der Namensgeber der Gang: Dutch van der Linde ist der Ziehvater von Arthur.

Die Kriminellen erholen sich in den abgeschiedenen und kalten Grizzly Mountains gerade von einem gescheiterten Raubzug. Es gab auf allen Seiten große Verluste, die angeschlagenen Gang-Mitglieder lecken ihre Wunden. Unter ihnen: Ein sichtlich mitgenommener John Marston, unter dessen Kopfverband sich möglicherweise die Wunde verbirgt, die bis zur Zeit von Read Dead Redemption zu seiner charakteristischen Narbe werden wird.

Auch wenn das Vertrauen in Anführer Dutch deutlich unter dem Fehlschlag gelitten hat, raffen sich die Gesetzlosen auf, um ihm zu einem Zugüberfall zu folgen. Denn: Das Essen im Lager wird rar, finanzielle Reserven erschöpfen sich.

Wenn die Grenzen verschwimmen

Der Weg zum Einsatzziel fühlt sich vertraut an, ist aber nicht frei von Neuerungen: Reitet ihr in der Gruppe zu einem Missionspunkt, lauscht ihr, wie in Rockstar-Spielen üblich, angeregten Gesprächen, während ihr die malerischen Kulissen durchstreift. Ab einem gewissen Punkt geht euer gespielter Ausritt aber fließend in eine geskriptete Sequenz über, die eine Art Schnellreise zum Einsatzziel darstellt.

An diesem und anderen Punkten von Red Dead Redemption 2 will euch Rockstar vergessen lassen, dass ihr gerade eine Zielvorgabe des Spiels verfolgt und euch durch den dynamischen Wechsel zwischen Spiel und Spielfilm in die Geschichte ziehen. So wird beispielsweise auch keine harte Blende mit Ladebildschirm vor eine Missions-Filmsequenz geschoben. Sobald ihr einen Questgeber ansprecht, seid ihr quasi auch schon mitten im nächsten Abenteuer.

Vom Spiel in die Sequenz und zurück: Alles ist unglaublich fließend und lebendig.Vom Spiel in die Sequenz und zurück: Alles ist unglaublich fließend und lebendig.

Da die NPCs nicht mit fetten Markierungen bestückt sind, sollen so auch die Grenzen zwischen Haupt- und Nebenmissionen verschwimmen. Alles soll gleichermaßen spannend und motivierend sein und gleichmäßig ineinanderfließen. Mit Blick auf die Hauptgeschichte, die wir in Auszügen zu sehen bekamen, funktionierte das einwandfrei.

Dann hat es "Boom!" gemacht - doch nicht

Tatsächlich fällt die Demo-Mission recht linear aus: Während der einfältige Bill Williamson – den ihr wie andere Figuren bereits aus Teil 1 kennt - mit etwas Hilfe von Arthur einen Sprengsatz an den Schienen verkabelt, stehen die restlichen Gang-Mitglieder auf dem Hügel und warten auf den großen Knall. Der allerdings bleibt aus, die van der Lindes eilen dem Zug nach, springen in voller Fahrt auf und schießen sich erbarmungslos ihren Weg durch die Wachmänner an Bord.

Was direkt auffällt: Unsere Figur Arthur Morgan ist kein Geläuterter wie der spätere John Marston aus Teil 1, der seine Sünden begleichen will. Ohne mit der Wimper zu zucken ballert er sich durch alle, die ihm bei seinen kriminellen Machenschaften im Weg stehen.

In den Gefechten kommt unter anderem das bekannte "Dead Eye"-System zum Tragen. Ist der entsprechende Balken dafür gefüllt, könnt ihr für kurze Zeit in Slow-Motion Körperteile der Gegner markieren und sie per Druck der Schusstaste nacheinander schnell und gezielt befeuern.

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Tags: Open World   Singleplayer  

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