Soul Calibur 6

Vorschau Soul Calibur 6: Furiose Klingenduelle mit Kampagne und Hexer

von Thomas Stuchlik (Freitag, 28.09.2018 - 08:00 Uhr)

Nach langer Kreativpause kehrt die Prügel-Saga Soul Calibur endlich mit einem neuen Serienteil zurück. Dieser weckt Erinnerungen an die Vorgänger, bringt aber neuartige Kampfmanöver sowie einen gewissen Hexer aus Riva mit.

Vor 20 Jahren erschien auf Dreamcast, Segas letzter Konsole, ein Prügelspiel, das neue Maßstäbe in Sachen Spielbarkeit und Optik setzte. Fies: Die fantastischen Klingenduelle im ersten Soul Calibur waren plattformexklusiv und sicherlich ein guter Grund, sich die Konsole damals zu kaufen. Schön: Dreamcast benötigt ihr für das brandneue Soul Calibur 6 nicht. Es reicht eine PS4, Xbox One oder ein PC.

Wir haben beim Hersteller Bandai Namco die neueste Vorabversion angespielt, die erstmals auch Einblicke in den zweigeteilten Story-Modus gibt. Denn auch wenn Soul Calibur 6 den meisten Spaß mit zwei Kontrahenten vor dem Bildschirm macht, hat Bandai Namco das Solo-Spiel (anders als viele andere aktuelle Games) nicht vernachlässigt.

Zwei Kampagnen mit Seele

Bei der sogenannten "Seelen-Chronik" erlebt ihr kleinere Geschichten in der Rolle der bekannten Kämpferriege. Über 20 Serien-Recken wie Sophitia oder Siegfried unternehmen ihre persönliche Quest nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest (im übertragenen Sinne).

Hexer Geralt deckt Gegner mit schnellen Schwertattacken und Feuer ein.
Hexer Geralt deckt Gegner mit schnellen Schwertattacken und Feuer ein.

Auf der Reise begegnet der Held oder die Heldin zuerst namenlosen Kontrahenten und zuletzt einem berühmten Gegner. Die Story wird zwischen den Duellen in Textboxen-Dialogen vorangebracht. Insgesamt erinnert diese Spielvariante an den Arcade-Modus der frühen Teile. Für unser Testspiel standen zwei prominente Charaktere parat: Samurai Mitsurugi baut auf behäbige, aber kraftvolle Katana-Hiebe. Mit gutem Timing und etwas Taktik bringt ihr jeden Gegner aus dem Gleichgewicht.

Außerdem gab sich Gastkämpfer Geralt von Riva die Ehre, der mit überraschend schnellen Schwertangriffen auftrumpft. Obendrein setzt er auf seine magischen Feuer-Attacken und markanten Sprüche. Schönes Detail: Geralt wird vom originalen, englischen Sprecher vertont. Daneben erklingt bei seinen Duellen bekannte Musik aus The Witcher 3.

Ein Held für alle Fälle

Beim zweiten Kampagnen-Modus "Waage der Seele" erstellt ihr einen persönlichen Charakter, mit individuellem Aussehen, Klamotten, Waffe und Kampfstil. Mit diesem begebt ihr euch auf die Weltkarte, wo ihr Ort um Ort besucht. Überall warten Rivalen auf ein Duell mit teils unterschiedlichen Bedingungen.

Mit unserer grünhäutigen Kampf-Amazone zeigen wir Nunchuk-Kontrahent Maxi wo es langgeht!
Mit unserer grünhäutigen Kampf-Amazone zeigen wir Nunchuk-Kontrahent Maxi wo es langgeht!

Doch wie spielt es sich? Eigentlich wie immer! Ihr teilt wie gewohnt horizontale und vertikale Hiebe sowie Tritte aus, Tastendruck wehrt ihr ab. Selbst Anfänger kommen schnell klar und vollführen dank simpler Button-Kombos brachiale Kampfmanöver. Der Trick ist jedoch das richtig getimte Wechselspiel zwischen Angriff und Verteidigung, um zu gewinnen.

Neu in Teil 6 ist zum einen die "Reversal Edge"-Attacke, mit der ihr das Geschehen zur Zeitlupe verlangsamt. Dann haben beide Rivalen Zeit, eine Attacke zu initiieren, die gleichzeitig ausgeführt wird. Und zwar nach dem System Stein/Schere/Papier, bei dem ein Angriff einen anderen schlägt.

Soul Calibur 6: Ankündigungstrailer

Mit genug Attacken ladet ihr eine Energieleiste auf, um damit den "Critical Edge" auszuführen. Dieser entfesselt eine furiose Angriffs-Sequenz, die die Umgebung abdunkelt und den Gegner in die Luft wirft. Der wehrlose Kontrahent kann dem folgenden Attacken-Sturm kaum etwas entgegensetzen. Dragon Ball lässt grüßen!

Bewertung von Thomas Stuchlik

Wie schön, dass das alte Spielgefühl wieder zurückkehrt! Wie schön, dass altbekannte Kombos immer noch funktionieren! Soul Calibur 6 erfindet sich sicherlich nicht neu, sondern baut auf seine alten Stärken: Brachiale Attacken und simple Verteidigung, was auch Einsteiger schnell verinnerlichen. Obendrein gelingen fulminante "Edge"-Attacken selbst mit simplem Knopfdruck und können für die entscheidende Wendung im Duell sorgen.

Ganz im Gegensatz zu den packenden Kämpfen steht die Präsentation drumherum. Denn die beiden Solo-Kampagnen motivieren zwar zum Durchspielen, sind jedoch müde inszeniert. Dialoge mit Standbildchen und gesprochenem Text sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Doch das hier ist schließlich ein Prügelspiel und kein RPG. So erfüllt Soul Calibur meine Erwartungen bisher voll und ganz.

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