Vorschau Dreams: Verwirklicht eure Träume (als Spiele)

von Michael Sonntag (06. Oktober 2018)

Der "Little Big Planet"-Entwickler Media Molecule gab uns auf der EGX einen tieferen Einblick in sein neues Spiel Dreams, das zur einen Hälfte Editor und zur anderen Jump and Run sein soll. Die Idee: Die Spieler sollen ihre eigenen Mini-Levels kreieren und mit anderen teilen.

Während die vorgegebenen Levels mit ihrer Knuffigkeit stark an das allseits bekannte Little Big Planet erinnern, galt unser größtes Interesse vor allem dem Editor. Inwiefern euch der Baukasten aber nicht nur einfach Objekte platzieren und einfärben lässt, sondern euch sehr viel Spielraum bei der Erschaffung eurer Welt lässt - vielleicht sogar zu viel - erklären wir euch in unserer Vorschau.

Tausend und eine Option

Bei der Präsentation lässt uns die anwesende Entwicklerin selbstverständlich nicht führungslos den Editor ausprobieren, bei der Fülle an Menüs hätten wir sicherlich gleich ein Chaos angerichtet. Deshalb spielt die Entwicklerin mit uns im Koop und lässt uns anfangs eine Themen-Ebene zum Bebauen auswählen.

Weil uns unter den vorhandenen Varianten der Mond am meisten zusagt, finden sich unsere Spielfiguren kurz danach auf dessen grauer Oberfläche wieder, mit Ausblick auf die Erde. Die Figuren funktionieren dabei wie Mauszeiger, die nicht mit Tasten, sondern über die Ausrichtung des Dualshock-Controllers gesteuert werden. Gewöhnungsbedürftig, aber an sich intuitiv.

Dreams: Erträumt euch eine Welt!

Per Tastendruck können wir die herumliegenden Mondfelsen aufnehmen, drehen, verkleinern, vergrößern und wieder abstellen, um sie beispielsweise zu einem Turm aufzuschichten. Durch Betätigung einer Taste lassen sie sich duplizieren, und über eine bestimmte Option, die die Entwicklerin schnell irgendwo geöffnet hat, ist es möglich, mit einer Sprühpistole komplett neue Objekte aus Mondgestein zu entwerfen.

Zu Testzwecken holt die Entwicklerin aus einem anderen Menü eine Figur hervor und stellt sie irgendwohin. Das sei der Spieler und seine Startposition, sobald dieses Level gespielt werde, so erklärt sie uns.

Bevor wir dazu kommen, die Anzahl an Möglichkeiten für überschaulich zu halten, führt uns die Entwicklerin gleich drei weitere Werkzeuge vor. Wir sprechen einen Text über das Mikro ein, der gleich darauf einer Spielfigur in den Mund gelegt wird. Damit könne jeder Spieler beispielsweise auch Zwischensequenzen für eine Spielhandlung entwerfen. Wenn gewünscht, könnten dafür auch alternative Kameraperspektiven eingestellt werden.

Nachdem uns das Sound-Menü mit seinen dutzenden Anpassungen und Remix-Optionen vorgestellt wurde, fragen wir, ob Spieler damit auch Musikvideos produzieren könnten. Ja, natürlich, sagt die Entwicklerin und wirkt etwas unbeeindruckt. Sie lässt durchblicken, dass Dreams offenbar noch viel mehr kann.

Sobald wir eine Bewegung mit einem Objekt aufzeichnen und anschließend auf Play drücken, wiederholt sich die Bewegung immer wieder. Zudem kann der Lichteinfall verändert, das Bild verzerrt und der Charakter individuell angepasst werden. Und es wird noch vieles mehr möglich sein in diesen vielen Menüs, die nur darauf warten, verwendet zu werden.

Das bessere Minecraft?

Laut der Entwicklerin soll Dreams keine Minecraft-Kopie sein. Minecraft sehe immer gleich aus, egal was dort Großartiges gebaut werde. Aber Dreams müsse nicht immer nach Dreams aussehen, es sei möglich, jede Art von Minispiel damit zu entwickeln, egal ob Fantasy oder Horror. Es würde sie freuen, wenn Minecraft-Spieler sich für Dreams begeistern könnten, um dort ihre Ideen noch besser umzusetzen.

Wir sehen die riesige Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten und sind zugleich beeindruckt und etwas überfordert. Ja, es gebe laut der Entwicklerin zu jedem Menü ein zugehöriges Tutorial, aber nichtsdestotrotz glauben wir, dass es viel Zeit brauchen wird, das gesamte Potenzial des Spiels in den Griff zu bekommen.

Und vor allem kommt es auf die Ideen an. Dreams wirkt gewissermaßen wie ein Tool für Spieler, die selbst Entwickler werden möchten. Ähnlich wie Minecraft erfordert es viel Eigenintiative. Aber das Klötzchenspiel ist einfacher zu bedienen.

Die einen Spieler werden höchstwahrscheinlich nur Mini-Level spielen, die anderen welche entwerfen und vielleicht kommt es auch dazu, dass ein Spieler auch ein Level-Erbauer werden möchte. Aber so oder so, was den Editor angeht - ob Dreams letztendlich ein gutes Spiel wird, hängt von eigenem Talent ab. Es gibt viele Freiheiten, vielleicht zu viele. Aber Dreams ist ein ehrgeiziges Projekt, das seine Zielgruppe findet oder erst erschaffen muss.

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