Assassin's Creed: Wie fühlt es sich nach fünf Jahren Pause an?

(Kolumne)

von Stefan Wirth (08. Oktober 2018)

Assassin’s Creed ist eine Reihe, die mich als Jugendlicher sehr stark beeinflusst hat und in die ich so viel Zeit wie in wohl kaum eine andere investiert habe. Sei es das Orginal, der zweite Teil, Brootherhood, Revelations, der dritte Teil oder Black Flag, alle habe ich mehrfach durchgespielt und jedes zu 100 Prozent synchronisiert.

Neben einer riesigen Spielwelt und einer fesselnden Geschichte, verspricht das neue Assassin's Creed eine Menge Quatsch:

Auch wenn ich manche dieser Spiele mehr als andere in der Reihe mochte, gab es schon immer eine besondere Qualität in der Serie. So strotzen die Welten von malerischer Architektur, die die Spiele auch zu inszenieren wissen. Das Klettern und die Aussichtspunkte machen diese historischen Städte auf eine Art und Weise erlebbar wie nur Videospiele es können.

Nicht nur auf mich schien die Reihe einen sehr großen Einfluss zu haben, so finden sich auch viele der spielerischen Mechaniken in anderen Spielen wieder. Nur ein Beispiel dafür ist Horizon - Zero Dawn, das zum Beispiel die Mechanik der Aussichtspunkte auf sehr gelungene Art und Weise umsetzt. Diese sind dort nicht nur einfache Gebäude, sondern riesige, sich bewegende Metalldinosaurier.

Solche mechanischen Wesen in Horizon - Zero Dawn übernehmen die Funktion der Aussichtspunkte.Solche mechanischen Wesen in Horizon - Zero Dawn übernehmen die Funktion der Aussichtspunkte.

Wir haben uns einfach auseinandergelebt

Wenn ich die Reihe also so gut fand, warum habe ich dann nicht mehr weitergespielt? Ganz einfach - ich hatte keine PlayStation 4. Zwar hätte ich zu dem Zeitpunkt als Assassin's Creed - Unity rauskam gerne den neuen Ableger der Reihe gespielt, leider war mir das rein technisch aber nicht möglich. Als dann aber die Kritiken kamen, schien es so, dass meine (zwar nicht freiwillige) Entscheidung Unity auszulassen nicht ganz unbegründet war.

Trotz guter Wertungen kam von vielen Spielern der Vorwurf, das Spiel sei unfertig, voller Bugs und generell würden neu Ideen fehlen. Eine Meinung, die sich ein Jahr später bei Assassin's Cred - Syndicate fast genau so wiederholte. In der Zeit danach hatte ich mir schließlich eine PS4 zugelegt und mit Assassin's Creed - Origins erschien 2017 ein Ableger, der versprach, der Reihe neues Leben einzuhauchen. Doch wie es so häufig ist mit vergangenen Liebschaften, war mir die Reihe nicht nur egal geworden – ich hatte sogar eine etwas unbegründete Abneigung dagegen entwickelt.

Origins: Ein neuer Anfang für eine alte Liebe?Origins: Ein neuer Anfang für eine alte Liebe?

Auf ein Neues

Seitdem ist jedoch ein Jahr vergangen. Origins ist ein alter Schuh und Assassin's Creed - Odyssey steht in den Läden. Gefeiert wird es mit einer Wertung, die zuletzt nur Assassin's Cred 2, welches wenig überraschend mein persönlicher Favorit der Reihe ist, erreichen konnte. Damit ist es soweit. Nach fünf Jahren Abstinenz spiele ich mal wieder ein neues Assassin’s Creed.

Natürlich gehe ich nicht komplett unbefangen an die Reihe heran. Ich weiß was für große spielerische Änderungen in den letzten Jahren geschehen sind und dass die Handlung jetzt weit vor der Gründung des Ordens der Assassinen spielt. Das ist für mich jedoch keine Enttäuschung, wie für manch andere Spieler der Reihe, schließlich hat mich die vorchristliche Zeit schon immer besonders stark interessiert.

300 statt Da Vinci Code

Dass ich mich direkt zu Beginn in einer Schlachtenszene wie aus dem Film 300 wiederfinde, das hatte ich wirklich nicht erwartet. Sofort merkte ich, wie stark sich das Kampfsystem verändert hatte. Wo ich in Assassin's Creed - Brotherhood noch mit geschickten Kontern und Aneinanderreihungen von Attentaten auch die größten Gegnerhorden dezimieren konnte, musste ich hier mit dem Speer und durch geschicktes Taktieren meine Feinde ausschalten. Die Kämpfe in Odyssey spielen sich deshalb nicht unbedingt schwieriger, aber auf jeden Fall anders.

Doch nach dieser Kampfszene kam die erste Ernüchterung, denn danach - wie in klassischer Assassin’s Creed Manier üblich - fand ich mich plötzlich in der Gegenwart wieder. Schon die Desmond-Geschichte, hatte ab einem gewissen Punkt Schwächen, die in den folgenden Teilen auch nicht besser wurden. Warum sich die Reihe also nicht endgültig von dem Echtzeitbezug verabschiedet, ist mir ein Rätsel. Jedoch fiel diese Etappe glücklicherweise recht kurz aus.

Weiter mit: Assassin's Creed - Ich habe es vermisst

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Tags: Singleplayer  

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