Assassin's Creed: Warum der erste Teil so wichtig war

(Special)

von Stefan Wirth (24. Oktober 2018)

Zur Feier der Veröffentlichung von Assassin’s Creed – Odyssey haben wir zuletzt das originale Assassin’s Creed heraus gekramt und festgestellt, dass der Zahn der Zeit dem Spiel nicht wirklich gutgetan hat. Doch auch wenn der erste Teil jetzt in die Jahre gekommen ist, haben wir gemerkt, dass er in den Herzen von vielen von euch noch einen besonderen Platz hat.

Einige Elemente aus AC stammen aus Prince of Persia, denn ursprünglich war es als Spin-Off der Reihe ausgelegt:

Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich war das erste Assassin‘s Creed ein sehr einflussreiches Spiel. Die Einflüsse dessen, was das Spiel etablierte, oder auf stimmige Weise zusammengeführt hat, spüren wir bis heute und wäre Assassin's Creed nicht gewesen, sähe unsere Spiellandschaft ganz anders aus.

Hier möchten wir euch die Elemente vorstellen, die Assassin’s Creed zu dem gemacht haben was es ist und die ihr heute noch in anderen Videospielen finden könnt.

Aussichtstürme

Das Prinzip wird jeder von euch kennen, schließlich hat es sich bis heute in der Reihe gehalten. Ihr klettert auf einen sehr hoch gelegenen Punkt und synchronisiert von dort aus die Umgebung. Daraufhin wird euch ein neuer Teil der Karte mit Markern für Missionen angezeigt. Auch wenn das heute wie selbstverständlich wirkt, war dieses System 2007 noch komplett neu. Heute fallen euch bestimmt genug Beispiele ein, die auf dieses System zurückgreifen.

Die Steuerung

Auch die Controller-Belegung war, als Assassin‘s Creed herauskam, sehr fortschrittlich. So ist es eines der ersten Spiele, in dem ihr per Knopfdruck zwischen dem auffälligen und unauffälligen Modus hin und her wechseln konntet. Das heißt, je nachdem ob ihr eine der Schultertasten gedrückt haltet oder nicht, rennt und klettert ihr aufällig durch die Straßen oder bewegt euch lautlos und werdet eins mit der Menge.

Auch, dass Tasten bestimmte Regionen des Körpers repräsentieren, war eine Neuerung in Assassin’s Creed. So stehen die Aktionstasten für Kopf, Waffenhand, leere Hand und die Füße. Je nachdem welche der vier Tasten ihr drückt, wird eine Aktion gestartet, die sich auf den zugeordneten Körperbereich bezieht. Zwar wurde diese Controller-Belegung mit der Zeit weniger beliebt, doch zum Ende der Nuller und Beginn der 2010er-Jahre gab es eine Menge Spiele, die sich an diesem System orientierten. Was sich jedoch heute noch findet und von Assassin’s Creed etabliert wurde, ist der schnelle Waffenwechsel über die Pfeiltasten.

Das Adlerauge

Streng genommen hat Assassin's Creed diese Mechanik nicht erfunden, aber das erste Mal in einem AAA-Spiel umgesetzt. Eigentlich stammt die Mechanik aus dem Spiel Matrix - The Path of Neo und war dort noch als Code Vision bekannt. Das Adlerauge funktioniert allerdings deutlich besser. Es fungiert als eine Art siebter Sinn, der eure Wahrnehmung verändert. Ziele, Verbündete und Gegner werden dadurch in unterschiedlichen Farben erkenntlich gemacht.

Kämpfe, Kontern, Attentate

Hier stellt sich wieder die Frage, wer hat es erfunden? Ein ähnlich auf eine Mischung aus Kontern und Angriffen ausgelegtes Kampfsystem gab es auch in Matrix - The Path of Neo und später in der Batman-Reihe, die dafür bekannt ist, es perfektioniert zu haben.

Das erste Mal, dass es einem großen Publikum vorgeführt wurde, war aber nun einmal in Assassin’s Creed. Außerdem wurde das Kampfsystem um ein wichtiges Element ergänzt, dass es zuvor noch nicht gab – das Attentat und vor allem dies auch aus der Luft auszuführen zu können. Das war zwar zunächst noch ziemlich fummelig, wurde aber in den kommenden Teilen vereinfacht und mit der Funktion, dies auch von einer Kante auszuführen erweitert.

Klettern

Dafür ist Assassin’s Creed bekannt – das Klettern. Egal was ihr seht, irgendwie gibt es einen Weg für euch, es zu erklimmen. Auch wenn das System heute nicht mehr so fummelig, wie noch im ersten Teil ist und nur mit dem Druck einer Taste alles möglich ist, verändert das Klettern doch wie die offenen Welten funktionieren. So konnte man das erste Mal jeden Zentimeter der Spielwelt erkunden, auch wenn dadurch der Vorwurf aufkam, dass diese leer sei. So entstand aber zum ersten Mal eine offene Welt, die nicht nur dem Vorbild GTA 3 nacheiferte.

Gamedesign und die Welt

Auch das Game- und Weltdesign von Assassin’s Creed war anderen Spielen zu dieser Zeit einen Schritt voraus und vereinten die bereits genannten Punkte. Erst das Gamedesign ermöglichte es, das Klettern, das Adlerauge und die Aussichtspunkte effektiv zusammenzuführen.

Zudem wirkt die Welt durch ein intelligentes NPC-Design zum ersten Mal wirklich belebt. Es gibt nicht nur bestimmte Charaktere, die mit dem Spieler interagieren, jeder NPC nimmt eure Aktionen wahr und reagiert darauf, sodass zum ersten Mal die Frage aufkommt, wie ihr die Masse zu eurem Vorteil nutzt.

Assassin’s Creed mag nicht alle hier aufgeführten Sachen erfunden haben und hat sie auch erst in späteren Teilen perfektioniert, aber sie kamen zum ersten Mal in dieser Form zusammen. Kaum vorzustellen, wie die heutige Spiellandschaft aussehen würde, wenn es Assassin's Creed nie gegeben hätte. Spiele wie Horizon - Zero Dawn, Mittelerde - Mordors Schatten oder auch The Witcher 3 - Wild Hunt würden zumindest in dieser Form nicht existieren, denn sie alle bedienen sich der Elemente, die Assassin’s Creed vielleicht nicht erfunden, aber zumindest populär gemacht hat.

Assassin’s Creed hat also nicht zu Unrecht viele Leute beeindruckt, als es 2007 erschien, denn der Einfluss des Spiels ist auch heute noch deutlich spürbar. Fallen euch vielleicht Spiele ein, deren Einfluss man auch heute noch deutlich spürt? Verratet es uns doch in den Kommentaren!

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Tags: Singleplayer  

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